Von Lijiang nach Chengdu
10.–14. April ⋅ ⛅ 24 °C
Nach drei Wochen in Yunnan wechseln wir die Provinz. Es geht weiter nach Sichuan.
Den nächsten Streckenabschnitt legen wir ausnahmsweise nicht mit unserer geliebten Bahn zurück, denn die Fahrt würde viel zu lange dauern.
Wie schon bei der Anreise hilft uns das Personal der Unterkunft wieder mit unserem inzwischen immer größer gewordenen Gepäck. Bis zum
Taxi-Abholplatz sind schließlich etliche Treppen zu überwinden.
Auch der Didi-Fahrer packt sofort mit an und hievt die Koffer in den Gepäckraum. Naja, zumindest fast alle. Bei einem normalen Pkw passt
einer unserer beiden großen Koffer nur noch auf den Beifahrersitz.
Etwa eine Dreiviertelstunde später setzt er uns am Lijiang Sanyi International Airport ab.

Wir sitzen im Ruheraum. So nennt sich hier die Airport-Lounge. Sie ist recht einfach ausgestattet.
Das Büfett bietet Getränke und allerlei Süßes. Wobei Süßes in China selten wirklich süß schmeckt. Es sind kleine "Schmeißreinchen"
mit oft ziemlich ungewöhnlichem Geschmack.
Ich habe das Frühstück heute früh ausgelassen. Ich konnte einfach keine Nudelsuppe mehr sehen. Das will schon etwas heißen.
Nun ist mir übel. Oder ich habe einfach mal richtig Knast.
Es gibt hier Cup Noodles. Das ist in China überhaupt nichts Verwerfliches. Viele kaufen sie sich sogar vor einer längeren Zugfahrt.
Das heiße Wasser gibt es dann im Zug kostenlos dazu. Die Auswahl ist riesig.
Aber ich habe keine Lust, jede Packung erst mit dem Übersetzer zu entziffern, und greife einfach zu einer hellgelben. In der Annahme,
sie sei mit Huhn und deshalb nicht scharf.
Falsch gedacht! Es ist wieder einmal richtig scharf 🌶️
So ein Flug am späten Nachmittag vermiest irgendwie den ganzen Tag. Doch diesmal hatten wir keine echte Alternative.
Es gibt nur einen einzigen Frühzug von Lijiang nach Chengdu. Über neun Stunden wären wir unterwegs gewesen.
Deshalb habe ich entschieden den Flug zu buchen. Mit Air China.
Wir sitzen in der ersten Reihe.
Die Flugbegleiterin fragt uns, ob sie die Hausschuhe für uns auspacken darf. Kuschelige Schlappen? Bei einem einstündigen Flug?
Ich kann nicht anders, als an unseren neunstündigen Lufthansa-Flug von Denver nach München im letzten Jahr zu denken. Da gab es trotz
der „nur“ neun Stunden weder Hausschuhe noch Schlafanzug.
Aber gut. Dafür gibt es hier kein Essen. Nur Saft oder Pulverkaffee.
Das Boarding ist nach gerade einmal zehn Minuten abgeschlossen. Irgendetwas läuft bei uns in Deutschland wohl anders.
Wir heben pünktlich ab. Der Flug ist ziemlich unruhig.
Beim Blick zwischen den vielen Wolken hindurch sehe ich ein hügeliges, durchgehend grünes Land.
Kurz vor der Landung bedankt sich die Crew dafür, dass wir Air China gewählt haben. Dabei verbeugen sich alle Flugbegleiter gleichzeitig.
Chengdu - Must do
Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan und gehört zu den ältesten Städten Chinas.
Chengdus Geschichte reicht mehr als 2.300 Jahre zurück. Anders als viele andere chinesische Metropolen hat die Stadt
ihren Namen über all diese Zeit hinweg nie geändert – eine echte Seltenheit.
Allein im Ballungsraum leben rund 13 bis 14 Millionen Menschen. Rechnet man die gesamte Stadtpräfektur hinzu,
sind es sogar über 21 Millionen. Chengdu ist damit eine der größten Städte Chinas.
Die Stadt gilt als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Südwestchinas und ist vor allem für ihre entspannte Lebensart,
die scharfe Sichuan-Küche und natürlich für ihre Großen Pandas bekannt. Gleichzeitig zählt Chengdu zu den wirtschaftsstärksten Städten
Chinas. Neben einer leistungsfähigen Elektronik- und Hightech-Industrie werden hier auch Automobile unter anderem für Volvo,
Toyota und Geely produziert. Dank der zentralen Lage ist Chengdu außerdem ein bedeutendes Verkehrs- und Logistikzentrum
für ganz Westchina.
Die fruchtbare Chengdu-Ebene wird seit mehr als 2.000 Jahren durch das berühmte Dujiangyan-Bewässerungssystem mit Wasser
versorgt. Bis heute gehört die Region zu den wichtigsten Agrargebieten Chinas. Vor allem Reis, Raps, Gemüse und Obst werden hier
in großem Umfang angebaut.
Chengdu liegt am Rand einer erdbebengefährdeten Region. Nur rund 80 Kilometer westlich der Stadt verläuft die Longmenshan-Verwerfungszone,
an der sich 2008 das verheerende Wenchuan-Erdbeben ereignete. Seitdem wird beim Bauen noch stärker auf Erdbebensicherheit geachtet. Letztendlich ist
das Erdbebenrisiko aber deutlich geringer als in Japan oder Taiwan, jedoch höher als in vielen anderen Teilen Chinas.
Vier Nächte bleiben wir in Chengdu. Das sind also Netto drei Tage.
Zugegeben nicht viel, aber wir versuchen das Beste daraus zu machen.
Der Chengdu Tianfu International Airport ist ein moderner, großzügig angelegter Flughafen. Als Hauptstädter spüren wir sofort
den Vibe einer echten Millionenmetropole.
Was hingegen wie immer ist, ist die hervorragende Ausschilderung. Ob zum Baggage Claim oder zum Ride-Hailing – also
zu dem Bereich, an dem man ein Ruftaxi bestellt – alles ist bestens ausgeschildert und leicht zu finden.

Mit einem Komfort-Taxi geht es zum Hotel. Normalerweise reicht uns auch ein Economy. Aber bei einer längeren Fahrt sitzen wir doch
lieber etwas bequemer und auch für das Gepäck ist reichlich Platz.
Der Fahrer wirkt allerdings schon wieder ziemlich müde. Wie ich das hasse!
Wach wird er erst, als wir ihm klarmachen, dass wir das Ziel irgendwie nicht exakt eingeben konnten und er bitte kurz
im Hotel anrufen soll. Das macht er auch.
Während der Fahrt fragt er uns, was wir in Chengdu vorhaben und ob wir für die nächsten Tage einen Guide benötigen. Langsam beschleicht mich
der Eindruck, dass manche Fahrer denken: Die Touristen leisten sich ein Komfort-Taxi, sind auch nicht mehr die Jüngsten, da lässt sich vielleicht
noch der eine oder andere Ausflug vermitteln.
Mich wundert diese Frage deshalb inzwischen gar nicht mehr. Aber ganz ehrlich: Abgesehen davon, dass wir unsere
Reisen grundsätzlich lieber auf eigene Faust unternehmen, hätte ausgerechnet dieser Fahrer mit seinen ständig zufallenden
Augen wohl kaum eine Chance gehabt, uns von einem Guide zu überzeugen. 😉
Erste Impressionen von unterwegs:


Das Hotel habe ich erst kurz vor der Reise gebucht. Es liegt mitten im Zentrum, direkt am Tianfu Square.
Es ist das Seya Panoramic Hotel und befindet sich in den obersten beiden Etagen eines 38-stöckigen Hochhauses. Das Ambiente ist hypermodern.
Allein die Lobby ist umwerfend groß und beeindruckend. Wobei es sich hier nicht allein um die Lobby unseres Hotels handelt sondern um die
Lobby einer weiteren Apartmentanlage und mehreren Büro-Etagen.

Eingecheckt wird an einer Art Kiosk.
Alles wirkt sehr dunkel und stylisch. Und ich habe echt Probleme mich auf das Einchecken zu konzentrieren. Denn bereits der Bereich rund um
die Rezeption ist etwas Besonderes. Ich weiß gar nicht, wie ich sie nennen soll. Lobby? Lounge? Designausstellung? Aussichtsetage? Wahrscheinlich
von allem etwas. Auf jeden Fall sehen diese beiden Etagen völlig anders aus als alles, was wir bisher in einem Hotel erlebt haben.

Gleich beim Check-in erfahren wir, dass wir schon jetzt unser Frühstück auswählen sollen. Ein Restaurant gibt es nämlich nicht.
Echt jetzt? Hatte ich in den Bewertungen nicht etwas von einem fantastischen westlichen Frühstücksbüfett gelesen?
Vielleicht bringe ich bei den vielen Hotels, die ich für diese Reise gebucht habe, auch einfach etwas durcheinander.
Zur Auswahl stehen Chicken-Sandwich oder Spaghetti. 😶 Ich sag mal lieber nichts dazu.
Ach ja… Milch oder Orangensaft gibt es ebenfalls.
„Und Kaffee?“
„Den können Sie im Zimmer selbst kochen.“
Über WeChat werden das Hotel und ich anschließend Freunde. Das ist diesmal tatsächlich notwendig, denn es gibt einen Butler-Service, den man rund
um die Uhr anschreiben kann.
Rainer liebt das Zimmer sofort. Und natürlich den Ausblick.

Meine empfindliche Nase nimmt allerdings sofort Zigarettenrauch wahr. Wir reklamieren das. Kurz darauf erscheint unsere Butlerin des Tages
und versprüht großzügig Raumspray im Zimmer.
Es sei ein Nichtraucherzimmer, erklärt sie. Aber wir könnten hier natürlich trotzdem rauchen… 🥴
Wir machen ihr klar, dass wir „Non-Smoker“ sind.
„Ah!“ Sie versteht.
Morgen könnten wir das Zimmer wechseln. In ein echtes Nichtraucherzimmer.



Et voilà. Das ist unser Frühstück. Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen. 😉
Noch am selben Morgen stornieren wir das Frühstück für die restlichen Tage.
Zu unserer Überraschung überweist uns das Hotel den bereits bezahlten Betrag völlig unkompliziert und ungefragt zurück.
So geht Service.

Wir werfen kurz unsere Sachen ab und machen uns gleich auf den Weg in die Kuanzu Alley. Denn hier und heute kreuzt sich unser Weg mit dem von Parttime Traveller & Sohn. Es wird ein herrlich langer, sehr schöner Abend. Es gibt so viel zu erzählen. So viel, dass man uns kurz nach Elf heraus komplimentieren muss.

Am ersten Tag nehmen wir uns nur für die Stadt Zeit.
Wir wohnen in den obersten Etagen dieses Towers, in dem sich Büros, die unterschiedlichsten Unternehmen und Apartments befinden.
Da heute Samstag ist, herrscht in der außergewöhnlichen Lobby fast schon gespenstische Ruhe.

Rechterhand befindet sich ein Eingang. Oder eher ein Durchgang. Eine Tür gibt es nicht und auch keine Ausschilderung, was sich dahinter verbirgt.
Wir vermuten einen 24-Stunden-Laden. Aber damit liegen wir so was von daneben.
Hinter dem unscheinbaren Durchgang eröffnet sich ein riesiges Shoppingcenter, das praktisch direkt an unser Hotel anschließt. Gleich am Eingang
werden wir von unzähligen niedlichen Dingen für kleine Mädchen empfangen. Ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll. Blumensträuße aus
Hello-Kitty-Kuscheltieren, Anhänger, Armbänder und unendlich viel weiterer, typisch asiatischer Niedlichkeitskram.

Im Gang nebenan stehen junge Mädchen und Teenager in aufwendigen Cosplay-Kostümen.
Boa, sieht das toll aus! Je weiter wir durch das Einkaufszentrum laufen, desto mehr Cosplayer begegnen uns.
Es ist fast so, als wären wir in ein Wespennest geraten. Überall fantasievolle Kostüme, Perücken und perfekt geschminkte Gesichter.
Zunächst bleiben wir einfach nur stehen und schauen.
Dann fasse ich mir ein Herz und frage, ob ich ein Foto machen darf. Natürlich darf ich!
Es ist sogar ganz anders, als ich erwartet hätte: Für viele ist es eine Art Kompliment, fotografiert zu werden.
Alle bedanken sich sogar bei mir, dass ich von ihnen ein Foto haben möchte.

Tianfu Platz
Der Tianfu Square bildet das Herz Chengdus.
Der Name Tianfu, begegnet uns übrigens während unserer Reise durch China noch oft, bedeutet so viel wie „Land des Überflusses“
und verweist hier in Chengdu auf die außergewöhnlich fruchtbare Chengdu-Ebene, die Sichuan seit Jahrhunderten Wohlstand bringt.
Hier steht auch die rund 30 Meter hohe Marmorstatue Mao Zedongs. Trotz ihrer Größe wirkt sie aber auf diesem riesigen
Platz fast schon klein. Eigentlich muss man es wissen, dass sie hier steht. Sonst würde sie nicht auffallen.




Wir irren anfangs etwas umher und versuchen zu erfassen, was es hier alles zu sehen gibt. Unter unseren Füßen befindet sich einer der
wichtigsten U-Bahn-Knotenpunkte der Stadt, während hier oben unzählige Menschen einfach spazieren gehen und den Nachmittag genießen.
Überall blüht und grünt es. Die Parkanlagen sind perfekt gepflegt und es riecht angenehm nach Blumen und frischem Grün.
Da liegt nichts herum. Dafür sorgen die fleißigen und scheinbar unermüdlichen Straßenkehrer.
Manche haben sogar einen Kanister Wasser dabei, um Flecken auf den Wegen sofort zu beseitigen.



Vom Tianfu Square aus entdecken wir schließlich auch unser Hotel hoch oben in einem der Wolkenkratzer. Nach kurzer Suche können wir sogar unser Zimmer ausmachen.
Chunxi Road
Eigentlich wollen wir nur zum Chengdu IFS.
Viel mehr haben wir für den Nachmittag gar nicht geplant. Also laufen wir einfach los und lassen uns treiben. Nachdem wir eine Fußgängerbrücke
überquert haben, erreichen wir die über 100 Jahre alte Chunxi Road, die bekannteste Einkaufsstraße Chengdus.
Gleich am Anfang bleiben wir an einer Bronzeskulptur stehen. Sie erzählt die Geschichte der Straße und zeigt, wie sich Kleidung und Lebensstil der Menschen in Chengdu im Laufe der vergangenen Jahrzehnte verändert haben. Von damals noch traditionellen Gewändern bis zur heutigen Mode.
Und dann geht's richtig los.
Ein Geschäft reiht sich ans nächste. Natürlich dreht sich vieles um das Wahrzeichen Chengdus: den Panda. Plüschtiere, T-Shirts, Koffer, Magnete...
Eigentlich gibt es nichts, was es nicht mit Pandamotiv zu kaufen gibt. Hier stehen aber auch elegante Kaufhäuser, unzählige Stände mit Streetfood
und dazwischen kleine Handwerksläden, an dessen Eingängen Kunsthandwerker direkt vor unseren Augen filigranen Silberschmuck fertigen.
Mit all dem haben wir absolut nicht gerechnet. Hier sind vor allem Einheimische unterwegs. Westliche Touristen sehen wir keine.








An einem Geschäft voller niedlicher Kleinigkeiten – mit Panda und natürlich auch ohne – werde ich schließlich schwach. An diesen Sachen komme ich einfach nicht vorbei. Also kaufen wir gleich eine ganze Tüte für unsere Enkel zu Hause.
Chengdu IFS
Am Ende unseres Spaziergangs erreichen wir schließlich die Hongxing Road Plaza vor dem Chengdu IFS.
Langsam meldet sich auch der kleine Hunger. Unweit von unserem Standpunkt lacht mich ein Streetfood-Stand mit allerlei Gegrilltem an.
Wir fassen uns ein Herz und bestellen einen Fleischspieß sowie eine mit Hackfleisch gefüllte Teigtasche.
Ehrlich gesagt erwarten wir nicht allzu viel. Mit dem Essen in China stehen wir bisher eher auf Kriegsfuß und rechnen schon mit zähem Fleisch.
Aber weit gefehlt. Beides schmeckt richtig gut. So gut sogar, dass wir uns das Gleiche gleich noch einmal holen.

Die Stadt ist praktisch im Pandafieber. Anders kann man es nicht nennen.
Wohin man schaut - es gibt nur ein Thema : 🐼
Riesige LED-Fassaden kennen wir schon aus Tokyo in Shibuya und Ginza.
Das hier setzt noch einmal einen drauf. In dieser Konzentration und dieser Menge haben wir es noch nie gesehen. Mehrere gigantische LED-Bildschirme
ziehen sich über die Fassaden verschiedener Hochhäuser und verwandeln den gesamten Platz in ein Kino.
Einer der Bildschirme misst weit über 350 Quadratmeter.
Zusammen mit weiteren Bildschirmen entsteht eine Kulisse, bei der wir gar nicht wissen, wohin wir zuerst schauen sollen. Denn natürlich sind
dies alles Animationen. Sie sind so programmiert, dass sie 3D suggerieren. Da ragt ein Krokodil oder ein Dino sein Maul gefühlt aus dem Bildschirm.
An einer anderen Stelle wieder spielt ein kuscheliger Panda mit Bienen. Es ist einfach unbeschreiblich. Im wahrsten Sinne des Wortes.



Auf der einen Seite ragt dieses 248 Meter hohe Chengdu IFS-Gebäude in den Himmel.
An seiner Fassade scheint ein riesiger Panda hinaufzuklettern. Wahnsinn!
Ein paar Fotos müssen natürlich sein. Dass wir schon übermorgen noch einmal hierher zurückkehren werden, ahnen wir in diesem Moment
allerdings noch nicht.




Wir fahren mit einer überdimensional langen Rolltreppe in die dritte oder vierte Etage. Ich kann es nicht ausmachen. Eigentlich suchen wir ein Café. Aber auch im modernen China trinkt man lieber Tee. Wir finden dann eins im Untergeschoss, verlieren aber unterwegs auch etwas die Orientierung. Das ist dann auch egal. Hauptsache der Cappuccino schmeckt. Und das tut er. Denn das können sie verlässlich gut.
Ansonsten ist das Innere für uns eher uninteressant. Shoppingmalls gibt es in China wie Sand am Meer. Wir sind uns sicher: Hier haut uns nichts vom Hocker.


Das Wetter ist nicht besonders. Wir machen die letzten Aufnahmen und rufen ein Didi-Taxi. Just im Moment des Einsteigens, beginnt es an zu regnen. Da haben wir nochmal Glück gehabt. Wir haben wieder ein sehr modernes E-Auto erwischt. Das gesamte Dach ist verglast. So sehen wir die abendliche Beleuchtung geschützt durch das Autodach.
Jinli Ancient Street
Unser letzter Stopp führt uns in die Jinli Ancient Street.
Man hatte uns erzählt, dass sich hier die historische Altstadt Chengdus befindet. Also nix wie hin!
Als wir aus dem Taxi steigen, nieselt es nur noch.
Ich ahne schon, was uns erwartet: Touristenmassen. Und genau so ist es. Ich meine, wir sind ja auch Touristen.
Aber ich mag lieber Orte, die nicht jeder besucht. Aber dies hier gehört nicht dazu.

Jinli war bereits vor über 2.000 Jahren eine bedeutende Handelsstraße. Ihren Namen verdankt sie dem berühmten Shu-Brokat,
einem besonders kostbaren Seidenstoff aus Chengdu, der einst in ganz China und entlang der Seidenstraße gehandelt wurde.
Das, was wir heute sehen, ist allerdings deutlich jünger. Die Gebäude wurden in den vergangenen Jahrzehnten im traditionellen Stil neu errichtet
beziehungsweise rekonstruiert. Heute gehört Jinli zu den beliebtesten Touristenattraktionen Chengdus und ist eigentlich eine Flanier- und Einkaufsmeile.
Unzählige kleine Geschäfte mit ausgefallenen Andenken sorgen für eine stimmungsvolle Kulisse, die an das alte China erinnern soll.
Doch vieles wirkt einfach zu perfekt. Zwischen Souvenirläden, Snackständen und den vielen Besuchern kommt
bei uns nur wenig von dem Gefühl auf, durch eine gewachsene Altstadt zu schlendern.
Natürlich sieht das alles ausgesprochen hübsch aus. Die traditionellen, liebevoll gestalteten Fassaden und die roten Laternen
ergeben wirklich schöne Fotomotive.
Aber genau diese Perfektion ist mein persönliches Problem. Selbst die Bodenplatten wirken geschniegelt, glatt und sauber,
dass man hier skaten könnte.
Wer natürlich zum ersten Mal nach China reist oder nur wenige touristische Orte besucht, wird Jinli vermutlich lieben.
Wir dagegen haben mit Dali, Shaxi
und Lijiang bereits mehrere wirklich authentische Orte erlebt. Außerdem werden
auf unserer weiteren Reise noch einige folgen.
Deshalb fragen wir uns nach kurzer Zeit eher, was wir eigentlich hier wollen.
Schön ist es, ohne Zweifel. Aber eben auch ein wenig zu perfekt und zu unecht für unseren Geschmack.
Aber trotz der Enttäuschung gelingen mir noch einige schöne Aufnahmen. Zum Abschluss haben wir sogar das Glück, einigen Handwerkern dabei zusehen zu dürfen, wie typische chinesische Produkte noch in traditioneller Handarbeit hergestellt werden.



Für den zweiten Tag in Chengdu ist der Besuch eines Panda Parks geplant.
Das Wetter ist eher gruselig. Grau in grau und sogar etwas nebelig...
Hier geht es weiter zu Pandastisch 🐼 - Erlebnis Panda
Für den dritten Tag in Chengdu ist eigentlich ein Ausflug zum Leshan-Buddha geplant. Dort befindet sich die 71 Meter hohe,
in eine Felswand gehauene Buddha-Statue. Doch die Sehenswürdigkeit liegt rund 65 Kilometer von Chengdu entfernt. Allein die An- und Abreise – egal
ob mit Zug oder Auto – würde fast vier Stunden des Tages verschlingen. Deshalb streichen wir den Ausflug schweren Herzens aus unserem Programm.
Vielleicht wird es ja irgendwann ein zweites Mal Chengdu. Nur mit mehr Zeit.
Wir bleiben in der Stadt. Chengdu gefällt uns nämlich echt gut und hat außerdem noch mehr Superlative zu bieten.
Aber erst einmal beginnen wir den Tag mit einem weiteren Spaziergang zum Chengdu IFS.
Diesmal nehmen wir bewusst einen anderen Weg. Schließlich gibt es in einer Millionenstadt wie Chengdu an jeder Ecke etwas Neues zu entdecken.
Wieder fallen uns außergewöhnliche Gebäude, moderne Architektur und kleine teils auch kitschige Details ins Auge.
Es lohnt sich eben, nicht immer den kürzesten Weg zu nehmen.

I'm Here
Gestern Abend, als ich bei Instagram noch nach weiteren Highlights in Chengdu gesucht habe, fiel mir ein Foto auf.
Es zeigte den Blick direkt in das Gesicht des riesigen Pandas, der außen an der Fassade emporzuklettern scheint.
Da frage ich mich doch glatt: Wo bitte wurde dieses Foto aufgenommen?
Eine kurze Suche mit Google Lens liefert die Antwort. Der Aussichtspunkt hat sogar einen eigenen Namen: I'm Here.
Sehr originenell 😉
Natürlich wollen wir uns das selbst ansehen und fahren in die siebte Etage des IFS. Von dort gelangt man auf die Dachterrasse,
die offenbar jeder Besucher kennt. Ok. Schließlich sind wir in China. Orte, die man ganz für sich allein hat, scheint es hier ohnehin nicht zu geben.


Global Center Chengdu & SKP
Am frühen Nachmittag machen wir uns auf den Weg in den südöstlichen Teil der Stadt. Dort wollen wir uns das Global Center Chengdu ansehen,
das mit 1,76 Millionen Quadratmetern als das weltweit größte freistehende Gebäude gilt.
Von außen wirkt das Global Center zwar gigantisch, doch in seiner weitläufigen Umgebung steht der Gebäudekomplex fast etwas verloren da.

Wir kommen vollkommen unbedarft hier rein in der Annahme, es sei ein Einkaufszentrum der Superlative. Aber so einfach ist das nicht.
Es handelt sich hier um eine riesige Freizeit- und Erlebniswelt. Hierzu gehören Hotels, Büros und scheinbar unendlich viele Restaurants.
Natürlich kann man hier auch shoppen. Und irgendwo soll sich auch ein Wasserpark befinden.
Es ist gigantisch. Leider heisst gigantisch auch nicht unbedingt schön. Jedenfalls fühlt es sich etwas
seelenlos an. Wir fahren in die obere Etage. Die erreicht man mit einer durchgehenden Rolltreppe.
Durchgehend vom Erdgeschoss bis zur 4.Etage.
An der Brüstung stehend, versuche ich zu erfassen, was es hier zu sehen gibt. Diese vielen verschiedensten Elemente sind jeder einzeln genommen
irgendwie schön. Aber in der Gesamtheit ist es eher ein Rummel wie in Las Vegas. Auf der einen Seite gibt es ein Areal mit Spielhallen. Auf der
anderen Restaurants.
Na ja. Not bad - aber nichts, was ich jemanden empfehlen würde es unbedingt zu besuchen.


Aber letztendlich sind wir ja nicht wegen des Global Centers hier, sondern wegen der Fontänen, die erst nach Einbruch
der Dunkelheit ihre ganze Pracht entfalten. Bis dahin müssen wir uns die Zeit noch ein wenig vertreiben.
Also spazieren wir zum SKP, dem größten unterirdischen Einkaufszentrum Asiens.
Von außen deutet kaum etwas darauf hin. Aber unter unseren Füßen verbirgt sich eine lichtdurchflutete Luxusmall auf rund 320.000 m², die
über 1.000 Shops mit internationalen und chinesischen Marken beherbergt. Es gibt großzügige Grünflächen und Wasserläufe, außergewöhnliche
Architektur mit großen Glasdächern.
Wir schauen nur kurz von oben rein, laufen aber auch einen kurzen Teil unten ab...
Aber ja. Shoppen bis zum Abwinken eben.

In der Zwischenzeit ist es endlich dunkel geworden.
Die bei Tageslicht langweiligen grauen, dicken Säulen, betteln jetzt um fotografiert zu werden.
Glücklicherweise befinden auch sie sich auf dem SKP Gelände und damit nur einige Schritte entfernt vom momentanen Standort.Das Objekt unserer
Begierde steht nämlich auf dem Dach des Shopping-Centers. Es sind die sechs Wasserfontänen namens Türme der Vitalität.
Towers of Vitality
Die Türme der Vitalität (das ist eher eine deutsche Bezeichnung) heißen offiziell Towers of Vitality
und sind eine Anlage aus zwölf 36 bis 39 Meter hohen vertikalen Springbrunnen. Sie wurden 2013 zusammen mit dem auf der anderen Straßenseite
stehenden Global Center eröffnet und sind Teil eines groß angelegten Stadtentwicklungsprojekts im Süden Chengdus. Finanziert wurde die Anlage
von der Stadt Chengdu beziehungsweise im Rahmen der Entwicklung der Tianfu New Area.
"Die abendlichen Wasser-, Licht- und Musikshows sollen die Dynamik, den wirtschaftlichen Aufschwung und
die Lebenskraft der Millionenmetropole symbolisieren", heisst es.
Wir gehören zu den Ersten vor Ort. Noch ist es windstill, und so können wir uns den bis zu 39 Meter hohen Wassersäulen relativ weit nähern, ohne gleich geduscht zu werden. Doch keine halbe Stunde später frischt der Wind auf und immer mehr Besucher strömen herbei. Aber das stört überhaupt nicht. Alle wollen das Eine: Fotografieren und den schönsten Moment einfangen. Denn im Grunde genommen ist es eine Show mit wechselnden Farben.




Eine Dreiviertelstunde später haben wir genug gesehen. Und ja – wir sind leicht benebelt.
Nicht nur von den schönen Farbspielen, sondern auch von den Fontänen, deren feiner Sprühnebel uns immer wieder erreicht hat.
Nun wird es allerdings schwierig, einen Didi zu bekommen. Wir sind schließlich nicht die Einzigen, die hier wieder weg wollen.
Wir bobachten einen kleinen „Kampf“ zwischen Taxi- und Didi-Fahrern, den wir so bisher noch nicht erlebt haben. Einige Taxifahrer blockieren den
Zugang zum Fußgängerbereich, andere versuchen sogar, die heranfahrenden Didi-Fahrzeuge in der dritten Spur abzudrängen.
Unser Didi-Auto, auf das wir ungewöhnliche zehn Minuten gewartet haben, steht schließlich vor uns. Aber ein Einsteigen ist zunächst unmöglich.
Ein Taxi hat sich so dicht an die Tür gestellt, dass wir sie nicht öffnen können. Gestikulierend bitten wir, dass uns Platz gemacht wird.
Aber der Taxifahrer denkt gar nicht daran. Es ist ein einziges Gehupe. Und so dauert es eine Weile, bis er endlich einen Gast hat und uns den Weg
zur Tür frei macht.
Eine solche Aggressivität im Straßenverkehr und zwischen den Fahrdiensten haben wir auf unserer bisherigen Reise noch nicht erlebt.
Unser nächstes Ziel ist nicht weit entfernt. Es geht zu den Tianfu Twin Towers.
Tianfu Twin Towers & Jiaozi Ring Bridge
Die Tianfu Twin Towers im neuen Finanzviertel der Stadt gehören mit ihren jeweils 218 Metern Höhe zu den markantesten Wahrzeichen
des modernen Chengdu. Die 2020 fertiggestellten Zwillingstürme stehen auch sinnbildlich für Chengdus rasanten wirtschaftlichen Aufstieg.
Wie sie am Tag wirken, wissen wir nicht. Aber auch diese Sehenswürdigkeit entfaltet ihren besonderen Reiz erst nach Einbruch der Dunkelheit.
Dann erst schlägt das Touristenherz höher. Genau dann, wenn die Fassaden der Türme zu riesigen LED-Flächen werden und die ersten Lichtanimationen über
die Gebäude laufen. Dann verwandeln sich die Fassaden in riesige LED-Bildschirme, auf denen spektakuläre Licht- und Animationsshows zu sehen sind.


Sicher kann man das alles auch von der Straße aus bewundern.
Den besten Blick hat man jedoch von der Jiaozi Ring Bridge, einer kreisförmigen Fußgängerbrücke, die sich wie ein Ring über die gesamte,
weitläufige Kreuzung spannt und alle vier Seiten miteinander verbindet.
Eigentlich ist diese futuristische Konstruktion schon für sich eine Sehenswürdigkeit.
Der Name bezieht sich auf das Jiaozi, das historische Papiergeld, das in Chengdu während der Song-Dynastie erfunden wurde.
Die runde Form soll an eine alte chinesische Münze erinnern.
Die Brücke verbindet die vier Seiten der großen Kreuzung und bildet zusammen mit den Tianfu Twin Towers das neue Wahrzeichen „ein Ring und zwei Türme“.


Auch der Blick zur anderen Seite der Kreuzung lohnt sich.
Auf der Fassade des Gebäudes rechterhand befindet sich eine weitere riesige LED-Wand.
Zunächst denke ich, es handelt sich lediglich um einen orangefarbenen Bauvorhang. Doch als sich die Fläche plötzlich zu bewegen
beginnt, ist alles klar: Ein Panda in Übergröße erscheint auf der Fassade und scheint mühsam über ein Hindernis zu klettern.
Die Illusion ist so täuschend echt. Der Panda wirkt absolut dreidimensional.
Ich habe über solche Animationen schon oft in Reiseberichten gelesen und konnte mir nie richtig vorstellen, wie es funktionieren kann,
dass man als Betrachter derart getäuscht wird. Doch vor Ort ist der Effekt tatsächlich verblüffend. Für den Moment vergisst man
ganz easy, dass es sich nur um eine digitale Animation handelt.


Anshun Corridor Bridge
Es ist kurz vor 9 pm.
Zugegeben, wir sind etwas aufgedreht.
Aber uns geht es gut. Wir sind im Chengdu-Fieber.
Außerdem habe ich noch ein letztes Ass vorbereitet 😉
Mit Didi lassen wir uns zur Anshun Corridor Bridge bringen.
Sie liegt im zentralen Stadtbezirk Jinjiang am Jinjiang River und damit in einer der lebendigsten Gegenden Chengdus.
Historische Altstadt sucht man hier zwar vergeblich, aber die Mischung aus traditioneller Architektur, moderner Stadt und pulsierendem
Nachtleben macht den besonderen Reiz dieses Viertels aus. Rund um die Brücke haben sich zahlreiche Restaurants, Bars und Musiklokale angesiedelt.
Eigentlich hatten wir schon Bedenken, zu spät für die Illumination zu kommen. Aber falsch gedacht.
Hier tobt noch das pure Leben. Menschen sitzen auf den Treppen mit Blick auf den Fluss, Garküchen auf rollenden Wägen sind unterwegs,
und wer möchte, kann sich spontan die Schultern massieren lassen. Irgendwo steht ein Sänger und erfüllt die
Umgebung mit wunderbar klingender chinesischer Musik.
Was für ein Flair!

Die Anshun Corridor Bridge ist mit ihrer traditionellen chinesischen Architektur ein echter Blickfang am Jinjiang-Fluss.
Die überdachte Bogenbrücke, die wir hier sehen, ist allerdings noch recht jung. Sie wurde zwischen 2000 und 2003 als Teil der
Neugestaltung des Flussufers neu errichtet. Der Grund dafür war, dass die ursprüngliche Brücke im Laufe der Jahrhunderte
immer wieder durch Hochwasser zerstört und mehrfach wieder aufgebaut worden war.
Die neue Anshun Langqiao, wie sie offiziell heißt, orientiert sich an ihrem historischen Vorbild aus der Ming- und Qing-Zeit.
Sie ist 81 Meter lang und etwa 6 Meter breit. Durch diese drei Bögen, die geschwungenen Dächer und die überdachte Bauweise lassen sie wie
ein Relikt aus vergangenen Zeiten wirken. Eine exakte Kopie der Brücke aus dem 17.Jahrhundert.
Nun ja. Auch wenn es nicht das Original ist, vermutet man Historisches. Marco Polo soll im 13. Jahrhundert während seiner Reise durch China eine überdachte Brücke in Chengdu beschrieben haben, die vermutlich die Vorgängerin der heutigen Anshun-Brücke ist.




Blick von der Brücke Richtung Süden:

Und so sieht sie von der anderen Seite aus:

Auf der anderen Seite des Jinjiang Rivers erwartet uns ein ebenso quirliges Leben. Hier reihen sich Bars und Restaurants aneinander.
Und dann wird’s aufregend. Vier Leute liegen auf einer Art Entspannungsliegen. Dahinter stehen viele und gucken auf die Wand voller Buchstaben,
die wir eh nicht entziffern können. Zuerst denke ich noch, sie gucken sich bei der Behandlung irgendwelche Wettspiele an. Beim genauen Blick
checken wir erst, was hier gemacht wird: Den Behandelnden werden aus dem Ohr Ablagerungen entfernt. Eine Kamera nebst Licht überträgt das mittel-leckere
Ereignis auf die Bildfläche. Aber irgendwie ist das dann doch fesselnd. Auch wir stehen ziemlich gebannt und starren auf die Fläche.
Am liebsten würde ich das auch machen lassen.
Aber ich bin ja froh, dass mein Ohr seit gestern Abend Ruhe gibt. Die Mittelohrentzündung scheint überstanden.

Bis zur Straße, wo wir einen Didi rufen können, durchlaufen wir noch ein Wohngebiet, wo die Einheimischen essen.
Jetzt - kurz nach 10pm ist hier noch Bambule. Es wird an riesigen Tischen gegessen. Auch Kinder. Unter einigen Tischen sieht’s saumässig aus.
Chinesen sind dahingehend absolut schmerzfrei. Tissues, Knochen landen neben oder unter dem Tisch.
Aber eines ist gewiss: Morgen früh haben die fleißigen Wichtel wieder alles blitzblank gemacht.
Was mir auf unserer Reise durch China immer wieder auffällt, ist diese typische Haltung.
Überall hocken Menschen ganz entspannt auf den Fersen. Egal ob an Straßenecken, vor Geschäften, an Bushaltestellen oder wie hier wartend auf ein
Didi-Taxi. Sie hocken so, unterhalten sich, schauen aufs Handy oder beobachten einfach das Leben um sich herum.
Ich muss leider zugeben, dass ich darauf echt neidisch bin. Während mir nach kurzer Zeit vermutlich die Beine einschlafen würden,
meine Knie endgültig "gebrochen" wären, scheint diese Hocke für Chinesen die natürlichste und erholsamste Sitzposition überhaupt zu sein.
Für mich gehört dieser Anblick nun definitiv zu China.

So geht es weiter
Das war's also.
Unsere Zeit in Chengdu ist vorbei. Schade eigentlich. Gerade dann, wenn man anfängt, den Rhythmus einer Stadt zu verstehen
und sich ein wenig heimisch zu fühlen, geht die Reise weiter.
Unser nächstes Ziel hätte es ohne eine ZDF-Reportage wohl nie - ach Quatsch - definitiv nicht in die Reiseroute geschafft. Während Städte wie Shanghai
oder Beijing und vielleicht noch Shenzhen weltweit bekannt sind, habe ich von Chongqing noch nie gehört. Ein völlig unbekannter Name.
Dabei gehört die Stadt zu den größten Metropolen der Erde.

