Stopover Bangkok
13. bis 16.März in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C
Zum ersten Mal steigen wir nicht in unserem geliebten "The Peninsula" ab.
Schon im letzten Jahr wollten wir uns eigentlich von diesem Hotel wegen der hohen Zimmerraten trennen.
Haben es aber letztendlich doch nicht geschafft.
Aber dieses Jahr. Dieses Jahr musste ein sogenannter Cut her. Sie haben nämlich nochmals 30% auf die Zimmerrate draufgeschaufelt.
Wir steigen deshalb östlich des Chao Phraya im Grand Eastin Sathorn ab.
Mitten zwischen den anderen Hochhäusern.
Es fühlt sich etwas luxuriös an, wenn die Tür des Taxis von einem Pagen geöffnet wird, wenn die Koffer vom Personal
aus dem Kofferraum gehievt werden, bevor man sich selbst gesammelt hat. Bevor ich meine eingerosteten Gelenke nach dieser
langen Anreise in Gang bringe.
Die Lobby ist schon der Hingucker. Groß, hoch und mit seinen riesigen Lüstern, die von der Decke hängen, mit seinen
dezent gesetzten Skulpturen sehr einladend. Ich liebe es so empfangen zu werden. Obwohl ich natürlich nur eine von vielen bin 😉.

Der Checkin ist kurz. denn wir werden sofort in die 32.Etage gebracht. Hier befindet sich nicht nur die Lounge. Hier erfolgt der eigentliche Checkin. Ganz dezent. Wir geben die Pässe ab - um den Rest kümmern man sich. Währenddessen werden wir mit einem Empfangstee bespaßt. Auch sollen wir uns einen Cocktail aussuchen. Aber halt! - so weit bin ich noch nicht. Glücklicherweise gibt es den auch in der "Virgin-Ausführung".
Auf Anraten einer Reisebekannten haben wir ein Eckzimmer gebucht. Das war ein super Tipp.
Das Zimmer 1921 hat sehr viel Fensterfläche. Auch im sehr weitläufigen Bad.
Die Aussicht aus der 19.Etage ist ganz nach unserem Geschmack.




Der Ausblick aus der Lounge-Etage ist noch etwas sensationeller.
Hier gibt es auch die sogenannte Happy Hour am Nachmittag mit den vielen kleinen „Schmeißreinchen“.
Und auch das Frühstück wird hier serviert.
Eigentlich dürfen wir auch mit den restlichen Gästen in der 5.Etage frühstücken. Allerdings ist es da extrem voll und laut.
Das Angebot ist nett. Auf beiden Etagen. Aber wo gibt es die Thai-Mango?
Bangkok ohne Mango zum Frühstück ist wie ein Auto ohne Lenkrad.
Als wir das etwas enttäuscht äußern, verspricht man uns, am zweiten Morgen eine bereitzustellen. Das tun sie auch.
Eine einzige Mango für uns beide. Aber sie wird serviert, als alle anderen Gäste an den Nebentischen gegangen sind.

Es gibt einen wunderschönen und sehr fotogenen Pool. Leider lädt der uns so gar nicht ein. Die Musik dröhnt und es ist voll am Pool. Jedenfalls als wir am frühen Abend mal einen Blick werfen. Außerdem ist das Wasser Sonnencreme-geschwängert.
Wir sind nicht zum ersten Mal in Bangkok. Diese Ecke Bangkoks kennen wir ganz gut.
Nach einem kurzen Klamottenwechsel spazieren wir gleich los zu „unserem“ Massagestudio in der Charoen Krung 42/1.
Das ist das, in dem wir bei jedem unserer Aufenthalte unsere Knochen neu sortieren lassen.
Dieses Mal wohnen wir jedoch etwas entfernter. Etwa zwanzig Minuten brauchen wir.
Unterwegs erfreuen wir uns an dem was wir vom Strassenleben sehen. Und auch die tropischen
Temperaturen tun gut.


Der Preis für die Ganzkörpermassage hat sich zum Vorjahr etwa verdoppelt. Stat 400 Baht (2025 rund 10€) kostet es dieses Mal 700 Bath (rund 18.50€).
Gleich nebenan befindet das Mazzaro Boutique and Restaurant. Das haben wir im letzten Jahr entdeckt. Sie servieren eine Fusion-Küche, die ganz nach unserem Geschmack ist. Ein wenig thailändisch - westlich interpretiert. Bei der Bestellung machen wir es uns ganz einfach: Wir zeigen der Kellnerin unsere Fotos vom letzten Jahr. Der kleine Tisch ist voll und wir fragen uns ob das wirklich zu schaffen ist. Aber ja. Die Speisen sind immer noch lecker. Es bleibt nichts übrig.

Nach einem ausgiebigen Frühstück gehen wir den nächsten Tag ganz ruhig an.
Es ist nicht unser erster Bangkok-Aufenthalt, die Basics haben wir alle schon besichtigt und so stehen
weder Tempel noch sonstige Highlights der Stadt auf dem Plan.
Wir wollen die Zeit einfach nur genießen um besser in die Zeitumstellung zu finden.
Seacon Bangkae
Mit Grab lassen wir uns zum Einkaufszentrum "Seacon Bangkae" bringen.
Hier interessiert uns nur das Space Time Cube. Eine moderne digitale Erlebniswelt mit visuellen Overkill für Auge und Hirn.
Was für ein Spaß!




Im gleichen Haus gibt es ein ausgewachsenes Shoppingcenter in dessen einem Loft eine Art Markt mit Kultureinlage stattfindet.
Das ist dann eine andere Art von Overkill. Eine fürs Auge und Nase.
Alles ist so schön authentisch. Ganz anders als in den sterilen Malls in den Emiraten, aus den wir gerade vor zwei Wochen zurückgekehrt sind.
Die Menschen hier konsumieren Dinge, von denen wir nicht die leiseste Vorstellung haben, was das sein könnte.
Dabei dachte ich schon, wir kennen vieles.



Zurück zum Hotel geht es mit der Hochbahn.
Die ist nicht unbedingt wahnsinnig preiswerter als eine Fahrt mit Grab.
Aber wir wollten sie einfach testen. Was soll ich sagen… die Bahnhöfe und Bahnsteige sind sauber, die Fahrt trotz
notwendigen Umstieg so gestaltet, dass wir als Fremde nicht verloren gehen und sogar die Anschlussbahn, ohne orientierungslos
durch die Gegend zu irren, finden. Eine Erfahrung die uns wieder einmal reicher gemacht hat.

Dieser Schnappschuss von unterwegs musste auch noch rein in den Bericht ...

Nach einer kurzen Ruhepause vertilgen wir in der Lounge ein paar Leckerlies: Rainer Sushi und Lachs und ich Spieße mit
Erdnusssoße und diesen scharfen Thai-Gurkensalat. Es gibt ja noch mehr. Aber den noch verbliebenen Platz im
Magen wollen wir uns für einen Restaurantbesuch im ICON Siam Platz lassen.
Vom Tisch in der 32. sehen wir auch das unscheinbare Peninsula Hotel, wo der Service doch noch ein ganz
anderes Niveau und ein unvergleichbares Erlebnis ist.

Kurzerhand beschließen wir, der Bar des "The Peninsula Bangkok", die sich direkt draußen am Chao Phraya befindet, einen Besuch abzustatten.
Unsere Vorkenntnisse von den anderen Aufenthalten sind unser Schlüssel:
Das das Hotel befindet sich auf der anderen Seite des Flusses. Auch kennen wir den versteckten Zugang zum Peninsula Pier.
Hier steigen wir auf das Hotelboot. Wer hier zusteigt, muss Hotelgast sein - denkt das Personal auf dem Boot.
Sofort wird uns gekühltes Wasser serviert, das sich in einer dieser unverkennbaren Alu-Flaschen befindet.
Das wird wiederum zu unserer Eintrittskarte für weitere Bootsfahrten mit dem Hotelboot.
Aber zuerst genießen wir zwei Negronis am Ufer des Chao Phraya, wo selbst die Luft gekühlt wird.


Fireworks im Icon Siam
Danach nutzen wir den Hotelzubringer zum Icon Siam. Diesem supermodernen Center, dessen
Besuch einem Erlebnis gleicht. Hier waren wir schon im letzten Jahr. Und schon damals waren wir geflashed.
Wir schlendern durch die Etagen, entscheiden uns gegen Essengehen und sind gerade schon im Aufbruch, als ein Feuerwerk startet.
Und was für eins!





Auch auf dem Rückweg lassen wir uns mit dem Hotelboot chauffieren. Und als wir den Bootsführer bitten uns noch zur anderen Seite zu bringen, ist das so gar kein Problem.
Den nächsten Vormittag nutzen wir, um nochmals alle notwendigen Einstellungen im Handy und im
Computer für China zu checken und auch noch zu installieren. Irgendwie steigt die Spannung auf das was uns in
diesem fremden Land erwarten wird.
Danach spazieren wir noch ein paar Straßen weiter, um uns eine einstündige Fussmassage zu gönnen.

Kurz nach 4pm checken wir aus und nun geht’s mit dem Taxi Richtung Siam Mandarina Hotel. Ein einfaches Airporthotel mit grandioser (und unverstellter) Sicht auf die Start- und Landebahnen des BKK. Dieser Umzug war nötig. Denn morgen in aller Frühe beginnt nun endlich das Abenteuer China. Unser Flug geht schon 9:20am. So ersparen wir uns den Stress der Anfahrt am Morgen.

Am Abend fahren wir wieder in eine dieser Supermalls, wo shoppen eher nebensächlich ist.
Es sind Erlebniscenter.
So unvorstellbar gross, dass Ikea wie ein unauffälliger Shop dazwischen stehend wirkt.
Heute nun wollen wir das Essen im MoMoParadise, diesem One-Spot-Restaurant, nachholen.
Leider ist die Warteliste elend lang. Wir müssten anderthalb Stunden warten um einen Tisch zu bekommen.
Wir ziehen enttäuscht ab. Aber unterwegs habe ich einen Japaner entdeckt.
Im "Tonkatsu Wako" isst man Tonkatsu. Ein japanischer Klassiker. Ein extrem knuspriges, frittiertes
Schweineschnitzel. Und dieses Fleisch ist nicht von dieser Welt. Es hat nichts gemein mit dem uns bekannten
Schnitzel. Na gut. Vielleicht ist die Form die Gleiche. Aber das war's auch schon.
Dieses Tonkatsu ist etwa zwei Zentimeter dick, absolut saftig, die Konsistenz fluffig… einfach Umami.
Ein würdiger Abschluss der Zeit hier in Bangkok.


So geht es weiter
Am nächsten Tag geht es schon sehr früh los.
Das Abenteuer China, auf das wir uns schon so lange freuen, ist nur noch einen kurzen Flug von uns entfernt.

