• OSAKA
    Tag 2

Highlights des Tages

NAMBA

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Schrilles Glitzern und Leuchten begleitet von recht lauter Musik begleitet, Ansagen über Mikrophone, eine regelrechte Überflutung der Sinne ...

UMEDA SKY BUILDING

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Zwei Türme in der 39.Etage durch ein Plateau verbunden, dem Floating Garden Observatory ...

Namba Minato und im Umeda Sky Bldg.

Osaka
ist seit dem Bau der Burg (Osaka Castle) im Jahre 1586 als Handelsstadt bekannt. Erst Anfang des 20.Jh. wurde es zur einer florierenden Industriestadt.
Heute ist sie nach Tōkyō und Yokohama die drittbedeutendste Stadt Japans.
Etwa 2,7 Mill. Menschen leben hier auf einer Fläche von 222km². Und es ist keine besonders schöne Stadt.
Es ist eher eine moderne Industrie- und Handelsstadt, die einen guten Ausgangspunkt bietet zu weltweit bekannteren und historischen Orte wie Kyōto, Kobe oder Nara.

Nur mal by-the-way: hier in Osaka sind übrigens 1958 die Instantnudeln erfunden worden.

Der Blick aus dem Fenster beschert keine Freude, denn es ist stark bewölkt.
Den Tag beginnen wir mit einem "full breakfast", das im Zimmerpreis inklusive ist.

Generell ist Japan kein gewöhnliches Reiseland.
80% aller Touristen innerhalb Japans sind Japaner selbst und nur der übrige Anteil sind Besucher der restlichen Welt.
Man ist also meist unter sich und sollte sich als westlicher Tourist nicht wundern, wenn man zum Frühstück "nur" Räucherfisch, Reis, saure "Schleimbohnen" und Misosoup nebst allerlei Zutaten vorfindet.

Aber dies ist ein internationales Hotel und es gibt alles was die westliche Welt unter American Breakfast versteht. Natürlich gibt es auch das volle Repertoire aus der asiatischen Frühstücksküche.

Da das Wetter nicht so umwerfend ist, gibt es Plan B für den heutigen Tag.
Trotzdem gehen wir zu aller erst zum gegenüberliegendem Osaka Castle, schauen uns um.
Von hier sehen wir, daß es neben dem Schloßpark einen Park mit den verrücktesten Kirschblüten-Züchtungen aller Art gibt.
Kurz vor der Reise habe ich mir einen neuen Fotoapparat gekauft, die EOS 550D. Noch bin ich am Experimentieren und Testen.
In der digitalen Zeit spielt es keine Rolle mehr wieviele Fotos dabei gemacht werden, aber bei der Menge von verschiedenen Blüten würden in der analogen Zeit gut und gerne 2-3 Filmrollen "draufgehen".

sakura,osaka

Die Zeit der Kirschblüte ist in Japan keineswegs sich selbst überlassen.
Sie beginnt in der Regel Mitte März und wandert vom Süden gen Norden. Täglich beginnen Nachrichtensendungen auf allen Kanälen mit dem Wichtigsten überhaupt: dem Stand der Blüte in jeder Region. So ist jeder informiert wo und ganz wichtig wann die Blüte beginnt. Ständig erneuerte Termine findet man aber auch in der Presse und im Internet.
Das Besondere an den japanischen Kirschblüten ist: sie tragen wunderschöne und große Blüten, tragen aber keine Früchte.
Kirschen in Japan sind immer importiert und unvorstellbar teuer!

# Namba

So, jammern hilft nicht, entsprechend dem enttäuschenden Wetter orientieren wir uns neu und fahren in das südliche Zentrum Namba mit seinem Dotonbori-Kanalbezirk.
Heerscharen junger Menschen vertreiben sich hier die Zeit und beschäftigen sich mit des Japaners liebsten Hobby: Shopping!

Mir fällt kein anderes Land ein, wo so viel konsumiert wird. Auch nicht in den USA.
Dabei ist das verwunderlich, denn Japaner leben auf engstem Raum. So möchte von uns niemand leben.
WO also wird das alles verstaut?Namba

Die Einkaufspassagen sind ungewohnt bunt, schrill und immer von recht lauter Musik begleitet. Überall Glitzer und Leuchten, Ansagen über Mikrophone, eine regelrechte Überflutung der Sinne.
Sonderangebote werden noch intensiver beworben als wir das aus den USA kennen. Die Auswahl scheint unendlich.
Wir sind übermannt vom Geschehen.

namba,osaka
namba,osaka
namba,osaka
namba,osaka
namba,osaka

Ein Glück dann, daß man Zuflucht in einem japanischen Restaurants findet, wo man die Batterien wieder aufladen kann. Denn hier ist Schlichtheit, Ruhe und gutes Essen das oberste Gebot.
Unser Mittag sieht deshalb ganz typisch aus: wir bestellen ein "Setto" (von Set abstammend, aber die japanische Sprechart läßt eine Endung mit einem Mitlaut nicht zu), eine köstliche Nudelsuppe mit Soja- und Bambussprossen, Reis und ein Teller voller gebratenem Fleisch und Fisch in Tempurateig. Dazu eingelegter Ingwer und ein handgezapftes Bier.

namba,osaka
namba,osaka

Mittlerweile haben wir ja gelernt, daß "nama biru", gezapftes Bier, heißt.
Die meisten nehmen sicherlich an, daß Japaner nur grünen Tee trinken.
Das ist vollkommen überholt. Japanisches Bier schmeckt lecker und ist vor allem sehr feinperlig.
Oishii-desu !!! (gesprochen: ojschidääß)

Während wir also im Underground gegessen haben, hatte Petrus etwas Mitleid mit uns und kümmerte sich um besseres Wetter

# Umeda Sky Building

Mit der U-Bahn geht’s wieder in Richtung nördliches Zentrum: nach Umeda.
Das Umeda Sky Building ist unser nächstes Ziel.

Ein futuristischer Bau: zwei Türme werden in der 39.Etage durch ein Plateau verbunden, dem Floating Garden Observatory.
Vom "Garden" sehe ich hier nix, aber der würde uns bei dieser atemberaubenden Aussicht sowieso nicht interessieren. Schon der Zugang ist nur für Schwindelfreie, denn die Rolltreppe hängt frei in einer Röhre zwischen den Türmen, von der man den 3-dimensionalen Ausblick genießen kann. Ein Supererlebnis. Und eine architektonische Leistung, wenn man bedenkt, daß wir uns hier auf dem erdbebenaktivsten Land der Welt befinden.

Noch bevor wir also ganz oben angekommen sind, genehmigen wir uns noch den Gang zur Toilette der ganz besonderen Art: man sitzt (oder steht) und wird praktisch abgelenkt vom Ausblick durch bodentiefe Fenster und das bei ca. 170 m Höhe. Da kann man von einem ganz besonderen „Vista-Point“ sprechen

Umeda Building,osaka

das Umeda Building, wie man es von der Straße aus sieht inklusive freihängender Rolltreppen

Umeda Building,osaka

die freihängenden Rolltreppen befinden sich in einer Glasröhre

Umeda Building,osaka
view from Umeda Building,osaka

Blick auf das Bahnhofsviertel Umeda

view from Umeda Building,osaka

das rote Riesenrad, das aus dem HEP-Shoppingcenter rausragt

view from Umeda Building,osaka
view from Umeda Building,osaka
view from Umeda Building,osaka
lampe

Im Basement befindet sich die "Takimi Lane of Restaurants", eine Restaurantetage, ein Nachbau Naniwas (Stadtteil von Osaka) in der Zeit der frühen Showa Era. Alles ist sehr authentisch. Es sollen hier auch Originale aus der damaligen Zeit vorhanden sein.

Wie auch immer, man muß hier nicht unbedingt Essen aber ein kurzer Spaziergang durch diese Gäßchen versetzt einen schon durch den akustischen Hintergrund in die "Zeit der Shogune und Geishas".

Nach so viel Erlebnissen geht’s wieder in den „Underground“ auf ein schönes Bier.