• Garden of the Gods, Colorado Springs
    Garden of the Gods  
    Tag 3

Highlights des Tages

Garden of the Gods

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Stadtpark mit interessanter Geschichte ...

VICTOR, COLORADO

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Ein Städtchen wie aus einem alten Cowboy-Streifen ...

PHANTOM CANYON ROAD

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33 atemberaubende und landschaftlich schöne Kilometer ...

Zwischen Bumback Gulch und Cotopaxi

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Wo die US-50 und der Arkansas River ganz nahe beieinander sind ...

ZWISCHEN HIMMEL & ERDE

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Wolkenformationen so einmalig schön - einfach wie gemalt ...

Colorado Springs-South Fork

Halb Zehn sind wir abfahrbereit. Ausgecheckt und Koffer im Auto verstaut.
Das Wetter ist wieder traumhaft. Wir messen 20°C.

Eine lange Distanz steht heute auf dem Programm:
Von Colorado Springs nach South Fork. Das liegt im Ostteil des Rio Grande National Forest - aber immer noch im Bundesstaat Colorado.

Über den kürzesten Weg wären wir mit 218 Meilen schon in etwa dreieinhalb Stunden dort. Klingt verlockend, wenn da nicht eine überwiegend ereignislose Strecke dazwischen liegen würde.

Unter dem altbekannten Motto: "Der Weg ist das Ziel" wird die Streckenführung deshalb wie folgt aussehen:

- Kurze Stippvisite im Garden of the Gods
- Fahrt über US-67 bis Victor, Colorado
- Phantom Canyon Road
- Fahrt bis South Fork

# Garden of the Gods

Ein nahgelegenes Highlight der Stadt ist der Garden of the Gods.
Eine Art Stadtpark, den man mit Fahrrad, Segway, wandernd oder einfach auf den superglatten Straßen per Auto erobern kann.

Aufgrund der bevorstehenden, heute noch zu fahrenden Strecke planen wir nur eine einzige Stunde für den Park ein. Eine Art sich Überblick zu verschaffen.
Auf beste Fotozeiten, zum Beispiel bei Sonnenuntergang, kann dabei nicht Rücksicht genommen werden.

Der Park befindet sich am westlichen Rand der Stadt Colorado Springs.
Die Zufahrt von der US 24 in westlicher Richtung ist nicht zu verfehlen.

Garden of the Gods, Colorado Springs,Southwest,USA,born4travel.de

Interessante Fakten:
Quelle: Website Garden of the Gods

Wie der Park zu seinem Namen kam...

Zwei Landvermesser aus Denver wurden 1859 beauftragt im Rahmen des Aufbaus der Stadt das zukünftige Areal - jetzt Colorado Springs - zu erkunden. Bei der Erkundung der Umgebung stießen sie auf außergewöhnliche, rote Sandsteinformation.
"Ein idealer Ort für einen Biergarten" so der eine.
"Aber einen für Götter" so der andere.
"Nennen wir es Garden of the Gods!"

So blieb es bei dem Namen.

Historie des Parks...

Im Jahr 1879 drängte General Palmer seinen Freund, Charles Elliott Perkins, den Leiter der Burlington Railroad, wiederholt, ein Haus im Garten der Götter zu errichten und seine Eisenbahn von Chicago nach Colorado Springs zu bauen.
Perkins kaufte im gleichen Jahr 610 Tausend Quadratmeter im Garden of the Gods für ein Sommerhaus. Später kaufte er noch Land dazu - bebaute es allerdings nicht.
Er zog es vor sein "Wundeland" im natürlichen Zustand zu belassen und der Öffentlichkeit frei zugängig zu machen. Allerdings verpasste er zu seinen Lebzeiten entsprechende Arrangements mit der Stadtverwaltung zu vereinbaren.
Deshalb übertrugen die Kinder von Perkins 1909 das gesamte Eigentum, das mittlerweile auf fast zwei Quadratkilometer angewachsen ist, unter folgender Auflage an die Stadt Colorado Springs:
"It would be known forever as the Garden of the Gods - where it shall remain free to the public, where no intoxicating liquors shall be manufactured, sold, or dispensed, where no building or structure shall be erected except those necessary to properly care for, protect, and maintain the area as a public park."

Es ist Montagvormittag und der Park ist stark frequentiert.
Die Parktaschen sind gut besucht, aber wir finden trotzdem immer ein Plätzchen. Zum Wandern und ausgiebigen Erkunden haben wir keine Zeit und verschieben das Vorhaben auf einen nächsten Besuch in Colorado Springs.

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Halb Elf verlassen wir den Park - wir wurden also doch länger vom Park gefesselt - und besorgen uns gleich anschließend im nahgelegenen Safeway ein paar Lebensmittel für die Zeit in South Fork.
In der Drogerie nebenan kaufen wir eine SIM Card und einen 6GB-Vertrag für 45USD und anschließend verlassen wir endgültig die City.
Es geht gen Westen auf der CO-24.
Im Ort Divide zweigen wir auf die CO-67 gen Süden ab.

Bis Victor, unserem nächsten anvisiertem Ort sind es etwa zwanzig Meilen. Die Straße ist asphaltiert und wir brauchen eine knappe halbe Stunde.

Colorado Springs,Southwest,USA,born4travel.de

Irgendwo auf dem Weg nach Victor, CO.

# Victor, Colorado

Victor begrüßt uns bei bestem Wetter.
Ein imposanter Förderturm signalisiert, dass es sich hier um ein Goldgräberstädtchen handelt.
Die ersten Eindrücke werden natürlich schon hier auf der SD Card gespeichert.

Wir fahren in den Ort rein und sind begeistert von dem was wir hier sehen:
Häuser wie aus alten Cowboyfilmen - allerdings hübsch und sauber. Es parken Autos vor den Häusern. Aber wo sind die Menschen dazu?
Sonderbar.
So fahren wir alle Straßen ab und verlassen Victor nach einer knappen Stunde.

Erst im Nachhinein surfe ich etwas und entdecke...

Interessantes über das Städtchen Victor
Quelle: Website Legends of America

...von einem geschichtsträchtiges Dorf wird da geschrieben.
Voller alter Gebäude aus der Zeit als der Ort noch Boomtown war.
Eine Halb-Geisterstadt und eine der am besten erhaltenen Bergbau-Anlagen in Colorado.

Goldgräberstadt Victor,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de

1890, als etwa zwei Dutzend Menschen in diesem Areal entlang des Cripple Creeks lebten, entdeckte ein Cowboy und gelegentlicher Erzschürfer die erste Goldader auf seiner Rinderfarm.
Der Fund sprach sich schnell rum und in kürzester Zeit zog es Schürfer von überall an.
Erst wurde der Ort Cripple Creek dann 1893 der Ort Victor gegründet. Weiterhin Goldfield, Elkton, Altman, Independence, Anaconda, Gillette, Cameron, Beaver Park, Arequa und Lawrence.
Etwa 50 Tausend Menschen siedelten sich hier am "reichsten Hügel der Erde", wie die Gegend damals genannt wurde, an. Eine rege Geschäftstätigkeit setzte ein. Nicht nur Goldmünzenminen wurden gegründet. Auch Banken, Geschäfte, Hotels und Saloons.

1894 legten die Woods Brothers den Grundstein für das dringend benötigte Victor Hotel. Ganz modern - es hatte sogar Strom.
Die Gebrüder Woods, die als Gründer der Stadt in die Geschichte eingegangen sind, investierten auch in den Bau der Goldmünzenmine auf der Diamond und Fifth Street.

Goldgräberstadt Victor,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de

Als jedoch ein Feuer am 21. August 1899 in einem Bordell in der berüchtigten Paradiesgasse Victors ausbrach, bedeutete dies auch gleichzeitig das Ende einer Erfolgsära.
Im Inferno wurden vierzehn Blöcke mit etwa 800 Gebäuden zerstört.
Schäden beliefen sich auf eine Höhe von 1,5 Millionen und 1.500 Menschen wurden obdachlos.
Als größter Immobilieneigentümer erlitt die Woods Investment Company die schwersten Verluste, einschließlich der totalen Zerstörung ihrer Bank und des ursprünglichen Victor Hotels.
Victors Bürger begannen sofort mit dem Wiederaufbau und innerhalb von drei Tagen waren die Banken wieder im Geschäft. Am 24. Dezember 1899 wurde die "neue" First National Bank of Victor der Familie Woods fertiggestellt, die nicht nur ihr Bank- und Anlagegeschäft, sondern auch eine Reihe von Einzelhandelsgeschäften unterhielt.
Obwohl die Stadt bald wieder florierte, war es nicht von langer Dauer.

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Heute betreibt die Cripple Creek & Victor Gold Mining Company weiterhin die größte Tagebaumine in Colorado. Obwohl der Goldabbau von heute nicht mit der von Victors Blütezeit mithalten kann, ist er wieder zum Mittelpunkt der Stadtwirtschaft geworden und hat viel zur Erhaltung des Viertels beigetragen.
Zusätzlich zu den vielen Umweltanforderungen hat die Cripple Creek & Victor Gold Mining Company eine Reihe von Trails gebaut und in Zusammenarbeit mit einer lokalen Freiwilligengruppe Exponate für Bergbauausrüstungen eingerichtet.
Der jetzige Ort Victor ist mit seinen architektonischen Gebäuden aus den 1890er Jahren, die diese Landschaft prägen, noch immer dem einstigen Victor sehr ähnlich.

Die gesamte Stadt sowie eine Reihe von Gebäuden wurden in das National Register of Historic Places aufgenommen. Victors zweistöckiges Rathaus im klassizistischen Stil wurde vollständig restauriert und beherbergt weiterhin das Büro der Stadtschreiber, das Stadtgericht und die Polizei sowie ein neues Besucherzentrum und ein Museum.
In der 230 N. 4th Street stehen weiterhin das Midland Terminal Railroad Depot, das Victor Hotel im Woods Old Bank Building und Strattons Independence Mine and Mill außerhalb der Stadt.
Zahlreiche Bergbau-Überreste können an diversen Stellen der Stadt besichtigt werden.
Vom einstigen Cripple Creek Mining District sind nur noch Victor, Gillette, Goldfield und Cripple Creek erhalten geblieben.

Ok. Das zur Geschichte.

Und hier meine gesammelten Eindrücke:

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Das Fortune Club Hotel

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# Phantom Canyon Road

Die Phantom Canyon Road ist insgesamt 33,7 Meilen lang. Das sind etwa 54 Kilometer. GoogleMaps plant etwa anderthalb Stunden ein.
Die Phantom Canyon Road ist Teil des Gold Belt Scenic Byway und erstreckt sich zwischen Victor und Florence im US Bundesstaat Colorado.

Kurz nach Verlassen der Diamond Ave, die den Ort Victor tangiert wird die Straße unbefestigt aber gut präpariert. Mit Waschbrettabschnitten beziehungsweise Tiefsandpassagen muss man nicht rechnen.
Hier kann jeder PKW fahren - hier braucht man keinen 4WD. Vielleicht im Winter wenn die Strecke verschneit ist.

Phantom Canyon Road,Victor to Florence,Gold Belt Tour Scenic BywayColorado,Southwest,USA,born4travel.de

Diese Strecke zu fahren und damit einen enormen Umweg beziehungsweise eine wesentlich längere Fahrt auf uns zu nehmen, war mein spezieller Wunsch, nachdem ich Fotos von der Strecke im Netz gefunden habe.
Doch irgendwie hatten jedoch die meisten ziemlich mieses Wetter. Oder wenigstens tief hängende Wolken. So auch wir.
Anfangs wechseln sich Wolken mit Sonne ab.
Das Wetter spult das gleiche Programm wie gestern ab: Vormittags Sonne und ab mittags bereitet sich der Himmel zum Wolkenbruch auf.

Obwohl ich mich echt zurückgehalten habe, gibt es viel mehr Aufnahmen, die ich in einem gesonderten Artikel über die Phantom Canyon Road verfasst habe.

Nach etwa fünfeinhalb Meilen bleiben wir zum ersten Mal stehen.
Die Formationen am Eight Mile Creek, dieser Creek begleitet uns übrigens die ganze Zeit, sehen beeindruckend aus.
Grau-rote Felsblöcke mitten im Grünen. Einfach klasse!

Phantom Canyon Road,Victor to Florence,Gold Belt Tour Scenic BywayColorado,Southwest,USA,born4travel.de
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Gefährlich sind die Straßenzustände nie wirklich auch wenn ich als Beifahrer teilweise den Eindruck habe, dass wir zu nahe am Abgrund fahren.
Die Landschaft ist wirklich abwechslungsreich.
Mal eng - mal genügend Platz für Gegenverkehr.
Mal ist man gefesselt von den Felsenformationen und den Gestalten, die man darin erkennen kann. Es gibt immer wieder Steigungen. Dann verliert der Weg wieder an Höhe und man befindet sich im Tal.
Von Victor bei etwa 2.800 Meter startend verlieren wir ganz langsam an Höhe. Als wir die Kreuzung zum US Hwy 50 erreichen, sind wir bei einer Höhe von etwa 1.500 Metern.

Kurz vor Eins machen wir die erste ausgedehntere Pause. In einem Tal und trotzdem noch bei 2.700 Metern Höhe vertreten wir uns die Beine und müssen erst einmal sacken lassen, was wir heute schon alles gesehen haben.

Mit zwei Männern unterwegs habe ich natürlich genügend Stullen vorbereitet, so dass mir keiner "vom Fleisch fällt".

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Solch' eine Aussicht könnte man immer mittags vertragen

Phantom Canyon Road,Victor to Florence,Gold Belt Tour Scenic BywayColorado,Southwest,USA,born4travel.de
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Den gesamten Weg über treffen wir auf nicht einmal eine Hand voll PKWs und einen Truck.

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Zwischendrin regnet es.
Mal mehr - mal weniger.

Als wir diesen Tunnel passieren erwartet uns eine noch schlammigere Straße. Doch gleich weiter um die Ecke erwartet uns ein völlig neues Wetter mit Sonne. Bevor wir den US Hwy 50 erreichen, ist alles wieder trocken, sonnig und unheimlich heiß.

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In Cañon City tanken wir unser Auto voll.
Es ist kurz nach Zwei.
Erst? Wow!
Was haben wir nicht schon alles gesehen. Der Tag war bisher vollgepackt an neu Gesehenem. Dieser Umweg hat sich definitiv gelohnt.

Frank richtet jetzt - bisher war ja noch keine Zeit - meine SIM Card ein.
Nun bin ich wieder online und verbunden mit der Welt - auch unterwegs

# Zwischen Bumback Gulch und Cotopaxi

Die weitere Fahrt ab Cañon City auf der US-50 westwärts ist erst einmal eintönig. Flaches Land und nur in der Ferne sehen wir im Gegenlicht ein paar Bergketten.
Natürlich beäugen wir ganz kritisch auch die Wolkenbildung am Horizont. Die sieht zwar malerisch aus, aber ich will einfach nicht im Starkregen umgeben von Gewitterblitzen unterwegs sein!

In Bumback Gulch - ist das jetzt ein Ort oder nur die "Stelle" wo der Arkansas River beginnt die US-50 zu begleiten? - wird es endlich wieder attraktiv.
Die Straße schlängelt sich durch die Natur und schmiegt sich an den Arkansas River. Der trägt nicht viel Wasser mit sich. Aber genug um Rafting zu ermöglichen.
Grüppchenweise sind sie unterwegs. Und es scheint echt Spaß zu machen. Am liebsten würden wir auch hier raften. Aber der Plan ist nun mal gesetzt.

Bis Cotopaxi - was für ein Name - begleitet uns diese ausgesprochen schöne Landschaft.

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In Cotopaxi legen wir die nächste Pause ein.
In einem Café, das auch ein "Dorfkonsum" - also ein "Hier-kann-man-alles-kaufen-Laden" - beherbergt, finden wir alles außer guten Kaffee. Rainer nimmt einen übersüßten Kakao und einen warmen Cookie. Franki und ich trinken einen Cappuccino aus der Kühltruhe.

Dabei bemustern wir unser "schönes" Auto.
Oh je. Und die Trittleiste... die ist voller trockener Matschepampe.

Auto,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de
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Aber wie es aussieht, will uns die Natur etwas helfen. Denn die Wolken werden immer dunkler und bedrohlicher. Bevor wir also auf der Picknickbank sitzend nass werden, geht's weiter.

Auto,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de

# Zwischen Himmel und Erde

Von Cotopaxi bis South Fork, unserem heutigen Ziel, sind es laut GoogleMaps noch 121 Kilometer. Laut amerikanischer Faustregel fährt man etwa 60 Meilen pro Stunde.
Summa summarum brauchen wir noch zwei Stunden.

In Poncha Springs verlassen wir die US-50 und stechen in die US-285 gen Süden.

Die Landschaft rechts neben uns wird immer zweitrangiger.
Die Wolkenformationen sind hier die Hauptakteure.

Zuerst allerdings wird es dunkel. Richtig dunkel.
Mit den Motorradfahrern möchten wir momentan nicht tauschen! Denn wir bewegen uns straight Richtung Unwetter.

Unwetter,US Hwy 285,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de
Unwetter,US Hwy 285,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de

Östlich von uns befindet sich der Great Sand Dunes National Park.
Westlich die Gebirgskette des Rio Grande National Forest.

Es blitzt und donnert.
Es schüttet streckenweise wie aus Kannen.
Und zwischendrin nichts. Ruhe vor oder nach dem Sturm?
Jedenfalls kommen wir insgesamt ganz glimpflich davon.
Und die Wolkenformationen sind so einmalig schön - einfach wie gemalt. Von Stehenbleiben ist natürlich keine Rede. Alle Fotos müssen während der Fahrt mit dem Smartphone bei offenem Fenster gemacht werden!

Die Farbenspiele sind beeindruckend.
Die Sonne findet nur ganz kleine Löcher. Aber wenn sie sich durchsetzen kann, dann sendet sie dunkelgelbe Strahlen im Kontrast zu den blauschwarzen Wolken.
So ergeben sich folgende Impressionen, die alles bieten: Sonne, Regen und grüne Felder.
Traumhaft.

Unwetter,US Hwy 285,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de
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In Del Norte, der größten Ortschaft in der Umgebung, ist der Spuk vorbei. Der Starkregen scheint hier schon vorbeigezogen zu sein.
Hier ist eher alles wolkenverhangen.

Ein altes Auto rast vor uns durch und es scheint, als wenn wir in einer anderen Zeit angelangt sind.

Del Norte,Colorado,Southwest,USA,born4travel.de
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Die Blue Creek Lodge & RV Park liegt etwa 12 Meilen hinter dem Ort South Fork.
Es ist halb Sechs als wir endlich in unsere Hide Away Cabin einziehen können.

Ein schönes und geräumiges und auch ein gut eingerichtetes Häuschen.
Alles ist sehr sauber.

Southwest,USA,born4travel.de
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Der Grill steht nicht weit vom Haus entfernt. Mitten auf dem Gelände. Durch den vorbeigezogenen Regen ist alles ziemlich nass.
Meine Männer weigern sich dort zu grillen.
Also werden die Steaks in der Pfanne gebraten. Doch der Abzug ist miserabel. Da hilft auch nicht, wenn man die Tür und die Fenster öffnet. Es entsteht einfach kein Durchzug.
Die Folge ist absehbar: Der Rauchmelder springt an!

Es gibt Ribeye Steaks, Salat und kaltes Bier.
Ein würdiges Essen nach einen so grandiosen Tag.

Gefahrene Strecke: 253 km

Blue Creek Lodge & RV Park

Lage:
- 12 Meilen westlich von South Fork, Colorado
- Mitten im Grünen umgeben von hohen Nadelbäumen

Zimmer:
- Rustikale, saubere Einrichtung
- Zwei Schlafzimmer: ein Kingsize Bett im Erdgeschoss, zwei Queens im Spitzdach
- Vollausgestattete Küche
- Terrasse mit Schaukel

Sonstiges:
- Gepflegte Anlage mit vielen RV Stellplätzen
- Kostenfreie und gute WLAN Verbindung auch in der Cabin

Nützliche Links

Garden of the Gods
Die offizielle Website des Parks

Legends of America
Die ausführliche Geschichte der Stadt Victor