Cooinda oder Gagudju

Heute ist Ausschlafen angesagt.
Wir verschieben das Check-out auf 11 Uhr.
Schön ist es hier.
Wir frühstücken auf dem Zimmer.
Direkt am Fenster unseres Zimmers ist eine Sitzgruppe, also ein Tisch und zwei Stühle aufgestellt. Von da hat man den Blick direkt auf den Pool und den Innenhof, von dem das Geplätscher eines Steingartens zu hören ist.

Nach dem Auschecken geht es in den Supermarkt von Jabiru.
Hier versorgen wir uns mit Scotch Filets, also Rib Eye Steaks, für die nächsten zwei Tage.

Es ist 12 Uhr als wir bei 33°C endlich den Ort verlassen.
Das Wetter ist fantastisch!
Bis Cooinda sind es etwas mehr als 50 Kilometer.

Die Cooinda Lodge, auch Gagudju Lodge genannt, erreichen wir kurz vor eins.
Alles hier wirkt so vertraut. Wir waren ja im letzten Sommer auch schon hier und es hat uns hier sehr gut gefallen.
Dass die eigentliche Eincheckzeit erst in zwei Stunden ist, stört hier keinen.
Das finden wir wirklich großzügig!
Und so bekommen wir auch gleich den Schlüssel für unsere Wohneinheit.
Dieses Mal sind wir im Condo 36.
In diesem Jahr habe ich bei der Reservierung darauf geachtet, ein "exclusiv"-Apartment zu buchen. Es kostet 10 Euro mehr, was bei dem recht hohen Preis dann gar nicht mehr auffällt.
Die Zimmer sind renoviert und was für mich am wichtigsten ist: alle Fliesen sind hell.
Ich mochte die dunklen Fliesen in der anderen Einheit nicht.
Auf den hellen Fliesen sehe ich besser, ob da ein Getier auf dem Boden kriecht oder nicht

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Auf der Veranda gibt es dann ein Käffchen und wir lassen etwas die Seele baumeln.
Die warme Sonne tut gut.
Weiße Kakadus mit gelbgrünen Kämmen unterhalten uns mit ihrem Radau.
Klasse Feeling!
Nur die Mücken sind lästig. Und es werden immer mehr. Wir scheinen hier Frischfleisch darzustellen.
Ich kann mich gar nicht erinnern, dass wir im letzten Jahr hier eine Mückenplage hatten.
Ich verziehe mich ins Zimmer.
Rainer schaut sich in der Zwischenzeit die Umgebung von oben an.

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# Yellow Water Sunset Cruise

4.10pm haben wir ein Date an der Bushaltestelle vor der Lobby.
Hier starten die Zubringerbusse für die Yellow Water Cruise.

2016, also letztes Jahr, haben wir die Yellow Water Morning Cruise gemacht. Und wir waren so begeistert, dass wir diese Fahrt unbedingt wiederholen wollten.

Und tatsächlich.
Auch die Sunset Tour ist ein voller Erfolg.
Die Tiere sind agiler. Noch mehr Krokodile sind zu sehen.
Obwohl Letzteres schon etwas nervt. Vielleicht weil wir die Tour schon einmal gemacht haben:
Die Hauptattraktion sind die Krokodile.
Wir bleiben mehrfach stehen, um zu hoffen, dass das jeweilige Krokodil durch das immer bedrängendere Annähern durch unser Boot, "ausrastet". Dass es sich eventuell zu einem "Hopser" hinreißen lässt.
Ein anderes Mal sehen wir ewig zu, wie sich ein Saltie an einen Wasservogel pirscht.
Doch der Vogel macht keine Anstalten wegzufliegen. Er geht einen Schritt zurück und Saltie...?
Saltie ist zu träge um hektisch zu werden.
Warum auch? Schließlich lebt er ja hier im Paradies und um Futter muss er wohl nicht fürchten.
Denn davon gibt es hier genug.
Im Gegenteil.
Er tötet einen Fisch, stellt fest, dass er ihm nicht mundet und schwimmt weg.
Unser Guide schafft es nicht die stimmliche Spannung aufzubauen. Sein Zutun beschränkt sich allein auf das Bedrängen des Tieres mit dem Boot.
Dabei gibt es hier eine beeindruckende Vogelwelt.
Doch wenn er dazu etwas sagt, dann mit einer solch einschläfernden und monotonen Stimmlage, dass man vergisst zuzuhören.
Auch egal. Uns reicht was wir sehen.
Und dass unter unserem Boot unzählige Krokodile lauern, das wissen wir ja schon

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... schmeckt's nicht?

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Da muss man schon genau hinschauen, um den Schlangenhalsvogel zu sehen.

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Die Sonnenuntergänge sind an Kitschigkeit kaum zu übertreffen.
Da fällt mir nur ein Hashtag ein: #nofilterneeded

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Nach der Tour sind wir trotzdem ebenso begeistert wie im letzten Jahr.
Und ganz ehrlich?
Keiner von uns beiden kann weder die Morning noch die Sunset Tour favorisieren.
Beide sind empfehlenswert und wir würden jedem empfehlen beide Touren zu machen.

Mehr Fotos vom Yellow Water Billabong und zwar von der Yellow Water Morning Cruise gibt es hier zu sehen.

Als wir in der Anlage wieder ankommen, ist es schon dunkel.
Diese riesige Anlage bietet zwei Gas-BBQ's an.
Die eine Flasche scheint fast leer zu sein.
Die andere powert zwar richtig, aber die Platte ist etwas versüfft.
Hm. So etwas haben wir noch nie hier in Australien erlebt.
Aber sicherlich - und davon bin ich fest überzeugt - haben mehrere Vorgänger den Platz ungesäubert verlassen. Es gibt ja auch kein Besteck, um die Platten zu säubern.
Mit einer halben Flasche Wasser säubere ich die Platte und dann können endlich die Steaks drauf! Und natürlich etwas Gemüse.
Trennkost sozusagen.
Ich mag das Grillen bei Dunkelheit nicht.
Abgesehen von den vielen Mücken, raschelt ständig etwas im Baum über mir.
Auch vom Boden kommen Geräusche.
Meine größte Angst ist, hier von einer Schlange überrascht zu werden. Offensichtlich habe ich zu oft Indiana Jones geguckt

Auf der überdachten Terrasse, wo alle anderen sitzen, lassen wir es uns gut schmecken.
Unsere Tischnachbarn sind begeistert über unsere "well prepared" Steaks.
So kommen wir auch ins Gespräch.
Es sind Kiwi's, die ihre Tochter hier in Australien besuchen.
Interessant wie gut sie über die weltpolitische Lage informiert sind.
Sie wissen auch, dass Merkel unsere Bundeskanzlerin ist. Und sie fragen uns nach unserer Meinung zu den Griechenlandzuschüssen und was wir zu "Wir schaffen es" sagen.
Wie peinlich. Ich weiß nicht wie der Premierminister von Neuseeland heißt
Natürlich quatschen wir nicht nur über Politik. Wir tauschen natürlich allerlei Tipps aus. Und schauen uns Aufnahmen an, die sie und wir schon unterwegs gemacht haben.
Auf jeden Fall ist das ein sehr schöner Abend. Mit Mehrwert.

Kurz nach 10pm geht auch bei uns das Licht aus.