• Nubra Valley  
    Tag 6

Highlights des Tages

Route of the Day

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Die heutige Route im Überblick ...

Yarab Tso

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Ein heiliger See an dem man sich etwas wünschen darf ...

Ensa Gompa

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Hoch oben liegt dieses alte Kloster. Mit der besten Aussicht überhaupt ...

Lchang Nang Retreat

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Ein außergewöhnlich schöner Ort voller Ruhe. Genial zum Erholen und Entspannen ...

Samstanling Gompa

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Eines der schönsten Kloster im Nubra Valley ...

Sumur, Yarob Tso & Ensa Monastery im Nubra Valley

Der heutige Tag soll kein Reisetag werden. Geplant ist nur ein Ortswechsel von Hundar nach Sumur, einem Ort am Nubra River. Die Entfernung beträgt etwa 45 Kilometer.

Ein letzter Blick aus dem Fenster.
Wir beide mochten diesen Ausblick auf das wirklich mächtige Massiv nur wenige Meter vom Hotel entfernt. Normalerweise findet man eine Wand vor dem Kopf negativ 😉. Doch wie immer gibt es: "Ausnahmen bestätigen die Regel"

Stone Hedge in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
Stone Hedge in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Halb Zehn checken wir aus. Nazir kümmert sich um das Gepäck und wir machen noch ein paar abschließende Aufnahmen vom Hotel aus der Frontperspektive. Dazu war bisher nämlich noch keine Gelegenheit.
Das Stone Hedge ist ein tolles, neues und im westlichen Stil gehaltenes Hotel. Definitiv bekommt es die volle Empfehlung.

Während ich noch auf Rainer warte, sehe ich gegenüber dem Hotelgelände (die Grenze ist nicht wirklich definiert) zwei Frauen. Sie Mauern eine Wand. Beim näheren Hinsehen, wird mir klar, dass es sich um Mutter und Tochter handelt. Die Tochter schleppt immer mehrere, übereinander gestapelte Ziegelsteine von einem etwa 30 Meter entfernten Platz.
Dort kauern der Sohn und Vater. Beide fertigen diese Ziegelsteine.
Es ist berührend. Klar, unsere Kinder haben uns auch immer geholfen. Aber abgesehen von den Umständen, wie sie hier arbeiten, hätten wir nicht zugelassen, dass unsere Tochter diese schweren Steine schleppt. Eine Schubkarre haben sie offensichtlich nicht.
Die zwei Frauen lassen sich fotografieren.
Und ich habe schon fast en schlechtes Gewissen. Wohl wissend, dass Frauen bei uns solch eine schwere Arbeit niemals verrichten müssen.

Women at Work in Ladakh,Indien,born4travel.de
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# Heutige Route

Die Route für den Tag im Überblick:
Gefahrene Strecke: etwa 45 Kilometer

Map of the day - Shyok Valley, Ladakh, Himalaya,Indien,born4travel.de

Bis Diskit gibt es nix Aufregendes. Der gestrige Tag ist schon landschaftlich kaum zu toppen.
Die Leh-Hundar Road verläuft entlang der ausgedehnten Sanddünen. Im spätmorgendlichen Licht sehen sie wesentlich beeindruckender und größer aus als vorgestern am Nachmittag. Vielleicht aber waren wir so geflashed von der Fahrt über den Khardung La.

Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de
Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de
Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de
Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de
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Weit hinter Diskit ist der ultimative Standpunkt, um den besten Blick in beide gigantischen Täler zu haben. Hier müsste man sich einen Campingstuhl aufstellen und eine ganze Weile hier verbringen, um zu erfassen, was man sieht. Aber diese Parktasche, die so groß ist, dass gerade einmal zwei oder drei Autos Platz finden, befindet sich an einer Abbruchkante und außerdem in der Kurve. Alles muss ziemlich schnell gehen:
Aussteigen - Foto machen - weiterfahren.
Es ist ein beliebter Vista Point, den viele nutzen wollen.

Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de
Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de

Es folgt der Abzweig der uns erst über das ausgetrocknete Flussbett des Shyoks führt.

Die gigantische (meine Lieblingsbeschreibung für die Landschaft in Ladakh) Entfernung bis zum anderen Ufer ist auf den ersten Blick nicht wahrnehmbar. Auch wenn wir live im Auto sitzen.
Eigentlich sehe ich keine Straße, die über das Flussbett führt. Nazir zeigt es uns:
Die dünne Linie ist die Straße. Und die Punkte sind die Autos.
Tatsächlich sind auch LKW's unter ihnen!

Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de

Das ist der Blick aus dem Flussbett in Richtung der Gabelung an dem das Shyok Valley(links) auf das Nubra Valley(rechts) trifft.
Stehen bleiben ist hier keine Option.
Ich muss aus dem fahrenden Auto fotografieren 😐

Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de

Bei diesem Bild ist eindeutig die Wolke rechts oben der Hauptakteur!

Nubra Shyok Valley in Ladakh,Indien,born4travel.de

Zuletzt bringt uns eine klapprige Brücke auf die andere Seite. Eine neue Brücke ist auch schon im Bau.
Wieder sieht man keine Kräne oder andere Hilfsmittel. Alles - aber auch alles ist Handarbeit. Fünf oder mehr Meter lange Stangen - und das im Pack - tragen drei Männer. Frauen verrichten auch hier Schwerstarbeit. Schon beim Zusehen bekomme ich Rückenschmerzen! Am Straßenrand sammeln sie große Steine und positionieren diese haufenweise. Dann werden die Steine in eine Art Mischer getan. Was dann damit passiert, weiß ich nicht. Denn wir fahren weiter.

Ich frage Nazir, woher die Menschen sind, denn sie sehen anders aus als die Ladakhis. Alle haben auch eine wesentlich dunklere Hautfarbe. Ihre Gesichter sind auffällig ausgemergelt. Fast ausschließlich alle tragen einen Anorak. Und das bei etwa 20°C.
Dabei muss man wissen, dass diese 20°C bei klarem Himmel von uns wesentlich wärmer empfunden werden. Schließlich befinden wir uns bei 3.000 Meter Höhe.
"Es sind Nepalesen oder auch Menschen aus Bihar" erfahre ich. Bihar zählt zu den ärmsten Bundesstaaten Indiens.

Women at Work in Ladakh,Indien,born4travel.de
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Als erstes erreichen wir Sumur, auch Somoor geschrieben. Hier befindet sich auch unsere heutige Bleibe. Doch zum Einchecken ist es noch viel zu früh.
Deshalb fahren wir weiter und visieren die für den heutigen Tag geplanten Sehenswürdigkeiten an. Ohnehin sind die nicht so üppig in diesem Tal. Die Straße gleich hinter der ersten Brücke, die den Nubra River überquert, ist für uns Ausländer geschlossen. Was es da hinter noch zu sehen gibt, das wissen wir nicht. Es gibt auch kein Permit, das uns die Weiterfahrt erlauben würde.

Women at Work in Ladakh,Indien,born4travel.de

Somit sind die Highlights in diesem Valley nur endlich.
Von der Nutzung der Hot Springs in Panamik rät praktisch jede Quelle im Netz ab. Zu dreckig und zu unhygienisch.
Es bleiben also noch der Besuch des Yarab Tso (Tso heißt See in Ladakhi), der Ensa Gompa und der Samstanling Gompa. Letztere befindet sich bei uns im Ort.

# Yarab Tso

Mitten im fast ausgetrockneten Flussbett des Nubra befinden sich zwei Berge. Wie zwei Halbschalen umschließen und verdecken sie den Blick auf den See. Ganz seltsam. Sie wirken wie zwei aneinander gepresste Hände in deren Kehle das Wasser gefangen ist.
Es ist ein Süßwasser-See.
Der Yarab Tso (auch Lohan Tso oder Terisha Tso genannt) ist für Buddhisten ein heiliger See. Deshalb wird gebeten - trotz des einladend klaren Wassers - hier nicht zu baden oder zu schwimmen.

Mit dem Auto fahren wir den Pfad im Flussbett so nah wie möglich an die Berge.
Weiter geht es nun zu Fuß.
Von der Existenz dieser Attraktion muss man auch an diesem Ort wissen.
Ich denke, wir gucken so ziemlich verwirrt. Denn es gibt kein Hinweisschild.
Wo soll der See sein?
Im Netz habe ich von einer leichten und nicht anstrengenden Wanderung gelesen.

Nazir deutet an, dass ich meine festen Schuhe anziehen soll und dann wandern wir los. Er geht mit uns bis hinter diese erste Berghälfte und kehrt um. Hier beginnt für uns ein leicht ansteigender Weg. Der ist nicht wirklich anstrengend. Die Tatsache, dass wir noch nicht vollkommen adaptiert mit dieser dünnen Luft sind, ist alles was anstrengend ist.

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Nach etwa 10 Minuten erreichen wir die höchste Stelle und bekommen den freien Blick auf den Yarab Tso. Weitere fünf Minuten später stehen wir am See.

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Blick zum Flussbett

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Blick zum Yarab Tso

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Wir sind nicht alleine hier. Noch weitere fünf Personen spazieren am Ufer entlang.
Der See ist fast kreisrund. Beim Anblick des Wassers verspüre ich keine aber auch absolut keine Lust hier zu baden. Vermutlich gehen hier nur Gläubige (heimlich) in den See. Es ist ja ein "Heiliger See".
Nun gut. Mich beeindruckt viel mehr die Tatsache oder das Wissen, dass dieser See mitten in einem Flussbett liegt. Dieses ist zwar momentan trocken. Aber dies soll nicht immer so sein.

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Nach einer Viertelstunde trete ich den Rückweg an. Wieder geht es erst bergauf, bevor der Abstieg beginnt. Vom Scheitelpunkt hat man eh den besten Aus- und Überblick.
Den Rückweg zum Auto nutze ich zum Füße kühlen. Ich wate im kleinen Rinnsal des Nubra und kann später behaupten: "Ich weiß wie sich der Nubra River anfühlt".

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Hier findet gerade eine Fotosession statt.
Wie malerisch vor dieser Kulisse. Das rote Gewand ist die perfekte Farbe, die hier noch fehlt.

Yarab Tso in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Der weitere Weg sieht dann so aus:

Yarab Tso to Takshan in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Hier stand wohl das Matterhorn Modell 🤔

Yarab Tso to Takshan in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Und hier waren wohl auch schon Australiens Aborigines am Werk?

In Takshan, westlich des Yarab Tso, befindet sich die Brücke, die es erlaubt, die Seite zu wechseln. Diese Straße fahren wir gen Osten so lange bis die Auffahrt zum nächsten Tagesordnungspunkt, zur Ensa Monastery führt. Aber Nazir war schon viele Jahre nicht mehr hier und so findet er die Auffahrt nicht gleich. Bis vor einigen Jahren gab es eh keine Straße zum hochgelegenen Kloster. Es bedurfte eines Wandertages. Denn so lange hat man bis oben und wieder zurück gebraucht.
Und sorry wenn ich das so schreibe, aber in dieser Sache gibt es wohl kaum einen Unterschied zwischen den Männern dieser Welt: Nach dem Weg zu fragen, ist die allerletzte Option!
Quintessenz: Wir kehren um. "Maps.me" ortet uns schon viel zu weit entfernt vom Ziel.
Die Auswahl der möglichen Straßen ist endlich. Ein Glück auch!
Der nächste Versuch führt uns zu einer hoch gelegenen Plattform. Hier parken wir.

# Ensa Gompa

Die Ensa Monastery ist ein sonderbarer Ort. Hoch oben gelegen wird das etwa 800 Jahre alte Kloster von nur einem Mönch betreut.

Die Aussicht ist - selbst vom Parkplatz - faszinierend.

Ensa Gompa in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Ensa Gompa in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Am hochgelegenen Parkplatz beginnt ein ziemlich primitiver, serpentinenartiger Wanderweg, der nur Schwindelfreien zu empfehlen ist. Das Klostergebäude kann man allerdings von vom Parkplatz aus sehen. Mich reizt absolut gar nichts, da hoch zu laufen.
Rainer braucht sein Workout. Und wandert hoch zum Kloster.
Nazir verlässt das Auto und kauert sich unter einen Felsen, der ihm Schatten spendet.
Und Ich? Ich gehe etwas an der Abbruchkante spazieren, fotografiere und dann nehme ich mir den Laptop und beginne meinem Reisebericht zu schreiben. Ich beginne mit dem Tag 5. Dem Tag, der mich am meisten beeindruckt hat auf der bisherigen Reise.

Eine halbe Stunde später ist Rainer wieder zurück. Er bringt erstaunlich interessante Fotos mit.

Auf den beiden ersten Fotos sieht man die zwei halbschalenförmigen Felsformationen in deren Mitte sich der Yarab Tso befindet.

Ensa Gompa in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Ensa Gompa in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Jetzt da wir die Ensa Gompa besucht haben, haben wir den Blick und entdecken von der gegenüberliegenden Uferseite des Nubra Rivers das Kloster.
Man muss schon stehenbleiben und die Augen schärfen, um es zu sehen.
Unvorstellbar unter welchen Bedingungen und mit welchem menschlichen Aufwand das Kloster gebaut wurde. Schließlich gab es vor 800 Jahren noch keine Autos!

Aufnahmen von der gegenüberliegenden Seite. Normal und mit starkem Zoom.

Ensa Gompa in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Nun geht es wieder zurück nach Sumur.

# Lchang Nang Retreat

Wir checken im Lchang Nang ein. Es ist eine Bungalowanlage auf einem riesigen Areal. Alle Gräser und Blumen haben die volle Freiheit zu wachsen wie sie wollen. Dazwischen führen Wege mit Kieselsteinen oder teilweise belegt mit Gehwegplatten. Also eher naturbelassen. Aber nicht ungepflegt.
Wir werden zu unserem Bungalow geführt. Nr. 12 ist unseres.
Die Ausstattung ist recht westlich gestaltet. Der Hauptraum und das Bad sind sehr großzügig gestaltet. Die Deckenhöhe ziemlich hoch. Es gibt fast bodentiefe Fenster und über die hintere Tür gelangt man in seinen privaten Garten mit Gartenmöbeln. Alles in allem recht schön.
Am besten allerdings ist die Sicht aus dem Fenster - und natürlich auch aus dem Bett. Die ist außergewöhnlich. Wir haben aber auch echtes Wetterglück.
Wir gönnen uns eine Pause vom Sightseeing.
Im Zimmer befinden sich Tassen und eine Auswahl an Tee. Doch es gibt keinen Wasserkocher. Aber das stört nicht. Keine zehn Minuten später bringt uns jemand zwei Kannen Tee.
Rainer setzt sich mit seinem Tee in den Garten und liest Zeitung. Und ich bin jetzt angefixt vom Reisebericht schreiben. Ich muss jetzt meine Erlebnisse auf der Reise festhalten. Es haben sich zu viele Gedanken angestaut, die festgehalten werden wollen. "Brühwarm aufgeschrieben" sozusagen.

Lchang Nang Retreat, Sumur in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Gegen Vier treffen wir am Eingang Nazir.
Er ist schon ganz gespannt, was wir von dem Hotel halten und wartet eigentlich auf totale Begeisterung. Es soll eins der schönsten und besten Hotels weit und breit sein.
Hm. Schwierig ihm die Illusion zu nehmen.
Retreat heißt ja Rückzug. Und zurückziehen kann man sich hier definitiv. Die Location und das gesamte Areal strahlt Ruhe aus. Hier müsste man länger bleiben. Einfach nur um "runter zu kommen". Ganz ohne irgendwelche Besichtigungen. Weg von Social Media. Weg vom Rest der Welt. Dafür ist dieser Ort absolut geeignet.
Die Zimmerausstattung des Stone Hedge hat uns eigentlich besser gefallen.
Wir laden Nazir ein, um mit uns in den Bungalow zu kommen. Aber Nazir lehnt ab. Also verpacken wir die Beschreibung so, dass er nicht enttäuscht ist.

Bis zur Samstanling Gompa benötigen wir etwa zehn Minuten. Vor dem Parkplatz treffen wir auf eine deutsche Reisegruppe. Alle älteren Semesters. Und ich frage mich, warum sie so laut sein müssen. Sie stehen doch alle nebeneinander!

Samstanling Gompa, Sumur in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

# Samstanling Gompa

Das Kloster ist erst etwa 160 Jahre alt.
Es gibt mehrere Räume zu besichtigen, denn das zum Kloster gehörende Areal ist sehr großzügig. Etwa 60 Mönche leben hier. Und die sind sehr freundlich.

Samstanling Gompa, Sumur in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Der offene Hof ist das erste, was man sieht, nachdem man die Treppen bewältigt hat. Obwohl mein Sättigungsbedarf an Klöstern fast schon erschöpft ist, gefällt mir das Kloster wieder einmal gut. Alles ist sehr sauber. Und die Aussicht vom Platz ist spektakulär.

Wir stromern durch das Kloster fast ganz allein. Die anderen Besucher und diese Reisegruppe stehen immer noch im ersten Raum.
Neben dem Klostergebäude befinden sich die Wohnräume der Mönche. Einige sitzen bei diesem wunderbaren Wetter vor ihrer Behausung und unterhalten sich wie Du und ich bei einem Kaffeepäuschen. Und ja wir dürfen sie auch fotografieren. Zugegeben. Ihre rote Kleidung ist aber auch sehr fotogen und macht sich auf jedem Bild gut😉

Samstanling Gompa, Sumur in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de
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Samstanling Gompa, Sumur in Nubra Valley,Ladakh,Indien,born4travel.de

Das Abendbrot nehmen wir im Hauptraum ein.
Das Angebot an Speisen ist recht dürftig und qualitativ fällt es im Vergleich zum gestrigen Dinner ziemlich ab. Es ist nicht wirklich lecker. Aber vielleicht sind wir bisher zu sehr verwöhnt worden.
Außerdem gibt es hier große Probleme mit der Stromversorgung. Immer wieder sitzen wir für mehrere Sekunden im Dunkeln.
Der Weg zum Bungalow ist nur anfangs beleuchtet. Dann muss das Smartphone als Taschenlampe her.
Auch im Bungalow flackert das Licht. Ist nicht dramatisch. Die Hauptsache unsere Batterien bekommen über Nacht genügend Strom, um unsere Geräte betreiben zu können.

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