• Kasha Katuwe  
    Tag 6

Highlights des Tages

Kasha Katuwe - Tent Rocks NM

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Der Cave Loop ist einfacher zu laufen - doch der Slot Canyon Trail ist wesentlich faszinierender ...

Hütchen-Day: Kasha Katuwe

Wieder einmal steht uns eine längere Strecke bevor. Es soll zum Lake Roosevelt Resort gehen. Das befindet sich - wie der Name schon sagt - am Theodore Roosevelt Lake in Arizona. Und zwar süd-östlich vom See.

Der Wecker klingelt schon 6 Uhr in der Frühe. Normalerweise stehen wir nicht so früh auf. Aber wir haben den Besuch des Kasha Katuwe, den wir wegen der frühen Schließzeiten gestern nicht erleben konnten, noch vor der langen Fahrt in den Tagesablauf reingeschoben.

Das Frühstück ist, wie in allen Hyatt Place Hotels, sehr gut. Sehr angenehm fällt uns dabei auf, dass es frisches Obst und kein Dosenobst gibt. Es gibt eine auffallend umfangreiche Auswahl an Tees und man isst mit Metallbesteck.

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Unser Reiseproviant: Pastrami auf Eisbergsalat belegt mit Avocados. Die gibt es momentan bei Walmart für 79 Cent. Und die Mangos, die es unterwegs als Frischekick gibt, kosten 49 Cent. Und jede von ihnen ist ein Traum. Geschmacklich ähneln sie der ThaiMango, die in Deutschland eher als Flugmango angeboten werden.

# Kasha-Katuwe - Tent Rocks National Monument

Bis zum Kasha-Katuwe sind es etwa 33 Meilen, also ungefähr 53 Kilometer.
Knapp eine Dreiviertelstunde später stehen wir am Eingangshäuschen des Parks.
Der Ranger ist mindesten so gut gelaunt, wie wir es sind.
Als wir ihn fragen, wie viel Zeit wir wohl für die Besichtigung benötigen werden, schaut er auf meine zwei Fotoapparate und meint: "Eigentlich 1.5 Stunden. Aber Sie werden länger brauchen!"

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Das Gelände befindet sich auf der Pajarito Hochebene, auf einer Höhe von knapp 1.700 Metern bis 2.060 Metern über NN.

Im Park gibt es zwei Loops:
Der Cave Loop ist 1.2 Meilen (etwa 1.9 Kilometer) und
der Slot Canyon Trail ist 1.5 Meilen lang (etwa 2.4 Kilometer).
Beides eigentlich locker machbar. Doch inklusive Fotostopps?
Wir sind echt unsicher, ob wir beide Loops zeitlich schaffen oder lieber nur den kurzen Cave Loop wandern.

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Es ist kurz vor halb Neun, als wir unsere Wanderung beginnen.
Wir scheinen auch eine der ersten im Park zu sein. Am Parkplatz standen nur zwei Autos.
Die erste halbe Meile ist schnell gelaufen. Hier gibt es unterwegs nicht wirklich viel zu sehen. Aus der Ferne ein paar seltsame "Einzelgänger" auf einem Berg. Und die zeltartigen Felsen sind nicht spektakulär anzusehen, wie ich sie im Netz gesehen habe.

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Deshalb entscheiden wir genau hier, an der Gabelung, nun doch den Slot Canyon zu laufen.
Die knapp 200 Meter (630 Fuß) Steigung sollte für uns, regelmäßige Fitness Studio Nutzer, kein Problem darstellen.

Der Slot

Der Weg führt uns recht schnell durch eine enge Passage zwischen Steilwänden.
Es ist noch recht früh und die Sonne hat noch nicht die Höhe erreicht, um diesen Teil gänzlich zu beleuchten.
Doch die Felsformationen sehen schon mal sehr fotogen aus, weswegen ich zu den zwei Pace-Makern etwas abgefallen bin.
Aber das macht nichts. Denn es gibt nur einen Weg und verlaufen ist praktisch unmöglich.

Am Slot werde ich schon erwartet. Rainer hat wohl geahnt, dass ich seit unserem Flash Flood Erlebnis, 2010 im Antelope Canyon, so meine Probleme mit engen Gängen im Canyon habe.
Tatsächlich wird es immer enger und ich gebe auf!
Ich lasse mir die Autoschlüssel geben und kehre um.

Wieder an einer offenen Fläche angekommen, geht es mir besser. Aber nicht ganz. Es wurmt mich, dass ich - sehr wahrscheinlich - den schönsten Teil nicht sehen werde. Also starte ich den zweiten Versuch. Tatsächlich habe ich doch beim ersten Versuch nur wenige Meter vor dem Ende des Slots abgebrochen. Und ich bin echt froh, dass ich es nochmals versucht und auch geschafft habe!

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Erste Impressionen

Der erste Blick aus dem Slot kommend, begeistert mich.
Es ist wie ein Gang durch einen Tunnel und anschließend eröffnet sich eine neue Welt.
Es sieht sensationell aus.
Rainer und unser Sohn sind natürlich schon weg. Aber das macht nichts. So kann ich ständig stehenbleiben, alles genauestens betrachten und fotografieren.

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Der Himmel ist mittlerweile dunkelblau. Dunkelstes Dunkelblau.
Der Blick nach oben fällt damit etwas leichter.
Ringsum Zipfelmützen. Zelte sehen für mich anders aus.
Vom zarten Rosa bis Mittelorange.
Wohin man schaut. Scheinbar unendlich viele.
Schwierig alles zu erfassen. Fotografisch erst recht.

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Und dann... Beim ständigen nach oben gucken sehe ich aus dem äußersten Augenwinkel, dass sich da in der Nähe meines Fußes etwas bewegt:
Ein Lizard der auch Beachtung und aufs Foto wollte.
Kein Problem.

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Der Weg ist gut ausgewiesen beziehungsweise wunderbar vorgetrampelt.
Es beginnt mit einer leichten Steigung, die ich jedoch ohne Schweißtropfen hinkriege.
Ganz oben, an der Abbruchkante, sehe ich unseren Sohn der gerade einen Ausblick fotografiert. So viel Vorsprung haben sie also doch nicht.
Ich gebe mir Mühe nicht gesehen zu werden, um sie dann zu überraschen

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Wenn die Wolken dem Hauptakteur die Show stehlen...

Jetzt folgt der Teil, der besonders bei großer Hitze sicherlich Probleme bereitet, denn es wird steil.
Doch es ist kurz vor halb Zehn und die Temperaturen sind ok.
Ins Schwitzen komme ich allerdings auch. Da hilft nur eine kleine Pause möglichst unter dem einzigen schlanken Bäumchen. Die Auswahl ist wirklich nicht groß. Zumal alle Großbüsche beziehungsweise Bäumchen ziemlich sonnendurchlässig sind. Zwei oder drei Minuten brauche ich zum Akklimatisieren.
Eine ganz fiese hohe, für kleine Menschen wie mich nicht gerade einfache Stufe ist der letzte Knackpunkt, bevor man fast schon oben ist.

Aber eben nur fast.
Denn hier kann ich den Hütchen fast in gleicher Höhe begegnen. Und die sind übrigens bis zu 30 Meter hoch.

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Nun hat mich auch Franki entdeckt und will mir auf den letzten Metern der Steigung den Fotoapparat abnehmen.
Nix da! Das kriege ich auch alleine hin

Der Blick von hier oben ist beeindruckend.
Mit der Sicht haben wir heute echt Glück.
Das gesamte Umland kann man gut sehen.
Und der Blick nach unten ist der Blick auf die Hütchen von oben.
Und obwohl ich der Aussichtsfreak bin, gefiel mir der Blick auf die Steinhütchen von der tieferen Ebene besser.

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Am Ende des Pfades schaut man in das Tal, das eben etwa 200 Meter tiefer liegt.
Schön ist auch der Cave Loop zu sehen.

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Es gibt ein paar Fotos als Beweis, dass wir hier waren.
Während die Zwei also noch weiter debattieren, was und wo etwas zu sehen ist, mach' ich mich schon auf den Rückweg. Denn mir hat die tiefer gelegene Ebene einfach mehr zugesagt.

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Kurz vor dem "Abstieg" entdecken zwei Neuankömmlinge diesen wunderschönen, etwa 20 Zentimeter langen Lizard.
Erst machen sie ein paar Fotos und gehen weiter, dann traue ich nicht der Geduld dieses Tieres und mache ein paar Aufnahmen aus der Ferne. Leider habe ich mein "Ofenrohr", also mein Superzoom nicht mit.
Doch keine Gefahr.
Der Lizard sitzt 1A und bewegt maximal seinen Kopf. Als wenn er mich fragen wollte: "So?... oder so?"
Zuletzt minimiert sich der Abstand zwischen mir und dem Tier auf etwa einen halben Meter.
Und mein Supermodell sitzt brav da und posiert und posiert und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.

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Der Abstieg ist außer dieser harten schon oben erwähnten Stufe einfacher. Nur die Knie leiden etwas.
Es ist halb Elf. Auf dem engen An und Abstiegsweg ist es voll.
Man kann schon sagen - ganze Menschenmassen kommen einem entgegen.

Vor dem Slot treffen auch die zwei Jungs ein.
Zusammen geht es nun durch die Enge, die mir jetzt viel kürzer erscheint.

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Im Nachgang sind wir froh, uns für den Slot Loop entschieden zu haben.
Der hat uns sehr gut gefallen.
Und unser Sohn beschwert sich schon, dass er sonst nie so viele Fotos macht. Aber hier konnte auch er sich wohl nicht zurückhalten
Diesem Park nur eine Stunde zu schenken, wie wir das eigentlich geplant haben, war ja ein echter Witz. Und an der Gabelung zum Cave Loop sind wir uns schnell einig:
Den machen wir jetzt auch noch.

Der Weg ist eine fortwährende Steigung. Die Temperaturen und die Sonneneinstrahlung haben es in sich. Die Cave befindet sich an der höchsten Stelle des Trampelpfades. Und vom Hocker reißt uns diese Attraktion auch nicht.

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Der Blick nach oben - dort waren wir gewesen!

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Für den restlichen Weg benötigen wir etwa eine Viertelstunde.
Es gibt ein paar Fotos - aber das war's auch.

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Halb Zwölf sind wir am Parkplatz...
Mit unserem Vorhaben hier nur eine Stunde zu bleiben, haben wir uns kräftig verschätzt. Aber das war es uns definitiv wert.

Mein Smartphone hat die Schritte gezählt:
Sieht gut aus. Selbst wenn ich die nächsten Stunden nur sitzen werde, meine täglich notwendigen 10.000 Schritte habe ich fast im Kasten.

Beim Losfahren scrolle ich etwas in meinem Fotoapparat, ob die Bilder einigermaßen zu gebrauchen sind. Und ich muss feststellen, dass die Frage: "Welches Hütchen hat kein Foto bekommen", eigentlich lauten muss: "Welches wurde "nur" ein oder zwei Mal bedacht?"
Na ja. So ist da eben, wenn man vor Begeisterung die Orientierung verliert.

Es folgt eine laaaange Fahrt bis zum Lake Roosevelt Resort:

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OpenStreetMaps

Es geht also über Alberquerque auf die Interstate 40.
Die ist weitestgehend "ereignislos" - wie man so schön zu langweiligen Abschnitten sagt.

Kurz vor der Grenze zu Arizona und unweit der Old Route 66 endlich mal etwas Außergewöhnliches:
Eine Rockerbraut auf einer schönen Maschine.

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Noch bevor es rüber in den nächsten Bundesstaat geht, begrüßen uns die täglichen nachmittäglichen Gewitterwolken.
Es regnet irgendwo - doch immer ziemlich weit weg.
Jetzt, da wir uns den Regen wünschen, damit unser Auto eine kostenlose Autowäsche bekommt, schaffen wir es die Regengüsse großzügig zu tangieren!

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An der Grenze zum Bundesstaat Arizona:

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Haben wir früher jedes Mal angehalten und das Eingangsschild in Ruhe fotografiert, reicht heutzutage eine Aufnahme mit dem Smartphone während der Fahrt

Die Arizona State Route 377 führt uns dann gen Süden.
Das Ziel ist jetzt greifbar nah. Jedenfalls fühlt sich das beim Blick auf GoogleMaps so an.
Die Temperatur ist gewaltig gefallen. Von 38°C auf 25°C.

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In Heber-Overgaard tanken wir und essen ein Eis bei DQ.
Der Ort strahlt eigentlich unendliche Ruhe aus. Doch an der größten Kreuzung ist gerade ein Verkehrsunfall passiert. Ein paar Fässer kullern auf der Straße. Und uns ist es völlig schleierhaft, wie man einen solchen Unfall fabrizieren kann, wo doch weit und breit kein weiteres Auto zu sehen ist. Oder ist der Fahrer nicht ganz drogenfrei?

Der Ort ist so klein und keiner Gemeinde zugeordnet, dass er zu Arizonas census-designated places (CDP) gehört.
Zu Deutsch heißt das: Ein zu Statistikzwecken definiertes Siedlungsgebiet, welches alle zehn Jahre vom United States Census Bureau erfasst wird, um politisch unselbstständige Gebiete, die aufgrund demografischer Merkmale von ihrer Umgebung unterschieden werden können, mit einzubeziehen. CDPs bekommen einen amtlichen Namen.
Was es nicht alles gibt

Wir befinden uns im Tonto National Forest. Auf der Weiterfahrt von Heber-Overgaard gewinnen wir noch an enormer Höher. Hier oben ist es fast schon empfindlich kalt. Und keiner von uns hat Lust auszusteigen, um im einzigen Grocery Store weit und breit für den heutigen Abend etwas einzukaufen. "Die werden doch dort ein Restaurant haben..." ist Rainers Kommentar.

Also geht es weiter - wie der Name des Parks schon vermuten lässt - durch weitläufige Wälder. Sicherlich zählt die AZ-260 zu den landschaftlich schönen Straßen. Aber die Wolken hängen so tief, dass wir davon nur wenig sehen.
So ein Wetter passt nicht in mein Bild, wenn ich an Arizona denke.

Als der Nadelwald verschwindet ändern sich die Landschaft und die Temperaturen. Als würden wir ein unsichtbares Tor passieren. Beidseits der Straße begleitet uns nun eine Buschlandschaft. Die Bäume wurden schnell mal durch Saguaros ausgetauscht und die Sonne brettert wie gewohnt.
Unsere Temperaturanzeige zeigt 42°C.
Wir beobachten voller Spannung ob die Digitalanzeige vielleicht auf 43°C springt ...
Aber nein. Sie tut es nicht.
Ein wenig enttäuscht resümieren wir, dass das Messgerät bei 42°C seine Obergrenze erreicht hat.
Aber wir wollen ja nicht meckern - wir sind so auch zufrieden.

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Nach dem Passieren der Roosevelt Lake Bridge ist es nun wirklich nicht mehr weit bis zum Ziel. Sechs Stunden Autofahren können aber auch echt schlauchen!
Und das sage ich als Beifahrer
Rainer, unser Fahrer, fühlt sich allerdings bestens.

Roosevelt Lake Resort,Arizona,Southwest,USA,born4travel.de
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Im Haupthaus des Roosevelt Lake Resorts ist erst einmal niemand anzutreffen. Doch es macht einen aufgeräumten Eindruck. Als der Chef persönlich erscheint, läuft alles ziemlich unkompliziert ab. Wir bekommen - wie gebucht - die Schlüssel zur Cabin 22.
Die ist die einzige Hütte, die zwei Schlafzimmer hat, mit insgesamt acht Schlafplätzen. Selbstverständlich brauchen wir nicht so viele Betten zu dritt. Aber der Preisunterschied zu einem Zwei-Queenbett-Zimmer ohne Ausziehsofa betrug nur 20 USD. Und ich mag wirklich nicht in einer Holzhütte bei über 30°C nächtlicher Außentemperatur zu zweit in einem 1.40 Meter breiten Bett schlafen.

Generell gibt es im Netz ganz unterschiedliche Bewertungen für diese Cabins. Insbesondere über die Cabin 22.
Die einen schwärmen - die anderen müssen schon ganz früh raus, weil es so stinkt, weil es so dreckig ist, weil die Wäsche schmutzig ist. Und so weiter und so fort.
Verunsichert durch solche Bewertungen habe ich nur für eine Nacht hier gebucht.

Doch was wir hier vorfinden, ist alles andere als ekelig, dreckig und stinkend. Sicherlich sind die Möbel alt und die Emaille der Küchenspüle hat mehr als zwei Abplatzer. Aber es ist sauber. Die Bettwäsche ist frisch. Und es gibt mehr Handtücher als wir vernünftigerweise verbrauchen können.
Die Wände sind frisch gestrichen und in allen Räumen hängen Klimaanlagen.
Kurz und knapp: Hier hätten wir auch zwei Nächte bleiben können.

Die Lage direkt an dem Tümpel, der weder zum Angeln noch zum Baden gedacht ist, ist nett. Jede Cabin hat praktisch See-Blick.

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Und dann gibt es noch einen Deal:
Franki rasiert sich (ich wollte einfach mal sehen wie er in "glatt" aussieht) und ich schneide ihm dafür die Haare.
Rainer findet die Idee mit dem Haare schneiden gut. Das will er auch haben.
Vor dieser Kulisse macht es auch Spaß.
Und außerdem: Haare schneiden auf der Wiese hat den Vorteil, dass niemand den Boden danach säubern muss.

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Wir schaffen es gerade so bis 19 Uhr im Restaurant zu sein. Denn nur bis dahin nehmen sie Bestellungen auf.
Die Auswahl an Bier ist für diesen abgelegenen Ort recht gut. Das Pale Ale schmeckt hervorragend und die Burger sind einsame Klasse.
Handgemacht eben.

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Noch im Restaurant sitzend hören wir, wie ein Unwetter herangezogen ist. Die Angestellten schließen alle Fenster. Und die Eingangstür muss mit einem schweren Hocker zugehalten werden.
Der Weg zu unserer Hütte ist weitestgehend ohne Dach.
Es gießt so stark, wie man das nur selten erlebt. Das nah liegende Donnern und Blitzen ist Furcht einflößend laut und scheppernd.
Wir retten uns von Vordach zu Vordach - aber als wir ankommen, sind wir trotzdem absolut klitschnass.

Franki entscheidet sich, in unserem Raum zu übernachten.
Drei Doppelbetten in einem Raum - irgendwie ist das wie im Kinder-Ferienlager.
Wir lesen noch etwas und dann ist aber Nachtruhe angesagt. Denn morgen wird wieder ein Tag voller spannender Erlebnisse.

Gefahrene Strecke: 473.9 km

Nützliche Links

Kasha Katuwe
Website des Parks - unbedingt Schließzeiten beachten

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