Tage wie dieser: Reisetag

Kurz vor neun haben wir unsere Sachen gepackt und verlassen das Gelände der Bittersprings Campinganlage.
Ein letzter Blick auf den Standort...
Schön war's.
Auf jeden Fall können wir es wirklich weiter empfehlen.

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Wir verlassen Mataranka, das sich auch Hauptstadt von "Never Never" nennt.
Aber so richtig können wir mit dieser Bezeichnung nix anfangen.
Da muss erst Google aushelfen:
"Never-Never is a term referring to remoter parts of the Australian outback."
Gut zu wissen!

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Eine knappe Stunde später kehren wir in Katherines Coffee Club ein.
Das ist definitiv meine australische Lieblingskette fürs Frühstücken.
Und wenn ich das so recht sehe, ist diese Filiale auch neu hier in Katherine.
Im letzten Jahr habe ich die hier noch nicht gesehen.
Wie auch immer.
Die Schlange an der Bestellung ist "mega" lang.
Überhaupt. Der Laden ist knacke voll.
Während Rainer ansteht, ergattere ich einen Tisch am Fenster.
Draußen sind es schon 37°C. Für mich aber kein Grund, um die Gäste in Eiszapfen einzufrieren.
Rainer steht eine Viertelstunde an. Aber nein. Er bringt nicht das Essen. Er ist lediglich die Bestellung losgeworden. Das Essen soll in den nächsten 20 bis 30 Minuten serviert werden.
Naja. Wir überbrücken die Zeit mit Zeitunglesen.
Die heißen Getränke kommen schon eher. Und gern würde ich noch einen Cappuccino haben wollen. Aber dann müsste ich mich nochmals anstellen.
Bei all der Verzögerung: als unsere Speisen serviert werden ist die Welt wieder in Ordnung und der Ärger verflogen!

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Links: Original - Rechts oben: Foto vom Menü
Fast identisch!

So gestärkt geht es weiter in Richtung Kununurra. Am Victoria River Roadhouse soll es eine kleine Kaffeepause geben.
Doch hier gibt es keinen frisch gebrühten Kaffee aus einer Espressomaschine.
Also schnappen wir uns ein Kaffeegetränk aus dem Kühli und fahren weiter.

Unterwegs fahren wir wieder an kontrollierten kleineren Waldbränden vorbei.
Und nein. Wir haben uns immer noch nicht an diesen Anblick gewöhnt.
Und deshalb ist der Anblick für uns extrem anziehend.
Wir und noch ein anderes Auto bleiben stehen und beobachten das Feuer.
Es ist extrem heiß.
Das trockene Laub knistert und der Wind überträgt kleine Funken auf trockenes Oberlaub. Auch das brennt. Erstaunlicherweise werden die größeren Bäume nicht entzündet. Und so brennen im Wesentlichen nur das Grass und die Büsche ab. So, als würde jemand den Wald gefegt haben.

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Am Timber Creek Roadhouse legen wir dann eine längere Pause ein.
Hier haben wir auch im letzten Jahr schon Pause gemacht.
Uns gefällt es hier. Es stehen viele Tisch-Bank-Kombinationen bereit, wo nicht nur wir unter dem Schutz der Baumkronen lunchen.

Knapp sechs Stunden nach dem wir Katherine verlassen haben, erreichen wir die Grenze zwischen Northern Territory und Western Australia.
Wie auch im letzten Jahr müssen wir uns einem kurzen Kontrollblick durch den Grenzbeamten unterziehen. Denn es gilt ein strenges Einfuhrverbot unter anderem von Obst und Gemüse. Aber auch die Einfuhr von Honig ist untersagt.
Bei aller Strenge werden wir als Nichtcamper dennoch recht schnell durchgewunken.

Das Beste an dieser Grenze ist allerdings das Zeit-Geschenk.
Denn beim Grenzübertritt aus Northern Territory nach Westaustralien darf man seine Uhr anderthalb Stunden zurückdrehen.
Ganz plötzlich ist es statt fünf Uhr nun halb vier.
Ist das nicht toll?

Bis Kununurra sind es knapp dreißig Kilometer und so erreichen wir kurz nach vier unsere Bleibe für die nächsten vier Tage, die Freshwater East Kimberley Apartments.
Wir erhalten das Apartment C2.
Diese Anlage habe ich für dieses Jahr ausgewählt, weil wir im letzten Jahr so zufrieden waren.
Doch als wir die Tür öffnen, kommt uns jetzt ziemlich muffiger Geruch entgegen.
Puh...
Doch das Durchlüften reicht nicht aus. Rainer holt aus der Rezeption ein "Gutriecher-Spray". Damit sprayen wir alle textilen Möbel ein und hoffen, dass sich der Geruch etwas bessert.

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Nun geht's noch zu Cooles, um Salat und ein paar Steaks für das heutige Abendbrot zu kaufen.
Noch bevor die Sonne untergeht - und die geht hier durch die Zeitverschiebung noch früher unter - geht Rainer in den Park am Lilly Creek Lagoon und macht fantastische Aufnahmen der Umgebung.

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Den Tag beenden wir am BBQ.
Es gibt eine Art Terrasse, auf der sich große Tische und Stühle befinden.
Und es stehen drei saubere Gas-BBQ's zur Verfügung. Daneben ist ein Waschbecken, wo man gleich das Geschirr säubern kann.
Es gibt sogar einen kleinen Mini-Garten, wo man frische Kräuter pflücken kann.
Alles sehr komfortabel und in sauberem Zustand.

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Obwohl wir heute einen relativ langen Reisetag hatten, fühlen wir uns gut und genießen den Abend bei selbstgegrillten Steaks und Wein.