• Needels Overlook
    Tag 4
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Highlights des Tages

Needles Overlook

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Die Canyonlands fast aus der Vogelperspektive ...

Four Corner Marker

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Ein kleiner Marker ganz groß kommerzialisiert ...

Ortswechsel: Fahrt nach Farmington

Der Tag beginnt, wie immer: mit einem „Plastefrühstück".

Heute verlassen wir Moab.
Wie immer ist die to-do-list nicht abgearbeitet.
Und wie immer schieben wir es auf's sogenannte "nächste Mal".

Uns ziehts es nun nach Süden, nach Farmington in New Mexico.
Das schöne Wetter vom ersten Tag ist eh nicht mehr da. Es ist diesig und Regenschauer sind angesagt. Doch je südlicher wir kommen, desto klarer und schöner wird das Wetter.
Wir machen einen kleinen Schwenker zum Needles Overview.

# Needles Overlook

Es ist schön hier.
Von diesem Vistapoint hat man den vollen Überblick über das gesamte Gebiet.
Und bei guter Sicht könnte man, die Betonung liegt auf "könnte", den Zusammenfluß von Colorado und Green River sehen. Wir sehen nichts derartiges.
Ich schieße viel zu viele Fotos und doch wird keins knackescharf und zufriedenstellend.

Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa
Needles-Overview,utah,usa

Weiter geht’s bis zum „Twin Rocks Cafe“ für'n Boxenstopp mit Kaffee und Kuchen. Wir sind verwundert, daß wir diese Gesteinsformationen noch nie wahrgenommen haben.

Twin Rocks Cafe,utah,usa

Das ist für uns Amerika: Temperaturen knapp unter 100°F, gefühlt trockene Luft, Sonne pur, rote Steine.. Aber die Wolkenarmada folgt uns schon!

Auf der gegenüberliegenden Seite der Straße begegnen uns immer wieder Fahrradfahrer. Scheint ein Verein zu sein, denn sie haben alle das gleiche Trikot an. Viele Meilen später sehen wir immer noch mehr Radfahrer. Ob man bei dieser trockenen Luft schwitzt?

# Four Corner

Der Abstecher über den „Four Corner“ ist einfach mal ein Muß.
Hier waren wir bei einem unserer ersten USA Besuche Anfang der 1990er Jahre.
Inzwischen gibt es nicht mehr diese lausigen Bretterbuden, an denen die Indianer ihre Schmucksortimente, kitschige Andenken und sonstigen Tüneff verkaufen. Vier feste Langhäuser "beschützen" den Four Corner Marker.
Nun gut.
Hm. Und sechs Dollar Eintritt will man jetzt auch.

Letztendlich beschließen wir: nein. Der Four Corner Marker ist doch kein Muß.
Jedenfalls für uns nicht mehr.

Four Corner,usa

Weiter geht’s.
Nichts als von der Sonne verbrannte Gräser.

Von weitem sehen wir einen riesigen Monolith.
Wahnsinn!
Mitten in dieser Ebene ein solcher Stein. Es muß der Shiprock sein.
Aber warum eigentlich Shiprock, wir können nichts erkennen, das an ein Schiff erinnert, es sieht eher aus wie ein abgestürzter Stealth Bomber.
Vielleicht aber hat nur Hollywood seine Requisite hier stehen lassen.
Macht doch hier jeder so.
Alles wird stehen gelassen, weggeworfen und der Natur überlassen:
Häuser, Autos, Werkzeuge, Maschinen.

Dann fällt uns ein riesiges McDonnalds Zeichen auf: "McDonnalds, Framington 11 mi straight ahead..."
Und "straight ahead" ist hier genau richtig, Im wahrsten Sinne des Wortes: die Straße geht bis zum Horizont ohne eine Krümmung.

Wir erreichen kurz nach 5pm Farmington.
So eine große bzw. zerlatschte Stadt habe ich nicht erwartet, eher so Moab-like.
Wir fahren "strait ahead" zum Best Value Inn".

Wochenlang beziehungsweise monatelang habe ich bei Priceline.com „gebettelt“, um einen besseren Preis für das hiesige Courtyard zu bekommen. Aber sie wollten ja nicht. Denn die Hotelpreise in diesem Ort sind alle ziemlich gepfeffert.
Das "ABVI" bietet uns für 122,-US$ zwei Nächte inklusive Frühstück, inklusive free wi-fi und inklusive Steuer.

Vor dem Hotel parkt ein Auto, das garantiert vom Schrottplatz geklaut wurde
Ich werde etwas unsicher. Auch das Gebäude sieht etwas verranzt aus.
Beim Eintreten begegnen uns aber Familien mit Kindern und Ehepaare, die alle gut gekleidet sind und keinen Floddereindruck machen.
Das Zimmer ist völlig normal. Sauber und die Handtücher blüteweiß.
Hier gibt es sogar einen Kühlschrank, eine Mikrowelle und einen TV.
Die Matratzen sind zwar nicht wie im Hyatt oder Penninsula aber völlig in der Norm und nicht durchgelegen. Toll.

Zeit zu verschwenden haben wir nicht und deshalb machen wir uns gleich auf den Weg zu den Bistis.

Die knapp 25 Meilen sind schnell abgefahren. Doch genau über den Bistis hängt eine Wolke, so schwarz und so groß wie ein überdimensionales UFO.
Wir fahren zwar noch rein, wenden aber recht schnell.
Denn ich kriege es mit der Angst zu tun. Es folgt ein Naturschauspiel, das jeden Fan begeistern würde: Blitze, zwei riesige, parallele Regenbögen ergänzen einem Sandsturm, der sich zu einem Turm formiert und starker Wind.

Dann wird es eben heute nichts aus den Bistis!

Farmington, new mexico,usa

Meine Aufnahme ist aus dem Auto gemacht, wie man sieht... da gab es nur noch einen Regenbogen

In Farmington ist davon nichts zu spüren.

Abends gibt es das erste "Victorias Filet" im Outback.
Dazu testen wir zum ersten Mal in den USA ein Carrot Cake.
Einfach nur lecker. Und definitiv wird es in unser Outback-Repartoir aufgenommen.

Abends wollen wir uns noch einige GPS Daten für morgen aus dem Internet holen.
Der erste Haken an diesem Hotel: WiFi stürzt ständig ab.
Rainer bekommt mit seinem IPad gar keine Verbindung.
Mit viel Geduld und Auf’s und Ab’s kriegen wir die Daten zusammen.

Gefahrene Meilen 340mi = 547km