Fort Amber, Jaipur,Rajastan,India,Indien

Jaipur

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Jaipur wurde von Jai Singh II. am 27. November 1727 gegründet, als er sich entschloss, die alte Residenz Amber, die 700 Jahre als Hauptadt gedient hat, zu verlassen.
Der Plan für die Errichtung entstand auf dem Reißbrett und wurde entsprechend der Regeln der Shilpa Shastra (altes indisches Lehrbuch der Baukunde) errichtet. Darin wird die Lage, die Größe, die Breite der Haupt- und Nebenstraßen geregelt.
Es entstand eine Stadt die ganz untypisch für Indien ist. Die Straßen laufen rechtwinklig zueinander.

Das ursprüngliche Jaipur, die heutige Altstadt war in 9 Blöcke eingeteilt, die den entsprechenden Kasten zugeordnet war. Die Stadt wurde durch eine Mauer mit sieben Toren umschlossen. Anfang des 19.Jh. ging der Maharaja von Jaipur ein Abkommen ein, das ihm dem Schutz durch die englische Kolonialmacht zusicherte.
Genau aus diesem Grund wurden die Fassaden zu Ehren des Besuchs von Prinz Albert Eduard im Jahr 1876 (der spätere König Edward der VII.) in der Begrüßungsfarbe rosa gestrichen.
So bekam die Stadt den Beinamen "Pink City".

Highlights eines Besuchs in Jaipur sind das Wahrzeichen der Stadt, das Hawa Mahal "Palast der Winde", die Altstadt mit seinen Toren, das Observatorium Jantar Mantar sowie die nahe gelegene Festung Amber.

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Das Tagesprogramm beginnt mit der Fahrt zum Fort Amber.
Auf dem Weg dorthin fahren wir jedoch am Palast der Winde vorbei. Unser Guide meint, daß jetzt die beste Zeit sei, um die zum Osten stehende Fassade zu fotografieren. Und Recht hat er!



Das Fort Amber liegt nur knapp 11 km nördlich von Jaipur.
Als wir ankommen, sind wir so etwa die Tausendsten in einer langen Schlange.
Die Idee, die Touristen nicht zu Fuß oder mit dem Auto auf die Festung zu bringen, sondern per Elefantenritt, ist sicher toll. Bei den zu bewältigenden Menschenmassen hat es nichts mit dem Flair, das man hier vermitteln will, zu tun.
Bunt bemalte Elefanten beladen mit jeweils 2 Touristen in einem Abstand von 1 m trotten den Weg nach oben.
Auf diese "Attraktion" hätte ich auch gern verzichten können.
Nach einer guten Stunde Wartezeit mitten in der prallen Sonne sind wir auch endlich dran, auf einen Elefanten zu steigen. Wir sitzen auf auf einer ca. 1,50 x 1,50 m Plattform und rutschen durch die Bewegung des Elefanten hin und her. Ein Rahmen in etwa 20cm Höhe ist das Einzige, an dem man sich festhalten kann. Als wir da oben angekomen sind, schaue ich mir diese Prozedur an ... und die Tiere tun mir nur leid.



Der Palast diente bis 1727 als Sitz der Herrscher, bevor Jaipur Hauptstadt wurde.
Wir schauen uns die wirklich schön gemachten, gut restaurierten Innenräume, den Lustgarten mit seinen Balkonen, die Spiegelverzierungen sowie Intarsienarbeiten an.


Hier an diesem Absteigepodest beginnt die Besichtigungstour.

Der Ganesh Pol ist das 3-stöckige Tor das in die Privatgemächer führt.


Für 5 Rupien haben diese zwei Schuttträgerinnnen, die immer schön "show gelaufen sind", nicht nur für's Foto gelächelt, sondern sich auch ein zusätzliches Trinkgeld verdient, während ihre Kollegen durchgehend gearbeitet haben.

Blick durch das Gittermauerwerk, wie ihn die früheren Bewohner des Palastes hatten. Ist das der Vorläufer der Jalousie?



Vom Amber Fort hat man einen Panoramablick bis zur Altstadt, dem Maota Lake und das umliegende Land.


Ein letzter Blick auf das Amber Fort sowie die dahinter liegenden Mauern des Jaigarh Fort, dann gehts auf den Rückweg. Glücklicherweise gibt es einen anderen Weg zu Fuß nach unten und so müssen wir nicht wieder auf den armen Elefanten reiten.

Vorbei am Wasserpalast Jal Mahal...



...geht es wieder nach Jaipur.

Als nächstes besichtigen wir den City Palace.

Hier erfahren wir unter anderem, daß die Stadt zum Zeitpunkt des Todes Jai Singhs II. noch nicht fertig war und die Nachfolger Abweichungen zu den Vorschriften des Shilpa Shastra zugelassen haben.
So war Udai Singh ein begeisterter Astronom und ließ nicht, wie in den Vorschriften festgelegt, einen Tempel, sondern ein Observatorium mitten in der Stadt errichten.
Insgesamt ließ er fünf Obsevatorien in Indien bauen, wobei das zwischen 1728 und 1734 Jantar Matar in Jaipur die am besten ausgestattete und am besten erhaltene Anlage ist. 1901 wurde das Observatorium restauriert.

Es gilt bis heute als das größte steinernde Observatorium der Welt.


Das beeindruckendste Instrument ist eine 30 m hohe aus Marmor und Sandstein gefertigte Sonnenuhr. Leider ist diese ungenau, da man damals annahm: Je größer ein Instrument gebaut wird, desto genauer ist seine Messung. Das Gegenteil ist der Fall, da der Schatten dementsprechend ungenau gestreut wird.

Wie auch immer. Wir finden diese Instrumente aus Stein sehr interessant.

...die Sternzeichen CANCER...Krebs PISCES...Fische
LIBRA...Waage ARIES...Widder


Der Stadtpalast aus einer anderen Perspektive.
Die hochgehißte Fahne heißt: die derzeitige Maharani und der Maharadja weilen momentan im Palast.

Die Führung mit dem hiesigen Guide beenden wir zum frühen Nachmittag. Zum Essen verlassen wir die Altstadt durch das im Westen gelegene Tor.


Der Nachmittag steht uns ganz allein zur Verfügung. Wir lassen uns in der Altstadt treiben und genießen das bunte Leben, das an uns vorbeizieht und kaufen einige Mitbringsel für zu Hause.
Abends sind wir wieder im Haveli zum Dinner und lassen den Tag Revue passieren.





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