Indisch kochen

Indische Gerichte leicht zu kochen

März 2019

Bloginhalt:

▫️  Hinweise & Tipps
▫️  Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße
▫️  Mutton Curry - Lamm in Currysoße
▫️  Aloo Gobi - Blumenkohl Curry mit Kartoffeln
▫️  Daal/Dahl - Linseneintopf auf indisch
▫️  Okra (Bhindi)- kross gebraten
▫️  Gurkensalat auf indisch
▫️  Fenchelsalat

Es ist schon verrückt. Ausgerechnet in Tokyo's Akasaka Mitsuke habe ich meine Liebe zum indischen Essen entdeckt. Es war "Moti", der uns in der Mittagspause eines langen Arbeitstages mit dem besten Mutton Curry versorgt hat. Sicherlich ist dies eine rein subjektive Erinnerung. Aber nie wieder habe ich so gutes Curry gegessen.
Mutton Curry mit viel zartem Fleisch - warmen Naan und leicht gesalzenem Mango Lassi.
Als bekennender Fleischesser war es die Gelegenheit preiswerte Fleischspeisen in Tokyo zu essen. Denn richtig gute Steaks in Japan zu essen, gleicht immer noch einer "Investition".

Auf unserer Reise durch das mittlere Indien kamen natürlich auch andere Gerichte auf die Liste.
Sahnige und cremige Kormas voller Mandeln, manchmal auch mit Cashewnüssen oder gar Rosinen sind mir als oberlecker in Erinnerung geblieben. Auch Palak Paneer - ein Käse-Spinat-Gericht - und verschiedene Daals gehören seither zu den absoluten Favoriten.
Und entgegen der weit verbreiteten Meinung, haben wir weder Magenprobleme noch andere "Unpässlichkeiten" erleben müssen.

Im Laufe der Jahre haben sich in Deutschlands Hauptstadt sehr viele indische Restaurants niedergelassen. Leider werden die Gerichte immer mehr dem europäischen Gaumen angepasst. Im schlimmsten Falle schmeckt ein Curry wie ungarisches Gulasch mit beigemengter "Currywürzung".
Schade eigentlich!
Ich will niemandem Unrecht tun. Denn nach vielen Versuchen, habe ich auch indische Restaurants gefunden, deren Daal so schmeckt, wie es schmecken soll.

Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße, born4travel.de

Irgendwann kamen Gewürzpasten und Currymischungen auf den Markt. Einiges habe ich ausprobiert. Obwohl die Speisen nach dem beigefügten Rezept zubereitet wurden, schmeckte es "wie" indisch. Jedoch entfernt von dem, was ich suchte.

Das zündende Erlebnis war der Besuch meiner ersten (und einzigen) indischen Kochschule in Singapore. Klein aber fein. Vor allem augenöffnend!
Indische Speise zuzubereiten ist ja viel einfacher als gedacht.
Und vor allem ganz ohne Fertigpasten!
Neu war mir auch, dass die trockenen Gewürze im heißen Butterschmalz angeröstet werden. Und es werden wesentlich weniger Fette beziehungsweise Öle verwendet als in der europäischen Küche. Auf Anhieb war ich begeistert und besorgte mir ein paar Gewürze. Nur die Sache mit dem Currykraut war eine echte Herausforderung. Wie sieht das aus? Und wo bekomme ich das?
Glücklicherweise gibt es in Singapore ein indisches Viertel. Das Currykraut wächst wie Unkraut und ähnelt stark den Pistazienzweigen, die wir zu Hause in den Blumenstrauß gebunden bekommen. Man kann es leicht in einer Papiertüte trocknen und so dann später zu Hause verwenden.

Die Zubereitung vieler indischer Speisen hat keinen hohen Schwierigkeitsgrad.
Ein wenig schnippeln, Gewürze anrösten, die Hauptbestandteile zugeben und fertig ist das Essen.

Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße, born4travel.de
Hinweise und Tipps:

Vor der Zubereitung empfehle ich, die Gewürze portioniert auf einem Teller nebeneinander in der benötigten Menge zu platzieren.
Tomaten (ich verwende wegen des besseren Aromas Rispentomaten) werden enthäutet und gewürfelt. In einer kleinen Tasse oder in einem anderen kleinen Behältnis warten sie dann auf ihren Einsatz.

Ingwer sollte sehr, sehr klein gewürfelt werden. Denn niemand mag auf ein Ingwerstück beißen, das den eigentlichen Geschmack beim Essen kurzzeitig übertüncht.
Auch die Zwiebeln und der Knoblauch sollten sehr klein gehackt werden.

Die Menge für den Ingwer gebe ich in Zentimetern an. Dabei gehe ich von einem Durchmesser von etwa 1.5 Zentimetern aus.

Kurkuma, das unter anderem die schöne gelbe Farbe gibt, sollte nicht über das im Rezept angegebene Maß hinaus zusätzlich eingestreut werde. Kurkuma schmeckt leicht bitter. Zu viel davon zerstört die feine geschmackliche Nuance.

In Indien wird zum braten Gee verwendet. Dies wird mitunter in Feinkostläden aber auch in Drogerien mit Feinkostabteilung angeboten. Gee ist entrahmte Butter, also frei von Milcheiweiß und somit hitze-resistent. Da indische Speisen bei uns nicht täglich auf den Tisch kommen, und die Haltbarkeit von Gee begrenzt ist, verwende ich Butterschmalz von Butaris.
Im übrigen benötigt man für die folgenden Rezepte verglichen mit der deutschen Küche, wesentlich weniger Fett zum Anbraten.
Besondere Hinweise stehen im jeweiligen Zubereitungsteil.

Am liebsten verwende ich 10% stichfesten Naturjoghurt. Dieser verwässert nicht die Marinaden und das Gargut. Auch so entsteht ohne weiteres Zutun von Wasser oder Brühen genügend Soße.

Die Mengenangaben in den folgenden Rezepten beziehen sich stets auf die Einzelspeise.
Bereitet man alle Gerichte mit einem Mal zu, für einen Abend mit Familie oder Freunden, ist die Menge ausreichend für etwa 8 Personen.

In vielen Orten gibt es einen gut sortierten "Asiaten".
Doch viele Gewürze, besonders die aus Asien, landen in meinem Koffer. Zum Beispiel das Currykraut. Aber auch Gewürze im Glas.
Da wären diverse Currymischungen - scharfe und milde und Garam Masala (eine fertige Gewürzmischung, die fast überall reinpasst). Und Cumin (Kreuzkümmel), Turmeric (Kurkuma) und Fennel (Fenchelsamen).

Und jetzt: VIEL SPAß BEIM NACHKOCHEN

Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße

Zeitaufwand: Vorbereitung etwa 15 Minuten - Marinieren: mindesten 2 Stunden - Zubereitung & Fertigstellung: etwa 40-50 Minuten

Angegebene Menge als Sologericht mit Reis: für 4 bis 6 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße, born4travel.de

Hühnchen in Kokos und Mandelsoße gehört zu den bekannteren Gerichten der indischen Küche. Es ist süß und sahnig.
Meine Variante verwendet keinen Zucker und nutzt nur die Süße aus den Kokosflocken und den Crispy-Effekt aus gehobelten Mandeln. Gewöhnlicherweise wird sehr viel Sahne hinzugefügt. Um dies zu reduzieren, tausche ich einen Teil der Sahne gegen Mandelmehl aus.

Als Hühnerfleisch kann Hähncherbrust verwendet werden. Noch lieber verwende ich das Fleisch aus der Keule - Haut frei. Es ist zart, saftig und hat einen intensiven Geschmack.

Die Marinade-Fleisch Mischung kann man schon am Vortag zubereiten und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Zutaten:

etwa 500-600g Hühnerfleisch
2 TL Gee oder Butterschmalz zum anbraten
1 Zwiebel
2 EL gemahlene Mandeln oder Mandelmehl
3 EL gehobelte Mandeln
2 EL Kokosflocken
1 EL gehackte Thymianblätter
1 Becher Crème Double für mehr Cremigkeit (kann auch weggelassen werden)
etwa 20 Curryblättchen (wenn vorhanden)

Für die Marinade:

4 - 5 EL stichfesten Naturjoghurt
1 TL Kurkuma
1 - 1 1/2 TL Koriandersamen
1 1/2 TL Kreuzkümmel
1 1/2 TL Zimt
4 Knoblauchzehen
etwa 2-3cm frischen Ingwer
Prise Safran

PRINT

Zubereitung Marinade

Für die Marinade die Samen im Mörser fein mahlen.

Den Naturjoghurt in einer ausreichend großen Schüssel zusammen mit Kurkuma, Zimt, Safran, die im Mörser feingemahlenen Kreuzkümmel- und Koriandersamen, den sehr fein gehackten Ingwer, Knoblauch und Zwiebel vermischen.

Das Hühnerfleisch in Würfel schneiden und mit der Marinade vermischen. Das Fleisch sollte gut in der Marinade vermengt sein.

Die abgedeckte Schüssel für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Je länger desto besser.

Fertigstellung

Butterschmalz im breiten Topf erhitzen (wenn vorhanden: Curryblättchen anrösten) und dann die fein gehackte Zwiebel darin anschwitzen. Die Zwiebel sollte nicht braun geröstet werden. Bevor die Zwiebel anfängt braun zu werden, gebe ich etwa 1 TL Wasser rein. Im Bedarfsfall noch etwas mehr. Die Zwiebel soll anschwitzen aber nicht im Wasser schwimmen.

Das marinierte Hühnerfleisch und die gesamte Marinade in den Topf tun und anbraten. Es sollen keine dominanten Röstaromen entstehen.
Das dauert etwa 7-10 Minuten. Dabei sollte die Masse immer wieder im Topf gewendet werden.

Deckel draufsetzen und etwa 10 Minuten bei niedriger Stufe weiter köcheln lassen.

Jetzt werden die restlichen Zutaten beigemischt: Kokosraspeln, gehobelte und leicht angeröstete Mandeln und das Mandelmehl. Die gesamte Masse sollte sämig sein. Bei Bedarf etwas mehr geriebene Mandeln zutun.
Aber niemals Soßenbinder - welcher Art auch immer - untermischen!

Nach weiteren etwa 20 - 30 Minuten, wenn das Fleisch gegart ist, ist das Chicken Korma fertig.

Wer mag kann nun noch einen kleinen Becher (125g) Crème Double untermischen.

Lamb Curry - Lamm in Currysoße

Zeitaufwand: Vorbereitung etwa 20 Minuten - Marinieren: mindesten 2 Stunden - Zubereitung & Fertigstellung: etwa 2 Stunden

Angegebene Menge als Sologericht mit Reis: für 4 bis 6 Personen

Schwierigkeitsgrad: mittel

Lamm Curry einfach und schnell zubereitet, born4travel.de

Lamm Curry ist wohl eins der beliebtesten Gerichte der indischen Feinschmecker. Indien ist groß und dementsprechend gibt es unzählige Rezepte und Kombinationen.
In Indien wird oft Mutton Curry angeboten. Mutton heißt eigentlich Hammel. Allerdings verwende ich wegen der geschmacklichen Intensität von Hammelfleisch (ist ja nicht jedermanns Sache), Lamm. Es ist zart und wesentlich geruchsneutraler.
Das Fleisch von Lammunterschenkeln ist extrem zart. Doch nicht immer zu erwerben. Deshalb empfehle ich wegen dem guten Preis - Leistungsverhältnis eine Lammkeule, die etwa 1.5 Kilogramm auf die Waage bringt.

Genau wie beim Chicken-Korma-Gericht kann die Marinade-Fleisch Mischung schon am Vortag zubereitet werden und über Nacht im Kühlschrank ziehen.

Zutaten:

1 Lammkeule (etwa 1.5 kg)
2 EL Gee oder Butterschmalz zum anbraten
2 große oder 3 kleine Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
6 - 8 Rispentomaten, rot
1 - 1 1/2 TL Koriandersamen
1 1/2 TL Kreuzkümmel
etwa 2-3cm frischen Ingwer
etwa 2 EL frischen Koriander
2 Lorbeerblätter
etwa 20 Curryblättchen (wenn vorhanden)

Für die Marinade:

4 - 5 EL stichfesten Naturjoghurt
1 TL Garam Masala
1 TL Kurkuma
1 TL Salz
1 1/2 TL Zimt
2 Chillischoten ohne Kerne, fein gehackt

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Zubereitung Marinade

Die Lammkeule kurz abspülen, mit einem Haushaltstuch trocken tupfen und anschließend das Fleisch vom Knochen lösen. Dabei sollte das Fleisch von allen Sehnen und Silberhäutchen befreit werden. Zuletzt bleibt ein Fleischanteil von etwa 500 bis 800 Gramm reines Fleisch übrig. Natürlich abhängig wie groß die Keule war.

Den Knochen nicht wegwerfen! Der kann beim Garvorgang im Topf schmoren und erst zuletzt beseitigt werden.

In eine ausreichend große Schüssel den Naturjoghurt mit dem Garam Masala, Kurkuma, Salz, Zimt und fein gehackten Chillischoten vermengen und das gewürfelte Lamm untermischen.

Das Fleisch mit der Marinade für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Je länger desto besser. Es kann auch über Nacht marinieren.

Fertigstellung

Das Öl in einer schweren Pfanne erhitzen. Die Lorbeerblätter, Kreuzkümmel, Koriander (wenn vorhanden: Curryblättchen) anrösten und anschließend die fein gewürfelten Zwiebeln hinzufügen.
Nach einigen Minuten den gehackten Knoblauch unterrühren.
Bei milder Hitze köcheln lassen bis die Zwiebeln eine goldbraune Farbe bekommen. Dies dauert mindestens 20 Minuten. Scharfes Anbraten sollte unbedingt vermieden werden. Sollte das Gemisch zu trocken werden, einfach etwas (nicht zu viel) Wasser hinzufügen.

Hitze reduzieren und die enthäuteten, fein gehackten Tomaten und Ingwer sowie Salz hinzugeben. Dies ergibt eine feine, aromatische Masala (Würzmischung).
Die Herstellung dieser Reduktion kann durchaus 5 bis 10 Minuten dauern.

Jetzt das Fleisch mit der Marinade hinzufügen und bei mittlerer Hitze anbraten.

Auf niedrigster Stufe weiter garen lassen. Dabei sollte der Deckel auf der Pfanne bleiben, um das Lamm schonend zu garen und die Feuchtigkeit nicht entweichen zu lassen.
Dies dauert zwischen 40 und 60 Minuten. Gelegentlich umrühren bis das Fleisch gar und zart ist.

Vom Herd nehmen und noch etwas Garam Masala hinzufügen.
Vor dem Servieren mit frischem Koriander bestreuen.

Aloo Gobi - Blumenkohl Curry mit Kartoffeln

Zeitaufwand: Vorbereitung etwa 15 Minuten - Zubereitung & Fertigstellung: etwa 1 Stunde

Angegebene Menge als Solo-Snack: für 2-4 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

Aloo Gobi - Blumenkohl Curry mit Kartoffeln,born4travel.de

Dieses Blumenkohl Curry mit Kartoffeln eignet sich hervorragend auch als vegetarisches Solo-Mittags-Gericht. In diesem Fall empfehle ich die Kartoffelmenge individuell anzupassen. Doch es sollte immer das Verhältnis 70 bis 75% Blumenkohl zu 30 bis 25% Kartoffeln gewahrt bleiben.
Ich persönlich verwende hierzu eine "überwiegend festkochende Kartoffelsorte". Die Kartoffeln sollen im fertigen Gericht noch identifizierbar und nicht breiig sein.
Das Gericht ist leicht.

Zutaten:

1 EL Gee oder Butterschmalz zum anbraten
1 kleiner oder die Hälfte vom großen Blumenkohl
2 mittelgroße Kartoffeln
2 TL Senfsamen
1 TL Kreuzkümmel
1 EL glatte Petersilie
1 mittelgroße Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 rote Rispentomaten
1 cm Ingwer
2 Lorbeerblätter
1 TL Salz
1 TL fein gehackte Chillischote
2 TL Garam Masala
1 EL gehackte Koriander

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Zubereitung

Blumenkohl in Röschen teilen, möglichst in eine gleichmäßige Größe.
Kartoffeln schälen und in etwa 2.5 x 2.5 cm große Würfel schneiden. Nicht kleiner, da sie sonst eventuell zerfallen oder matschen.

In einem Bräter oder Wok das Butterschmalz erhitzen, die Senfsamen und die Lorbeerblätter anrösten und erst dann den Kreuzkümmel zugeben.
Hitze leicht reduzieren.

Die fein gewürfelten Knoblauchzehen und die gehackten Zwiebel zugeben.
Alles zusammen bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Es soll nicht geröstet werden.

Enthäutete und in Würfel geschnittene Tomaten, den fein gehackten Ingwer und ebenso feingehackte Chillischote (ohne Kerne) sowie das Salz zugeben.

So lange köcheln bis ein Brei entsteht. Wird die Masse zu trocken oder droht sie anzubrennen, etwas Wasser zugeben. Etwa 1 EL. Kein weiteres Öl oder Butterschmalz hinzufügen!

Die gewürfelten Kartoffeln zugeben, den Topf mit einem Deckel bedecken und bei schwacher Temperatur etwa 10 Minuten garen. Bei Bedarf etwas wenden und wieder den Deckel drauflegen.

Anschließend die Blumenkohlröschen zufügen und alles weitere 25 bis 30 Minuten unter dem geschlossenen Deckel garen.

Vor dem Servieren den Garam Masala und die fein gehackten Korianderblättchen darüberstreuen.

Wer mag der kann das Gericht mit einem Esslöffel stichfesten Joghurt verfeinern.

Daal - Linseneintopf auf indisch

Zeitaufwand: Vorbereitung etwa 15 Minuten - Zubereitung & Fertigstellung: etwa 30 Minuten

Angegebene Menge als Solo-Snack: für 4-5 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

LammKarree mit Panko-Kräuter-Kruste

Daal gibt es je nach Region in verschiedenen Ausführungen. Es gibt nicht das Daal. Meist werden rote Linsen verwendet. Doch in einigen Gegenden werden gelbe und rote Linsen gemischt. Manchmal findet man Daals, die noch braune Linsen verwenden.
Das ist reine Geschmackssache.
Wer verschiedenfarbige Linsen verwendet, sollte sie getrennt kochen, denn die Garzeiten variieren.

Zum Garen von Daal empfehle ich das Verhältnis: 1 Tasse Linsen - 2.5 Tassen Wasser.

Daal kann man solo essen oder auf Reis. Beides hat seinen Reiz.

Zutaten:

250 - 300 g rote Bio-Linsen
1 TL Kurkuma
1 - 2 EL Gee oder Butterschmalz zum anbraten
1 1/2 TL Kreuzkümmel
1 große Zwiebel
1 cm Ingwer
2 Lorbeerblätter
1/2 grüne Chilli
4 rote Rispentomaten
2 EL frischer Koriander

PRINT

Zubereitung

Die roten Linsen unter reichlich lauwarmen Wasser gut ausspülen.
Linsen und die 2.5 fache Menge an Wasser in den Topf geben und zum köcheln bringen. Anschließend auf mittlerer Hitze so lange kochen bis die Linsen weich sind. Dies dauert mindestens 20-25 Minuten.
Am besten man prüft nach dieser Zeit mit dem Finger eine Linse. Sie sollte beim Drücken zerquetscht werden können.
Achtung: die Linsen sollen nicht zu einem homogenen Brei gekocht werden.

In der Zwischenzeit die Zwiebel und den Ingwer fein hacken.

Gee oder Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen, den Kreuzkümmel und die Lorbeerblätter anrösten. Anschließend die Zwiebel, die von Kernen befreite und sehr fein gehackte Chillischote und den Ingwer zugeben.
Etwa 5 Minuten glasig braten. Nun auch enthäuteten und gewürfelten Tomaten zugeben und zu einem Brei verarbeiten.

Wenn die Linsen die notwendige Konsistenz erreicht haben, den Gewürzbrei (Masala) in die Linsen rühren.

Die frischen und fein gehackten Korianderblätter über das Daal streuen und servieren.

Okra (Bhindi)- kross gebraten

Zeitaufwand: Vorbereitung etwa 15 Minuten - Zubereitung & Fertigstellung: etwa 15 - 20 Minuten

Angegebene Menge als Solo-Snack: für 3 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

Bhindi - okra - indisch kochen, born4travel

Zutaten:

etwa 20 Okraschoten
2 TL Koriandersamen
1 TL Salz
1/2 TL Chili Flocken
1 1/2 TL Garam Masala
1 TL Kurkuma
2 TL Senfsamen
2 EL Mehl
1 EL Kartoffelstärke
reichlich Butterschmalz zum frittieren

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Zubereitung

Okraschoten mit Haushaltspapier oder Pinsel säubern. Nur bei Bedarf waschen. Kommen sie mit Wasser in Berührung sollten die Okraschoten sorgfältig getrocknet werden, damit sie beim Anschneiden nicht schleimen.

An den so vorbereiteten Okraschoten den Stängelansatz abschneiden und längs vierteln.

Alle Gewürze vermischen und über die Schoten verteilen, so dass jedes Viertel mit der Gewürzmischung benetzt ist.

Butterschmalz erhitzen und Okras portionsweise frittieren bis sie eine krosse Konsistenz erreichen. Aus dem Topf heben und auf Haushaltspapier das überschüssige Fett abtropfen lassen.

Mit dem Rest genauso fortfahren bis alle Stücke frittiert sind.

Am besten schmecken frittierte Okraschoten, wenn sie sofort serviert werden. Gut frittiert sind sie aber auch abgekühlt super lecker.

Gurkensalat auf indisch

Zeitaufwand: etwa 15 - 20 Minuten

Angegebene Menge als Sologericht: für 3 - 4 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

indischer Gurkensalat, born4travel.de

Dieser Gurkensalat ist erfrischend und wirkt mit schärferen Gerichten neutralisierend. Er passt hervorragend zum oder über den  Fenchelsalat.
Mit den feinen Aromen der Minze- und Korianderblättchen ist dieser Salat auch an heißen sommerlichen Tagen, als Zwischensnack oder Sologericht, absolut geeignet.
Durch die Zugabe von Crème Double ist es allerdings kein "schlankes" Gericht.
Wer kalorienreduziert essen möchte, der sollte die Crème Double gegen Joghurt austauschen.

Übrigens verwende ich die gesamte Gurke auch mit den Kernen. Es tut mir einfach leid diese zu verwerfen. Schließlich ist der Eigensaft der beste und natürlichste Flüssigkeitsspender für den Salat.

Zutaten

2 Gurken
2 Becher Crème Double
1 EL gehackte Minze
2 EL gehackte Koriander
1 EL fein gehackter Dill
1 Prise Zucker
1/2 TL Salz
1/2 TL milden Essig
je 1 rote und gelbe Rispentomate zum Verzieren

PRINT

Zubereitung

Die Gurken schälen und mit einer Mandoline (Gemüsehobel) fein raspeln.

Crème Double mit den fein gehackten Kräutern vermischen. Eine Prise Zucker, Salz, milden Essig und Dill untermengen. Letzteres kann auch durch zwei Tüten Dill-Salatfix ersetzt werden.
Diese Masse darf nicht verdünnt werden!

Vorsichtig die geraspelten Gurken untermischen.
Es dauert nicht lange bis die Gurkenmasse genügend Eigensaft produziert und den Salat feuchter macht.

Am besten man lässt den Salat im Kühlschrank abgedeckt mindestens 20 Minuten ziehen.

Vor dem Servieren die Tomate in Scheiben schneiden und mit den restlichen Korianderblättchen dekorieren. Anschließend kühl auf den Tisch bringen.

Bitte kein Öl zugeben!

Fenchelsalat

Zeitaufwand: etwa 15 - 20 Minuten

Angegebene Menge als Sologericht: für 2 - 3 Personen

Schwierigkeitsgrad: einfach

leckerer Fenchelsalat schnell zubereitet, born4travel.de

Dieser Fenchelsalat ist nicht wirklich aus der indischen Küche. Er passt aber mit seiner frischen Konsistenz hervorragend zum Gesamtarrangement, zusammen mit all den anderen Gerichten.
Der anisartig schmeckende Estragon zusammen mit der Süße des Granatapfels und dem crunchigem Fenchel zaubert eine zarte Geschmacksexplosion im Mund.
Saftig - erfrischend und optisch ein Hingucker auf dem Tisch!
Dieser Salat geht natürlich auch mit einem Steak oder anderem Grillfleisch gut einher.

Kurz vor dem Servieren zubereiten - Deshalb stelle ich dieses Rezept auch ganz zum Schluss vor.

Übrigens: in vielen gut sortierten Supermärkten gibt es schon geschälte Granatäpfel. Deshalb ist im Rezept "ein Becher" als Zutat aufgeführt. Wer in seinem Markt keine geschälte Granatäpfel findet, der sollte einen halben Granatapfel verwenden.

Zutaten

2 Fenchelknollen
1 Pckg. Manouri
4 EL Estragonblättchen
1 EL fein gehackte, glatte Petersilie
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone
1 Becher geschälte Granatäpfel
1 Prise Salz und Pfeffer

PRINT

Zubereitung

Die Fenchelknollen kurz abspülen und gut abtrocknen.
Vom unteren Ende - je nach Alter der Knolle - einen halben bis einen Zentimeter abschneiden.

Die Knolle mit einer Mandoline (Gemüseraspel) sehr fein in Scheiben hobeln.

In einer mittelgroßen Schüssel das Olivenöl und den Saft einer Zitrone vermischen.

Fein gehackte Petersilie zusammen mit den feinen Estragonblättchen und dem Fenchel in die Schüssel geben. Manouri in nicht zu feine Würfel schneiden und zusammen mit den Granatäpfeln, einer Prise Salz und Pfeffer, ebenfalls in die Schüssel geben.
Übrigens: man kann das Salz auch vorerst weglassen. Denn der Manouri ist auch salzig und so ist die Zugabe von Salz vielleicht gar nicht notwendig.

Alles vorsichtig vermengen.

Et Voila: fertig!
Schneller und einfacher kann man einen super leckeren Salat nicht servieren.

Chicken Korma - Hühnchen in Kokos- und Mandelsoße, born4travel.de

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