Auf nach Exmouth

Der zweite lange Fahrtag steht heute auf dem Plan.

Kurz vor halb neun sind wir fertig für die Weiterreise nach Exmouth.
Das Wetter ist auch heute echt bescheiden. Es sind zwar 22 Grad doch es ist absolut bewölkt.
Für die Reise aber absolut ok.
Ich hoffe nur, das wird nicht das Wetter der kommenden Tage.
Denn laut Wetterbericht tangiert eine Kaltfront den Westen der Coral Coast.

Südlich von Karratha wird die Wolkendecke so ganz langsam immer dünner ...

Karratha to Exmouth,sylwiabuch.de
Karratha to Exmouth,sylwiabuch.de

Als sich nach zweieinhalb Stunden Fahrt der Himmel wieder in Stahlblau zeigt, ist die Welt wieder in Ordnung

Karratha to Exmouth,sylwiabuch.de

Inzwischen haben wir uns eine Karte besorgt in der alle Roadhouses vermerkt sind.
So planen wir wieder auf etwa der Mitte der Reise unseren nächsten "Lunchbreak".
Dieses Mal findet dieser im Nannutara Roadhouse statt.

Nannutara Roadhouse,sylwiabuch.de

Und das sind Impressionen vom Great Northern Highway.
Viel passiert hier nicht.
Die Straßen sind schrecklich gerade und die Fahrt ermüdend.
Dann ist schon ein überbreiter Schwerlasttransporter eine willkommene Abwechslung!

Great Northern Highway,sylwiabuch.de

Von der Highwaybrücke gibt es diesen Anblick auf das ausgetrocknete Flussbett des Yannarie River.

Yannarie River,sylwiabuch.de
Yannarie River,sylwiabuch.de

Das ist jetzt der erlösende Wegweiser! Nur noch 166 Kilometer.
Wir sind dem Ziel schon so nah.

Exmouth liegt direkt am Exmouth Gulf.
Für diesen Ort haben wir uns entschieden, weil hier viele Tauchtouren starten.
Die Westküste dieses "Zipfels" ist die Stelle, die am nächsten am Ningaloo Marine Park liegt. Somit ist es ein perfekter Ort für Rainer, der hier tauchen will.

,sylwiabuch.de

Exmouth erreichen wir über die Minilya Exmouth Road.
Wie auch sonst?
Es ist die einzige Straße, die in den Ort führt.
Ab Ortseingang heißt die gleiche Straße nun: Murat Street.
Es ist 15 Uhr und die Sonne scheint mindestens so perfekt wie auf einem Deckblatt eines Prospektes.
Von Weitem sieht man schon ein hochmodernes überdimensionales Gerüst. Es ist eine Fußgängerbrücke mitten im Yachthafen-Komplex. Auf den einzelnen Landzungen reiht sich ein modernes Apartmenthaus an das andere. Zu jedem Haus gehört eine Bootsanlegestelle. So scheint es jedenfalls.

Auch das Novotel Ningaloo Resort - Exmouth - unser gebuchtes Hotel - befindet sich direkt am neuen Yachthafen. Allerdings in der ersten Reihe und direkt am Strand.
Der Eingang ist sehr großzügig gestaltet und sehr modern.

Novotel Ningaloo Resort - Exmouth

Uns wird das Zimmer 1301 zugewiesen.
Der am äußersten Ende der Bungalowreihe mit direktem Blick auf den Strand und die Marina.
Parken kann man genau vor dem Eingang.

Es gibt ja Hotels, die haben schöne Zimmer.
Und andere haben eine schöne Aussicht.
Wieder andere sind geräumig. Oder eben modern und stilvoll eingerichtet.
Hier versammeln sich all die Eigenschaften.
Wir sind begeistert!

Im Zimmer gibt es auch einen kleinen Kühlschrank und selbstverständlich eine Kaffeemaschine.
Während Rainer unser Gepäck reinbringt, bereite ich den Kaffee vor.
Auf der Veranda machen wir es uns gemütlich und genießen die Aussicht, die Sonne und die Tatsache, daß die lange Fahrerei nun endlich ein Ende hat.

Novotel Ningaloo Resort - Exmouth ,sylwiabuch.de

Doch die Freude ist nicht von langer Dauer.
Nach nicht einmal einer Stunde verschwindet die Sonne und es wird extrem kalt und windig.
Nicht daß es nun bewölkt ist. Nein.
Unsere Bungalow-Verande steht nach Nord-Osten schauend. Und dadurch haben wir schon Schatten.
Hm. Was nun?
Also spazieren wir zur Rezi und bitten um ein anderes Zimmer.
Und? Wir haben Glück. Es gibt nur noch ein freies Zimmer der gleichen Kategorie.
Und so ziehen wir von 1301 nach 801.
Dieses Zimmer sieht ganz genauso aus. Die Möbel sind etwas abgewohnter. Aber ich will ja nicht meckern. Denn die Veranda ist eine Nord-West-Veranda, windgeschützter und idealer zur Sonne gelegen.

Anschließend fahren wir in's Städtchen.
Städtchen ist etwas übertrieben. Es ist eine übersichtliche Ansammlung von Häusern.
Im Infocenter schauen wir uns um aber wie in Australien gewohnt, will man hier nur verkaufen. Und die Auskunft zu den Diveshops gleicht der, die wir im Hotel erhalten haben. Doch Rainer mag nicht das Buchen, ohne den Shop gesehen zu haben. Also fahren wir zum Exmouth Diving Center

Es ist Anfang August und laut meiner Recherche sind die Walhaie schon längst vorbeigezogen.
Doch hier versichert man uns, daß man die immer noch sehen kann.
Ok. Aber eigentlich will Rainer tauchen gehen. Da gibt es irgendwie Terminschwierigkeiten. Beziehungsweise... irgendwie komisch. Man druckst etwas rum und uns scheint es als ob man Tauchgänge nur zwei oder drei Mal in der Woche anbietet.
Und während wir uns beraten und dabei natürlich deutsch sprechen, ruft uns ein anderer Deutscher etwas zu.
Er meint: Tauchen kann man sich hier schenken. Das was man sehen kann wäre ernüchternd.
Wir sollen uns das Geld sparen dafür aber eine Walhai-Schnorchel-Tour buchen.
Wer ist er denn? Ein Journalist des "unterwasser - das Tauchmagazin".
Ok. Rainer bucht eine solche Tour für morgen.

Wir schauen uns noch kurz nach einem Restaurant um. Entscheiden dann aber im Hotel zu essen.
Das war eine fantastische Idee.
Obwohl wir den Eindruck haben, daß wir in der Anlage fast alleine sind, verdreht man die Augen als wir so ganz ohne Reservierung im Restaurant antanzen.
Deshalb gibt es einen Tisch "nur" auf der Terrasse.
Ja drin wollten wir auch nicht sitzen.
Wir haben eine außerordentlich nette Kellnerin, die uns -als es noch kühler wird- Decken und einen Heizpilz bringt.
Das Essen ist 1A !
Seit Fitzroy Crossing wieder einmal ein tolles Essen. Und der tasmanische Sauvignon Blanc tut sein Übriges.

Novotel Ningaloo Resort - Exmouth ,sylwiabuch.de

Das ist der Blick den wir von unserem Tisch auf der Terrasse haben.

Novotel Ningaloo Resort - Exmouth ,sylwiabuch.de

Links: Eye Fillet - Dauphinoise potato, baby vegetable, mushroom sauce
Rechts: Local catch of the day

Gefahrene Strecke: 563 km