• Philadelphia 
    Tag 2

Highlights des Tages

City hall

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Das Rathaus von Philadelphia ist das größte Verwaltungsgebäude der USA. ...

Independance HP

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Ein historischer Stadtteil im Zentrum der Stadt, in dem alle bedeutenden historischen Stätten zusammengefasst sind. ...

Museum of art

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Das Museum eröffnete 1877 und beherbergt bedeutende Gemälde und Kunstwerke aus den USA, Asien, Europa und Lateinamerika. ...

REAding terminal Market

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Der Bauch Philadelphias ...

Baltimore

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Baltimores Hauptattraktion ...

... Philadelphia in sechs Stunden

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Kurz nach 6am werde ich wach.
Ich kämpfe mich durch die Vorhänge...
Die Sonne beleuchtet die obere Front der Hausfassade.
Keine Ahnung um welches historische Gebäude es sich hierbei handelt. Es sieht jedenfalls faszinierend und reich verziert aus.

Bei facebook bekomme ich ein paar Tipps, was man sich in der Stadt anschauen kann.
In der Rezi des Hotels hole ich mir noch zusätzlich einen Stadtplan und ein Exemplar "WHERE".
Während der Rest noch schläft erarbeite ich einen groben Tagesplan.

Mittlerweile weiss ich auch, dass das Gebäude, das wir aus unserem Fenster sehen, die City Hall ist. Es sieht gigantisch aus!

Kurz nach acht Uhr nehmen wir im Hotelrestaurant das Frühstück ein.
Ich mag eigentlich diese Art Frühstück nicht.
Teller, Besteck und Becher sind Einmalgeschirr. Es gibt Rührei, Würstchen, Kartoffelecken, Cerealien und Waffeln zum Selbstzubereiten. Auch etwas frisches Obst wird angeboten.
Es ist eher das Niveau: Essen fassen - Bauch füllen.

Die folgenden Fotos sind Aufnahmen unseres Hotels, die ich zu verschiedenen Tageszeiten gemacht habe.
Beeindruckend ist besonders die wunderschöne Fassade, die teils mit Stuck verziert ist, teils wurden Wandmalereien aufgetragen.

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Nach dem Auschecken bringen wir unsere Koffer ins Auto, das im Parkhaus bei Macys steht.
Und dann endlich erkunden wir Philadelphia.

Philadelphia - About

Philly, wie Philadelphia auch liebevoll genannt wird, ist die fünftgrößte Stadt der USA und der zweitgrößte Ballungsraum an der Ostküste.
Bundesstaat: Pennsylvania
Lage: Ostküste der USA

Philadelphias Motto "Amerika starts here" beruht auf der Tatsache, dass am 4. Juli 1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA, also die Trennung von Großbritannien, in Philadelphia beschlossen und unterzeichnet wurde. Somit nimmt man in Anspruch die Stadt als Geburtsort der Vereinigten Staaten von Amerika bezeichnen zu dürfen.
Philadelphia steht im Griechischen für "Stadt der brüderlichen Liebe".
Der größtenteils von Thomas Jefferson verfasste und vom Zweiten Kontinentalkongress verabschiedete Text stellt die Gründungsurkunde der USA dar und ist eines der wirkungsmächtigsten Dokumente der demokratischen Staatsphilosophie.
Mit der Trennung von Großbritannien läutete die berühmte Freiheitsglocke eine neue Ära ein.
Hier wurde 1731 die erste Leihbücherei der USA gegründet.
Hier wurde 1740 die viertälteste Universität der USA, die University of Pennsylvania, von Benjamin Franklin gegründet.
Auch entstand hier 1790 die erste Börse auf amerikanischem Boden.

Die Stadtgründer planten Philadelphia zur grünen Oase aufblühen zu lassen. Doch es kam anders. Die Schwerindustrie ließ sich hier nieder.
Erst in den 1990er Jahren besann man sich und sanierte den Stadtkern.
Hier entstand der Independence National Historical Park (INHP), sozusagen ein historischer Stadtteil im Zentrum der Stadt, in dem alle bedeutenden historischen Stätten zusammengefasst sind.

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Auch ist Philadelphia der Geburtsort vieler interessanter Persönlichkeiten.
Hier wurde zum Beispiel William Wrigley geboren, dessen Firma zu den erfolgreichsten Kaugummifabriken zählt.
Das heutige Macys in Philadelphia - ehemals Wannamaker's - ist der Geburtsort der "Department Stores".

Die Außentreppe des Kunstmuseums ist weltbekannt geworden durch das Boxer-Epos „Rocky“, auf der der Hauptdarsteller, Silvester Stallone, seine Trainingseinheiten absolviert hat.
Und nun gehört es zum guten Ton es "Rocky" gleichzutun und die Treppe als Trainigsareal zu nutzen. Egal ob Mann oder Frau

Los geht's.

Das Wetter ist perfekt.
Unser erster Anlaufpunkt:

City Hall

# City Hall

Die City Hall von Philadelphia wurde zwischen 1871 und 1901 erbaut und ist das größte Verwaltungsgebäude der USA.
Das Gebäude steht genau in der Mitte der wichtigsten Verkehrsadern, der Market und Broad Street.
So ist sie fast immer sichtbar.
Bis 1988 war das Rathaus auch das höchste Gebäude von Philadelphia.
Denn kein Gebäude sollte und durfte höher sein.
Der Statue des Stadtgründers William Penn, die die Spitze bildet, sollte der unverstellte Blick nicht beeinträchtigt werden.

Leider ist sie heute, am Samstag für Besucher geschlossen.
Ok. Wir durchqueren Das Gebäude über den Innenhof.
Hier sitzen Straßenmusiker und beschallen den Innenhof mit ihrer Musik.

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Auch wenn wir die City Hall nur von außen sehen konnten. Es war sehenswert und die Außendekoration ist beeindruckend.

Der großzügig gestaltete Platz vor der City Hall auf der Westseite nennt sich Dilworth Park. Moderne Bodenfontänen, kleine Pools und Glasflächen zieren den Platz.

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Das nächste Ziel ist der Love Park, der eigentlich John F. Kennedy Plaza heißt.
Als wir die Baustelle, wo eigentlich dieses Love Zeichen stehen sollte, als Kennedy Plaza identifizieren, bin zumindest ich sehr enttäuscht.
Das gehört einfach zum must-have im Portfolio! Aber das wird wohl nix.
Außer einem Hinweis, dass die gesamte Parkfläche bis September restauriert wird, gibt es keinen Tipp, wo sich diese Skulptur momentan befindet.
Ok. Ist nicht so dramatisch.
Denn Downtown Philadelphia kann mit genügend anderen interessanten und imposanten Skulpturen aufwarten.
Und so lassen wir uns treiben. Schlendern den Benjamin Franklin Parkway bis zum Logan Square und sammeln Eindrücke dieser Stadt.

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Impressionen vom Benjamin Franklin Parkway:

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Egal wo man hinsieht, die City Hall sieht man fast immer. Schließlich steht das Rathaus mitten in Downtown.

Anlässlich des katholischen Weltfamilientreffens 2015 besuchte Papst Franziskus Philadelphia. Das Philadelphia Museum of Art hat in Partnerschaft mit dem Verband für öffentliche Kunst die Installation von Robert Indianas AMOR initiiert. Die Skulptur überblickte die Päpstliche Messe auf dem Benjamin Franklin Parkway.
AMOR - heißt "Liebe" sowohl im spanischen als auch im traditionellen Latein, der Sprache des Papstes Franciskus.

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Daneben steht die Saint Peter&Paul Kirche, erbaut 1846-1864. Sie ist die größte katholische Kirche in Philadelphia.
Papst Johannes Paul II hat hier 1979 und Papst Franziskus im Jahr 2015 eine Messe gehalten.

Cathedral Basilica of  Saints Peter & Paul, Katholoische Kirche,philadelphia,sylwiabuch.de
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Der Logan Park befindet sich mitten auf dem Benjamin Franklin Parkway. Der Hingucker ist der wunderschöne Springbrunnen, die Swann Memorial Fountain.
Die Indianerfiguren symbolisieren die drei bedeutenden Wasserwege der Stadt:
Delaware River - Schuykill River - Wissahickon Creek.

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Hier angekommen nehmen wir den Phlash-Bus.
Dieser verbindet die wichtigen Highlights Philadelphias.
Die Busse sind an ihrer sehr auffälligen purpelfarbenen Lackierung leicht zu erkennen.
Eine Ganztageskarte kostet 2017 nur 5 USD. Die Einzelfahrt 2 USD.
Kinder unter 4 Jahren und Senioren fahren kostenlos mit.

Und so sieht der Plan aus:

Phlash, philadelphia,sylwiabuch.de
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Man beachte die Form der Stempel

Wir fahren erst einmal bis zum anderen Ende der Buslinie, zur Marina am Delaware River.
Es ist irgendwie eine Art Sightseeingtour. In aller Ruhe kann man sich die verschiedensten Gebäude und Skulpturen im Vorbeifahren anschauen.

Am Penn's Landing ist Endstation.
Hier haben wir einen zehnminütigen Aufenthalt und nutzen den, um uns hier umzusehen.

Penn's Landing soll der Ort sein, an dem 1682 Penn's Boot an Land gegangen ist.

Doch hier ist nicht viel los.
Um nicht zu sagen, hier ist so gar nichts los.
Nun ja. Auch nicht schlimm, denn wir haben eh nicht so viel Zeit, um noch ein Highlight ins schon viel zu voll gepackte Programm aufzunehmen.
Hier ein paar Schnappschüsse:

Penn's Landing,philadelphia,sylwiabuch.de
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Independence

# Independence - National Historical Park

Das Highlight im historischen Teil Philadelphias ist der Independence National Historical Park.
Hier ist das geschichtliche Zentrum. Hier wurden die Verträge unterschrieben, die die Loslösung von Großbritannien und damit die Gründung der Vereinigten Staaten ermöglichten.
Es stehen etwa vierzig Gebäude zur Verfügung, die man besichtigen kann.

Heute ist Sonntag.
Auf der Wiese findet eine Party statt.
Musik dröhnt aus den Lautsprechern.
Haben wir bis jetzt ein Philadelphia erlebt, das fast menschenfrei war, erleben wir hier das Gegenteil.
Die Liberty Bell, die Freiheitsglocke, die bei der ersten öffentlichen Verlesung der Unabhängigkeitserklärung von 1776 erklang, scheinen gerade jetzt alle sehen zu wollen. Um die Glocke, die in einem Pavillon steht, mit den eigenen Augen sehen zu können, müßten wir uns mindestens dreißig Minuten in eine Warteschlange einreihen.
Das schenken wir uns jetzt.
So ein großes Bedürfnis an der Glocke zu stehen, besteht bei keinem von uns.

Wir schauen uns noch auf dem guten und informativ angelegten Gelände und im Information Center um.
Doch überall sind Menschenmassen unterwegs.
Wir begründen das mal mit dem verlängerten Wochenende, aufgrund des Memorial Days.

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Wir nehmen wieder den Phlash-Bus und fahren zum Philadelphia Museum of Art.

View from Museum of Art

# Philadelphia Museum of Art

Das Philadelphia Museum of Art liegt in einer Parkanlage am anderen, am nordwestlichen Ende der Stadt.
Das Gebäude selbst steht majestätisch auf einer Anhöhe und vom Plateau des Vorderausgangs hat man einen weitläufigen Blick auf die Skyline und das Stadtzentrum.

Das Museum eröffnete 1877 und beherbergt bedeutende Gemälde unter anderem von Rubens, Renoir und van Gogh sowie Kunstwerke aus den USA, Asien, Europa und Lateinamerika.

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Aber zuerst schauen wir uns hinter dem Gebäude um.
Ein Spazierweg führt durch eine kleine Parkanlage.
Von hier oben hat man einen netten Ausblick. Unten befindet sich das Fairmount Water Works.
Das Wasserwerk entstand zwischen 1812 und 1872 - sie waren also auch nicht die Schnellsten.
Es war bis 1909 in Betrieb. Es war die erste Wasserversorgung der Nation, die mit Paddelrädern betrieben wurde.
In dieser Zeit wurde es für seine Architektur und das Design mehrfach ausgezeichnet und wurde zur beliebten Touristenattraktion.
Heute beherbergt es ein Restaurant und ein Lehrzentrum.
1976 wurde es für seine Architektur und seine technischen Innovationen zum National Historic Landmark ernannt.

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Das Museum selbst können wir nur in der unteren Etage besichtigen.
Für einen würdigen Besuch benötigt man sicherlich gut und gern drei bis vier Stunden.
Es bleibt also nur bei einem "Beschnuppern"

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Am vorderen Ausgang eröffnet sich ein toller Blick auf den Benjamin Franklin Parkway.

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An dieser Skulptur haben wir recht viel Zeit verbracht und überlegt was das nun darstellen soll. Wir sind keine Kunstkenner und haben schon deshalb so gar keine Vorstellung, was der Künstler uns damit sagen will.
Im Netz wurde ich nach längerer Suche fündig:
Es ist ein Werk des Cubisten Jacques Lipchitz und stellt Prometheus dar, der den Geier erwürgt.
Hm.
Mehr dazu findet man auf der Website des Art Museums und der website der Association for Public Art.

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Blick in den Benjamin Franklin Parkway

Die Rocky Steps, also die Treppen, die vom Benjamin Franklin Parkway hinauf zum Museum führen, sind durch den 1976 erschienen Rocky Epos berühmt geworden.
Wir sind nicht nur Kunstbanausen, sondern auch noch Rocky-Film-Banausen.
Gut, dass man Kinder hat und die so etwas wissen. Dabei ist er selbst kein Rocky-Fan - ist aber verwundert, dass wir die Geschichte nicht kennen.
Hier also hat Rocky in seinem Filmen trainiert und diese Treppen zu ihrem Ruhm gebracht
Und tatsächlich... Jetzt da ich diese Story kenne, weiß ich auch warum gefühlt jeder - egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, durchtrainiert oder übergewichtig, in Sportklamotten oder Kleidchen - fast jeder rennt die Treppen hoch.
Und die die Hälfte davon "erwärmt" sich mit ein paar Liegestützen.
Ich liebe es.
Denn auch meine zwei Männer nehmen die Herausforderung an, machen ein paar Liegestütze und laufen die Stufen hoch, um oben anzukommen und zu jubeln!

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Reading Terminal Market

# Reading Terminal Market

Der Reading Terminal Market soll den Beinamen Bauch von Philadelphia haben.
Das trifft sich sehr gut.
Denn auch wir können nach so viel Kultur dem Bauch etwas Futter geben.

Es ist eine Markthalle, ein gastronomischer Basar voller Imbisse in der man eine unendliche Auswahl an Fleisch-und Wurstprodukten findet. Es werden Speisen jeder Art angeboten. Brathähnchen, Bäckereien, Hummer sowie Kuchen und Salate jeder Art.
Ich habe keine Vorstellung wie viele Händler sich hier befinden.
Ich weiß nur eins: wer sich nicht gerade im historischen Teil der Stadt befindet, ist hier!

Übrigens war das 1892 eröffnete Areal ein Bahnhof - wie schon der Name "Terminal" vermuten lässt.
Erst in den 1970er Jahren ist es zum "Nur-Fressmeile-Palast" umfunktioniert worden.

Philadelphia,sylwiabuch.de
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Wir finden tatsächlich etwas zu Essen.
Doch was wir nicht finden ist ein Tisch oder wenigsten ein Platz an 'ner Stehtheke.
Also schnappern wir uns das gesamte Essen und verlassen die Halle, um dann in der gegenüberliegenden Parkanlage zu essen.
Was für ein Ambiente!

Rainer ist eigentlich ganz bescheiden. Aber wenn es um seine T-Shirts vom Hard Rock Café geht, gibt es keine Ausnahme. Von jeder Stadt, in der er war, muss ein entsprechendes Hard Rock Shirt her.
Da er in seiner Freizeit niemals T-Shirts trägt, werden diese nur im Fitness-Studio getragen.
Anmerkung der Redaktion: Manche Shirts müssen ein Jahr warten bis sie aus dem Schrank dürfen

Hard rock cafe, Philadelphia,sylwiabuch.de

Nun schlendern wir zurück zum Ausgangspunkt: zum Parkplatz von Macys.
Beim Betreten des Kaufhauses fällt uns allen fast die Kinnlade runter:
Die Innenräume gleichen einem Tempel? oder Kirche? oder was?
Wenn man nach oben schaut, sieht man eine gigantische Orgel...
Ich lese etwas auf einem Schild über die Geschichte, kann es aber gar nicht wirklich glauben.
Das muss ich zu Hause erst recherchieren.

Macy's - Wanamakers Building

# Wer war Wanamaker ?

John Wanamaker lebte 1838 bis 1922, war Kaufmann.
Nichts Besonderes also.
Was die meisten nicht wissen - auch wir wußten es beim Besuch der Macy's Filiale in Philadelphia noch nicht - ist die Tatsache, dass Wanamaker praktisch als Erfinder des "Department Stors" gilt.
Wanamaker ergänzte sein 1866 eröffnetes Bekleidungskaufhaus, das nur mäßig Umsatz machte, um verschiedene Abteilungen unter anderem um Haushaltswaren.
Er untergliederte sein Kaufhaus in Abteilungen - also "Department Store".
Es war das erste Kaufhaus dieser Art. Auch war es das Kaufhaus, das elektrisch beleuchtet wurde.
Weiterhin räumte er als erster Händler seinen Kunden die kostenlose Rückgabe für den vollen Preis ein.
Diese revolutionäre Idee brachte ihm enorme Umsatzsteigerungen. 1896 konnte er so eine Filiale in New York eröffnen.

John Wanamaker war außerdem Kunstliebhaber und Sammler verschiedener außergewöhnlicher Dinge.
So kam es dann zum Kauf dieser Orgel, die er Anfang 1909 gekauft hatte. Ursprünglich
wurde diese Orgel 1904 für die "St. Louis World’s Fair" gebaut.
Es ist weltweit die größte noch spielbare Orgel.
Zwei Mal täglich (von Montag bis Samstag) wird hierauf gespielt.

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Ach übrigens... Die Bronze-Skulptur des Adlers im Erdgeschoss ist ein Werk hergestellt in Frankfurt am Main.
Sie wiegt 1.134 Kilogramm. Auf dem Kopf sind 1.600 Federn aus Bronze. 5.000 sind es insgesamt.

Es ist 2.50pm als wir das Parkhaus bei Macys Richtung Baltimore verlassen

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Am Stadtrand Philadelphias sitzt die Industrie.

Philly in sechs Stunden?
Ich gebe es zu: es war viel zu kurz. Für den groben Überblick war das aber so in Ordnung.
Außerdem bin ich mir sicher, dass wir Philly noch einmal besuchen werden.

Baltimore - Inner Harbour

# Baltimore am Inner Harbour

Von Philadelphia bis Baltimore fährt man mit Auto knapp zwei Stunden.

Das Hotel, in dem wir heute übernachten werden, ist das Hyatt Place Inner Harbour. Etwas verloren und abseits des Geschehens. So wirkt das auf mich.
Der Klinkerbau verrät nicht gleich auf den ersten Blick, was sich hier dahinter verbirgt.
Auch hier gibt es das gleiche Spiel mit dem Bellboy:
Er bietet uns an für unvorstellbare 48 USD im Parkhaus des Hotels das Auto abzustellen. Als unsere Gesichter immer länger werden, grient der Gutste und ergänzt seinen Vortrag, um viel preiswertere Möglichkeiten zum Parken loszuwerden. Entweder unbewacht und kurzzeitig auf den nahegelegenen Straßen oder im danebengelegenen Parkhaus, das für 24 Stunden ganze drei Dollar verlangt.
Als wir drei wieder strahlen, freut sich der Bellboy.
Offensichtlich erlebt er täglich mehrfach dieses Mienenspiel - und hat seine wahre Freude daran!

Wir haben ein Eckzimmer gebucht, da es der einzige Raum ist mit drei vollwertigen Schlafgelegenheiten.
Es gibt ein Kingsize und eine Klappcouche.
Das Zimmer ist supermodern und supersauber. Die bodentiefen Fenster sind genial.
Man kann auf dem Bett liegen und hat die volle Aussicht.
Doch zieht jeder von uns den Ausblick einer ausgedehnten Augenpflege vor.
Schließlich kamen wir noch nicht dazu den Jetlag zu pflegen und unser Sohn hatte ja auch eine harte Arbeitswoche hinter sich.

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Zwei Stunden später sind wir frisch und bereit eine neue Stadt zu erobern:
Baltimore.

Wir fahren mit dem Auto an den angesagten Inner Harbour.
Ok. Hier ist die Hölle los - also für Baltimore-Verhältnisse.
Der Inner Harbour ist eine Art Amüsiermeile mit Restaurants etc.
Wir spazieren etwas, sind aber nicht in Stimmung, um jetzt noch großartig Neues zu erkunden.
Schließlich müssen wir Philadelphia erst einmal verdauen.

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Um keine Überraschungen zu erleben essen wir bei Bubba Gump Bekanntes:
Rippchen und Burger.

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Für heute reicht's.
Kurz nach 9pm ist Schlafenszeit.

Und morgen gibt es mehr von Baltimore...

Gefahrene Strecke: 105mi = 167km