• Shark Bay 
    Tag 19

Highlights des Tages

Herald Bight

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Ein abgelegener Strand mit feinstem Tiefsand, in dem wir fast stecken geblieben sind ...

Skipjack Point

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Ein Aussichtspunkt mit grandiosem Rundumblick, wie vom Bug eines Schiffes ...

Cape Peron

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Der n├Ârdlichste Punkt der Halbinsel im Dreifarbenspiel: T├╝rkis, Wei├č und Rot ist wundersch├Ân ...

Gregorys Bay bis Cattle Well

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Wie auf einer Perlenkette reihen sich hier die wundersch├Ânen Buchten aneinander ...

saltpan

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Riesige Salzfl├Ąchen mit Pflanzen, die wie Bonsai wirken ...

Unterwegs im Fran├žois-Peron-Nationalpark

Denham ist der einzige Standort unserer Reise, in dem wir ganze drei N├Ąchte ├╝bernachten.
Geblockt war ein Tag f├╝r den Fran├žois-Peron-Nationalpark und ein Tag f├╝r Rainer zum Tauchen. Doch hier gibt es nichts zum Tauchen. Unser Host meinte, da├č es sich bei der geringen Zahl an Touris nicht lohnen w├╝rde. Rainer bedauert es. Aber mir fallen beim Bl├Ąttern der Prospekte schon viele andere Ziele auf der Halbinsel ein.

Der Fran├žois-Peron-Nationalpark steht auf dem Programm und darauf freue ich mich.
Hier soll es Str├Ąnde geben, an den t├╝rkises Wasser auf wei├če Str├Ąnde und tiefrotes K├╝stengestein trifft.

Nach dem selbst gemachten Fr├╝hst├╝ck auf der Veranda starten wir gen Norden.
Kaum dass wir den Ort verlassen haben, sehen wir linker Hand einen blauen See, der so unnat├╝rlich rund wirkt, als sei er vom Menschen k├╝nstlich angelegt. Und auch der Farbverlauf ist wie photoshoped.
Der kann nicht echt sein!
Doch - der ist echt. Es ist eine Lagune, die Little Lagoon.
Ein Posting in fb hat mich darauf aufmerksam gemacht.
Und es sieht einfach genial aus.
Das schauen wir uns morgen genauer an!

Little Lagoon,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Die Zufahrt zum Park ist sehr gut ausgeschildert.
Gleich an der Einfahrt wird darauf hingewiesen, da├č man f├╝r den besseren Grip auf der Tiefsandstrecke hier im gesamten Park den Luftdruck ablassen soll.
Und das stellt auch f├╝r Reisende, wie wir es sind, so gar kein Problem dar. Denn auf der linken, der Einfahrtseite ist eine Station zum kontrollierten Ablassen der Reifenluft und auf der anderen Seite, also der Ausfahrt ist wiederum eine Station zum Aufpumpen.

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Kurz nach 10am sind wir die einzigen hier.
Doch w├Ąhrend Rainer die Reifen den Begebenheiten anpasst, erreichen mehr und mehr Autos den Eingang zum Park.
Als wir fertig sind und starten sind wir die zweiten in der Reihe. Ein anderes Auto hatte die Utensilien zum Luftdruck pr├╝fen dabei.
Es f├Ąhrt sich etwas nervig. Denn der Fahrer vor uns f├╝hlt sich offensichtlich sehr unsicher in diesem Tiefsand und bleibt fast stehen.
Ich habe den Eindruck zu Fu├č w├Ąre ich schneller.
Doch irgendwann wird ihm offensichtlich der "Druck" von der ihm folgenden Autoschlange, die er durch sein Fahrverhalten verursacht hat zu viel. Er nutzt eine Seitentasche um viele Autos an ihm vorbeizulassen.
Prima.
Wir sitzen in der ersten Reihe!
"Ungetr├╝bten Weitblick" nennt man das wohl

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Unser Auto ackert sich brav durch den Tiefsand.
Aus dem Dickicht der linken Seite watschelt eine schwarze ballgro├če "Kugel".
Was ist das denn?
Wir bleiben stehen und all die Autos hinter uns auch.
Alle steigen aus und gucken sich das Tier an: "Es ist ein Echidna", sagt jemand.
"Ein was?" frage ich.
"Noch nie geh├Ârt."
Ok. Ich mache eine Aufnahme und suche w├Ąhrend der Weiterfahrt in meinem "schlauen Buch".
Ein Echidna [gesprochen: ekidna] ist ein Kurzschnabeligel, auch Ameisenigel genannt.

Echidna,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Weiter geht es die Peron Road gen Norden.
Verfahren kann man sich nicht, denn es gibt zun├Ąchst nur eine Stra├če.
Nach etwa einem Drittel des Weges (vom Parkeingang gerechnet) erreichen wir eine Gabelung.
Wir nehmen den Weg, der in den Nordosten der Halbinsel f├╝hrt. Ab jetzt sind wir ganz alleine, dann all die anderen fahren zur Hauptattraktion in den Norden.
Hier scheinen wir am Ende der Welt angekommen zu sein.
Erst einmal unterscheidet sich dieser Weg kaum von dem anderen.
So lange, bis wir eine ganz kahle Fl├Ąche erreichen die wahrscheinlich von oben gesehen kreisrund aussieht. Genau wie die "Blue Lagoon" direkt am Ortsausgang von Denham.
Der Boden hier ist ganz wei├č und hart wie Beton. Wie eine Salzfl├Ąche.
Nach der ├ťberquerung dieser Fl├Ąche geht es wie gewohnt im Tiefsand weiter. Bis es nicht mehr weiter geht, denn wir sind am Strand angekommen.

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

#Herald Bight

Auch der Strand ist anfangs feinster Tiefsand.
Hier ist niemand au├čer wir zwei.
Eine eingez├Ąunte Fl├Ąche weckt unser Interesse.
Es ist das Gel├Ąnde, auf dem fr├╝her eine Fischb├╝chsen Fabrik stand. Eine kleine Tafel erinnert noch daran.

Herald Bight,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Herald Bight,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Herald Bight,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Herald Bight,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Herald Bight,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Rainer wendet und bleibt erst einmal stecken.
Mir rutscht w├Ąhrenddessen das Herz in die Hosentasche! Wir sind ja bekannterma├čen Experten im Tiefsandsteckenbleiben. Aber meine Angst l├Âst sich nur kurze Zeit sp├Ąter in Wohlgefallen auf, denn Rainer hat nun die Differentialsperre aktiviert.

Weiter geht es zur Gabelung an der wir schon vorhin waren.
Unser n├Ąchstes Ziel ist die Aussichtsplattform am Skipjack Point

#Skipjack Point

Hier am Skipjack Point gibt es eine Plattform und eine Aussicht, die unendlich ist.
Man kann, vorausgesetzt man hat so ein geniales Wetter wie wir es haben, ├╝ber die gesamte Bucht der Nordostk├╝ste schauen. Es ist, als ob man auf dem Bug eines Schiffes steht.
Der Wind peitscht hier so stark, da├č man den Eindruck hat, irgendetwas k├Ânnte einem wegfliegen. Dennoch ist es ein so erhabenes Gef├╝hl, das man selten erlebt.

Skipjack Point,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Skipjack Point,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Skipjack Point,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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Vom Parkplatz gibt es einen nicht ganz offiziellen Weg zum Strand an dieser Nordostk├╝ste.
Der Zugang ist etwas "tricky". Doch dieser Gang lohnt auf jeden Fall!

Skipjack Point,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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N├Ąchster Stopp: Cape Peron

#Cape Peron

Cape Peron ist der n├Ârdlichste Punkt der Halbinsel.
Vom windgesch├╝tzten Parkplatz geht es ├╝ber eine Erhebung hinab zum Strand.
Das ist es!
Genau das wollte ich mit meinen eigenen Augen sehen: glutrote Sandstein Klippen, fast wei├čer Sand und das Meer in Farben von T├╝rkis ├╝ber Azurblau zum dunkelstem Blau.
Wahnsinn!
Ich kannte diese Fotos schon aus dem Netz konnte es mir aber nicht vorstellen, da├č es in Wirklichkeit so aussieht.
├ťber eine letzte Klippe erreichen wir den Strand und gehen gen Westen.
Ein Foto folgt dem anderen.

Cape Peron,Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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Am Ende liegen Felsen.
Diese sind jedoch ganz gut zu ├╝berwinden. Sicherlich kann man bei Ebbe hier auch im seichten Wasser gehen.
Das ist bei uns allerdings nicht der Fall. Dahinter versteckt sich die n├Ąchste Bucht.
Vermutlich ist das die Tintos Bay. Aber das wei├č ich nicht mit Sicherheit. Hier gibt es keine Ausschilderung. Wozu auch?

#Gregorys Bay bis #Cattle Well

Die Gregorys Bay bis Cattle Well sind Strandabschnitte an der Westk├╝ste der Peron Peninsula.
Wundersch├Ân, doch farblich k├Ânnen sie ├╝berhaupt nicht mit dem mithalten, was wir gerade eben gesehen haben.
Andererseits haben wir jetzt das perfekte Fotografenlicht. Und die Farbenstreifen des Wassers sind genial!
Hier befinden sich auch einige Campingpl├Ątze. Doch es ist kaum jemand hier.
Ein paar Angler vielleicht. Sonst aber sind wir wieder alleine hier.

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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South Gregories:

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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#Saltpan

Es ist schon fr├╝her Nachmittag und wir machen uns auf den R├╝ckweg.
Noch einmal passieren wir eine riesige "Salzpfanne" deren Pflanzen so fotogen wie Bonsai's wirken.

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
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Zuletzt wollen wir noch zur Big Lagoon.
Doch der Zugang ist laut Schild bis n├Ąchstes Jahr, also bis 2017 geschlossen.
(Anmerkung: Unsere Vermieter winken ab, als wir fragen warum dieser Weg geschlossen ist.
"Angeblich", und dieses Wort betonen sie sehr offensichtlich... also angeblich sollte dort eine Toilette f├╝r Touristen gebaut werden. Mit diesem Vorhaben begann man schon im Januar 2016.
Deshalb glauben sie nicht, da├č es der wahre Grund f├╝r die Schlie├čung des Zuganges ist.)

Auf dem R├╝ckweg sind wir wieder ganz alleine.
Am Ausgang f├╝llen wir wieder die Reifen auf.
Mit dem malerischen Anblick auf die Landschaft am Ausgang verabschieden wir uns vom Park.

Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de
Fran├žois-Peron-Nationalpark,sylwiabuch.de

Unser Zuhause erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang.
Die Gemeinschafts-Veranda ist gerade der Treffpunkt aller Mieter des Hauses. Wir trinken alle zusammen einen abendlichen Tee bevor es dann ins St├Ądtchen geht.

Old Pearler Restaurant, Denham,sylwiabuch.de

Heute kehren wir in das Old Pearler Restaurant ein.
Angeblich bekommt man hier nur einen Platz mit Reservierung.
Keine Ahnung warum unser Vermieter das gesagt hat.
Wie auch immer. Wir bekommen einen Tisch f├╝r zwei und sind ├╝bergl├╝cklich.
Beim Blick auf die Speisekarte vermissen wir die alkoholischen Getr├Ąnke.
"BYO" (Bring Your Own) sagt unsere Bedienung.
"Jetzt? Woher? Schlie├člich ist doch alles geschlossen?
"Gegen├╝ber ist ein Bootle Shop, der hat offen - wie praktisch-".
"Ok"
Wir machen unsere Bestellung und gehen zum Bottle Shop, der tats├Ąchlich bis Mitternacht ge├Âffnet hat. Eine Flasche Sauvignon Blanc und zwei Bier sind unser heutiges Getr├Ąnk zum leckeren Dinner.

Das Besondere an diesem Haus?
Es ist aus 100% Muscheln gebaut.

Old Pearler Restaurant, Denham,sylwiabuch.de

Gefahrene Strecke: 133 km