• Tag 20

Highlights des Tages

pachinko

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Eine Halle voller Gelspielautomaten. Es ist höllisch laut und verraucht ...

Good NEWS !

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Eine Halle voller Gelspielautomaten. Es ist höllisch laut und verraucht ...

Urlaubstag 3+: warten auf den Abflug

Die erste Amtshandlung heute früh: e-Mails checken.
Juhu. Langsam kommt Bewegung in die ganze "Schose".

lufthansa,Eyjafjallajökull,Tōkyō

Mittlerweile macht es mir aber auch kein Spaß mehr hier zu sein, wenn Rainer Japan nicht mehr genießen will. Irgendwie ist alles etwas nervenaufreibend. Ich frage mich aber auch warum eigentlich?

Im Frühstücksraum gibt es unter den Europäern nur noch ein Gesprächsthema. Offensichtlich haben die anderen Airlines "ihren Gestrandeten" noch kein Startsignal für eine evtl. Freigabe des Luftraums über Europa gegeben.
Wir teilen den anderen unsere Neuigkeiten mit.
Jemand der mit Austrian Airlines hier ist, wirft schon seine Bedenken in's Gespräch. Denn ein Freund hat von zu Hause aus versucht einen Platz für ihn zu reservieren. Dieser liegt in etwa einer Woche.
Hm.
Jetzt heißt die Devise: ruhig bleiben. Wir sind voller Hoffnung, daß es bald losgehen wird.

Wieder einmal schüttet es wie aus Kannen..
Also jetzt gehen mir auch die Ideen aus.
Museum, Ausstellung.?
Ach nö.
Wir fahren noch einmal nach Ueno. Trödeln noch etwas auf dem Ameyokomarkt. suchen nach geeigneten Geschenken für unsere Nachbarn, die sich um unseren Briefkasten zu Hause kümmern. aber wie es immer so ist, findet man noch hier und da die eine oder andere Kleinigkeit, die man selbst gut "gebrauchen" kann.

ameyoko,Tōkyō
ameyoko,Tōkyō

Ja und sonst?
Wenn man nach 20 Tagen denkt, man hat schon alles "durchfotografiert". Dann fallen einem ganz zufällig noch lustige Schilder auf.
Denn während wir die öffentliche Toilette besuchen sehe ich, daß es hier sogar einen Lageplan gibt. Abgesehen davon, daß die Toiletten in Japan immer sehr sauber sind und ganz viele Schilder für Anweisungen aller Art Platz ist, sind diese vollautomatisiert. Das heißt sie haben einen beheizbaren Deckel, ein eingebautes Bidet für "Unterbodenspülung" und bei Bedarf kann man auch noch Musik einschalten, damit die anderen nebenan nicht von ungewollten "Tönchen" gestört werden. Na gut. Letzteres ist nicht überall zu finden. Aber hier am Bahnhof Ueno befindet sich so eine Toilette.

pachinko,Tōkyō

Hier wird nichts dem Zufall überlassen!

# Pachinko

In der Näher vom U-Bahnhof befindet sich eine Pachinko-Spielhalle. Hier ist der Eintritt erst ab 18 Jahren gestattet. Es ist unvorstellbar laut und die Luft verraucht. Erwachsene Menschen sitzen vor Automaten, lassen Millionen von Kügelchen durch den Automaten schnipsen um virtuelle Entchen vom See zu schupsen. Oder eine Fee zu verzaubern. Oder... oder... oder.
Es ist knacke voll und jeder Platz ist besetzt.
Es wird geraucht und die Luft ist zum Schneiden.
Die Stühle sind mit kitschigsten "Kinderbezügen" bespannt.
Mannomann Ich krieg mich gar nicht wieder ein

Die Angestellten bringen immer wieder neue etwa 20 x 30 cm große und etwa 6 cm hohe Kunststoffkörbchen gefüllt mit neuen kleinen Kügelchen...
Ich bin vor allem geschockt über die primitiven Spielchen und die ernsten Gesichter der Spieler.
Ich kann mich nicht beherrschen vor Zynismus und natüüürlich muß ich das fotografisch festhalten.
Japaner sind eigentlich selbst fotogeil und fotografieren alles und überall. Deshalb habe ich auch gar keine Skrupel hier Fotos zu machen. Und es reagiert auch keiner.
Bis. Ja, bis jemand vom Service kommt und bittet das zu lassen.
Die Betroffenen dagegen wehren sich dagegen nicht, dann müßten sie sich ja bewegen aber sie sitzen da wie anbetoniert!

pachinko,Tōkyō
pachinko,Tōkyō
pachinko,Tōkyō

Auf dem Weg nach Hause hört es auf zu regnen und wir gehen das letzte Stück von "Mitske" zu Fuß...
machen Halt in "unserem" Nami-Restaurant, wo wir früher zu Mittag gegessen haben.
Doch es ist keine Mittagszeit mehr.
Denn zur Mittagszeit ist hier in "Mitske" so richtig 'was los.

Schick geschniegelte Business-Typen, Angestellte in ihren kleinen Kostümchen tippeln zu einem "Bento Kiosk" oder in ein Restaurant. Und so sitzt man als "Gaijin" (Fremder) in der Menge und beobachtet das Geschehen:
Ein Businessman kommt rein gibt irgendwelche Zeichen und der Kellner nimmt diese Bestellung schon vom Weitem auf und ruft in die Küche: "Nami dääääß !!!" (Nami desu = Nami bitte).
Dabei serviert er schon Sekunden später einen Becher voller heißen, grünen Tee. Wird das Essen serviert, schaufelt Mann in Hochgeschwindigkeit extrem heißes Essen in den Mund. Zum Atmen bleibt da kaum noch Zeit.
Dann wird schnell bezahlt, meist an der Kasse am Ausgang, um flugs wieder im Büro zu sein.
Das kann man Tag für Tag zur Mittagszeit hier beobachten.

Aber wir sind außerhalb dieser Rush Hour. Und so ist es eigentlich etwas langweilig.
Rainer nimmt heute aber kein Nami sondern Katsudon und Reis mit Ebis (Schrimps) und ich eine dieser leckeren Nudelsuppen, genannt: Ramen.

# Good News

Als wir am späten Nachmittag im Zimmer ankommen, finden wir diese Nachricht vor:

lufthansa,Eyjafjallajökull,Tōkyō

"we try to fly you out"
Na das ist doch mal eine Nachricht.
Wir packen jetzt endgültig, suchen uns eine Verbindung nach Narita aus, beobachten natürlich die gesamte Zeit die neuesten Nachrichten.
Jetzt sind wir ganz optimistisch, daß es nun morgen los gehen wird!
Daß wir aus München nicht weiterkommen könnten, das macht uns gar keine Sorgen.
Obwohl wir immer wieder in den TV-Nachrichten Menschen "all over the world" sehen, die bestenfalls auf Liegen campieren aber auch unzählige auf den unbequemen Sitzreihen bzw. einfach auf dem Boden ihr Lager aufgebaut haben.
Da geht es uns hier super gut: wir schlafen in einem "richtigen Bett", können gepflegt duschen und gehen essen was und wo wir wollen.

Ok.
Wir sind gespannt, was uns morgen erwarten wird!