Auf zur Dampier Peninsula - nach Kooljaman

Die Nacht im klimatisierten Raum tat echt gut.
Es ist so erholsam, wohltemperiert zu schlafen.

Wir frühstücken auf dem kleinen Balkon des Apartments.
Die Sonne hat die Luft wieder auf 35°C aufgeheizt.
Jeden Tag das gleiche Wetter.
Jeden Tag pralle Sonne und ein stahlblauer Himmel.
Einerseits genial. Wenn nur die Nächte nicht so heiß wären!

Kurz nach halb zehn starten wir am Parkplatz vor dem Woolworth, wo wir uns mit ein paar Lebensmitteln für die kommenden Tage eingedeckt haben.

Im Willare Roadhouse stoppen wir, um noch Fleisch vom Direktanbieter für die nächsten drei Abende zu holen. Wir schwanken zwischen Scotch Filet und "richtigem" Filet.
Irgendetwas stimmt allerdings nicht. Denn das "richtige" Filet ist wesentlich preiswerter.
Bisher haben wir immer Scotch Filet gekauft. Das schmeckt intensiv fleischig und ist bisher immer von sehr guter Qualität gewesen.
Ok. Letztendlich entscheiden wir uns für das kostenintensivere Scotch Filet.

Willare Roadhouse,Roebuck Roadhouse,Australien,sylwiabuch.de

Am Roebuck Roadhouse gibt es einen Cappuccino-Stopp bevor es eine halbe Stunde später auf den unbefestigten Broome-Cape Leveque Highway geht.
Der Sand hat eine so intensive rote Farbe, dass es schon fast augenunfreundlich ist.

Broome-Cape Leveque Highway,Australien,sylwiabuch.de
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Anfangs fährt es sich ok auf diesem Weg.
Hey, schließlich waren wir jetzt sieben Tage auf der Gibb unterwegs.
Doch auf dem weiteren Weg wird der Straßenzustand zur absoluten Zumutung.
Waschbrett trifft Sand und Bodenabrisse.
Das Auto "schwimmt" und wird durchgeschüttelt.
Um ein Vielfaches schlimmer als auf schlimmsten Abschnitten der Gibb River Road.
Wir sind teilweise mit 50 km/h unterwegs und benötigen für die unbefestigte Strecke knapp zwei Stunden. Und das für 90 Kilometer!
Sicher hätte man auch schneller rüberkacheln können. Aber wir wollten nicht zu denen zählen, die die eingesparte Zeit in Reifenwechsel investieren.
Als dann auf der Hälfte des Weges die Straße wieder asphaltiert ist, glaube ich zu fliegen!
Ja und endlich kann man sich wieder miteinander unterhalten.

Unterwegs fahren wir wieder an Brandrodungsgebieten vorbei, die ganz knapp an der Straße liegen.
Noch immer haben wir uns daran nicht gewöhnt.
Der wunderbare Himmel wird grau. Und die Umgebung wird in eine beängstigend dunkelgrau-braune Wolke gehüllt.
So haben es die Aborigines seit Jahrtausenden gemacht.
Ich weiß. Aber wohl fühlen wir uns nicht, wenn wir diesen Part durchfahren.

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Den Weg zum Kooljaman Resort kann man nicht verfehlen.
Alles ist wunderbar ausgeschildert.
Den verfehlen sogar wir nicht

Das Resort ist recht großzügig gestaltet und bietet Campern und Zeltlern eine Fläche an. Genau wie Besuchern wie wir es sind und kein Dach über'n Kopf mit sich führen.
Für die gibt es Cabins und Safarizelte.
Das Einchecken erfolgt ganz easy und schnell. Wir erhalten eine Übersichtskarte und werden darauf hingewiesen, dass das Baden nur am Eastern Beach empfohlen wird. Trotzdem ist eine Begegnung mit einem Salzwasserkrokodil nicht ausgeschlossen.
Baden am Western Beach ist lebensgefährlich, da sich dort Haie tummeln.

Na klasse!
Genau so stelle ich mir ein Strandurlaub vor:
Auf der einen Seite Haie - auf der anderen Seite möglicherweise Krokodile

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Wir übernachten in einem Safarizelt.
Wir haben ein Familienzelt gebucht. Es ist für vier Personen gedacht.
Das Hauptzelt ist etwa 3,5 x 5 Meter groß. Dazu kommt eine überdachte Veranda mit Sitzmöbeln und einem komfortablen BBQ. Dazu gibt es einen in sich abgeschlossenen Raum in dem sich die Küche und das Bad befinden.
Und das Beruhigende: durch die Spalten zwischen den Bodenlatten kann nichts durchkriechen, denn unter den Latten befindet sich eine Gaze.
Gefällt uns auf Anhieb.

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Wir schaffen es gerade noch, unser Eingekauftes im Kühlschrank zu verstauen, bevor "der Tag" zu Ende ist.
Mit dem Auto fahren wir zum Strand, damit wir den Sonnenuntergang kurz nach halb sechs nicht verpassen.
Auf einem Stein sitzend, verabschieden wir den Tag und genießen die Färbung des Himmels und des Meeres.
Weit draußen sehen wir Wale. Und alle Anwesenden grölen vor Freude, als ein Wal seine Flosse hebt. Als wenn er sagen wollte: "Tschö Leute".
Mit zwei Bier verabschieden wir so den Tag.
Die Rauchschwaden, die von den Bränden rüberkommen, sind fotogen.
"Mein" australischer Himmel, der sonst in einem zarten Lila und Rosa erscheint, ist hier Orange. Eher wie zu Hause.

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So kann das noch ewig weitergehen mit den Aufnahmen.
Doch irgendwann muss einfach Schluss sein

Zurück im Zelt inspiziere ich die Lage unter den Betten.
Und nein. Keine Schlangen in Sicht
Dann grillen wir und genießen das herrliche Ambiente auf der Veranda bis ...
Ja bis uns die Mücken das Leben schwer machen.

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