• Tag 9

Highlights des Tages

ROPPONGI & AKASAKA

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Roppongi 六本木 heißt übersetzt sechs Bäumen ...

Kaiserpalast

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Die Residenz des Tennō, des japanisches Kaisers, steht auf dem Gelände der Edo Burg ...

Tōkyō Dome

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Das Baseballstadion ist das Heimstadion der Yomiuri Giants.Dem Gelände angeschlossen ist ein Vergnügungspark mit schwindelerregenden Roller Coastern ...

Ame-yoko

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Ame-yoko ist die Kurzform für Ameya Yokocho, in deutsch Süßwarenmeile ...

Ueno kōen

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Ein paar letzte Zeugnisse aus der Edo-Zeit und der riesige Pond sind das Sehenswerte des Parks ...

Roppongi - Hibiya - Ueno

Der Tag beginnt wie immer.
Nach dem Frühstück geht es mit dem Aufzug zur Lobby. Dabei haben wir jedes Mal unseren Spaß, denn bekanntlich können doch Chinesen angeblich kein "R" aussprechen, die Japaner wiederum haben kein "L" in ihrer Sprache. So hören wir jedes Mal aus dem Fahrstuhllautsprecher bei Ankunft in der Lobby: "Robby Floor"

Die Sonne strahlt heute zwar nicht so wie gestern, aber das ist immer noch besser als Regen!

# Roppongi & Akasaka

Wir starten über die Gaien Higashi Dori Richtung Roppongi.
Hier befindet sich der fotogene Bau des National Art Centers Tōkyō.
Eine Ausstellung wollten wir uns nicht ansehen, wir wollten eigentlich nur den hochmodernen Bau von außen sehen.

National Art Center, Tōkyō
National Art Center, Tōkyō

Roppongi
Es ist ein Stadtbezirk mir den meisten Botschaften, dem Sitz vieler international agierenden Firmen und damit der größten Ausländerdichte der gesamten Stadt. Es ist modern und hipp. Das zieht auch reiche Japaner an. Die Mieten sind astronomisch und das Nachtleben einmalig in Tōkyō.

An der Roppongi, unserem ehemaligen "Einzugsgebiet" hat sich viel verändert.
Ein Haus ist an das andere gequetscht. Dabei hat ein jedes gefühlte Wohnzimmerbreite aber nach oben gibt es keine Begrenzung! So entsteht eine ganz typisch japanische Straßenfassade mit unterschiedlichen Häusern in unterschiedlichen Farben.

Am Tag gleicht Roppongi einer beschaulichen Gegend, doch am Abend kehrt hier das Leben ein.
Unendlich viele Restaurants, Clubs und Bars befinden sich an und in unmittelbarer Nähe der Metrostation Roppongi. Man versucht das Verbot von Prostitution und Drogenhandel mit regiden Strafen und Gesetzen durchzusetzen.

Wir haben Mühe unsere Seitenstraße zu finden, die praktisch die schnellste Verbindung zu unserer ehemaligen Wohnung ist. Die Straßenführung um den großen Park ist durch die Errichtung des Tōkyō-Midtown-Komplexes etwas verändert worden.
Letztendlich finden wir doch den Zugung.

Roppongi,Tōkyō

Von hier geht es ziemlich steil bergab. Wir wollen sehen ob das Haus, in dem wir früher gewohnt haben, noch steht.

Ciro Akasaka,Tōkyō
Ciro Akasaka,Tōkyō

Das Haus "Ciro Akasaka" steht tatsächlich noch wie eh und je. Das kleine Bäumchen ist ja riesig geworden!

Coro Akasaka,Tōkyō

Wie unvorstellbar eng die unterschiedlichsten Häuser aneinanderkleben.
Wie eng diese steile Gasse, ohne einen erkennbaren Fußweg ist, kann man wunderbar im Vergleich zum Moped sehen.

Weiter geht's in's Zentrum Akasaka.
Wegen des schlechten Kaffee's im Hotel und dem drastischen Abfall meines Koffeinpegels brauche ich spätestens bis mittags einen Cappuccino, Café Latte oder etwas Ähnliches. Aber unbedingt mit einem "doubleshot coffein" damit es auch wirkt!
Und so haben wir dieses wunderbare Kaffee, das Tully's Coffee, Akasaka Mitsuke, gefunden. Das ist ein wenig wie ein Starbucks aufgebaut.
Es geht über 2 Etagen und das Beste: es hat eine klitzekleine Terrasse.
In Japan ist meist das Rauchen auch in der Gaststätte erlaubt. Und so muß man sich, um auf die Terrasse zu kommen, durch die Luft der oberen Etage durchschneiden!
Ein Glück, daß fast alle hier sind, um mit ihrem Läppi zu arbeiten und somit die Steckdosen im Innenraum brauchen. So sitzen wir täglich alleine auf der Terrasse und genießen den Ausblick, beobachten die Leute und lesen Zeitung. Ja, wir haben genug Zeit hier in Tōkyō geplant und so können wir es uns leisten, nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit zu hetzen.

Tully's Coffee,Akasaka Mitsuke,Tōkyō
Tully's Coffee,Akasaka Mitsuke,Tōkyō

# Hibiya - Kaiserpalast

Nach diesem entspannten Vormittag radeln wir bis Hibiya zum Kaiserpalast.
Hier ist die Residenz des Tennō, dem japanischen Kaiser Akihito.
Der größte Teil des Palastes ist für die Öffentlichkeit unzugänglich.
Der innere Palast ist dem Volk nur an zwei Tagen im Jahr zugänglich:
am 23. Dezember, Geburtstag Akihito's
und Neujahr, am 2. Januar. Nur die Gärten im Osten der Anlage können besichtigt werden. Die Besichtigung Gärten verschieben wir so weit wie möglich an das Ende unseres Aufenthaltes. Denn die absolute Attraktion im Frühjahr sind die blühenden Azaleenhecken. Doch aufgrund des diesjährigen verspäteten Wärmeeinbruchs, ist die Blüte etwas verzögert.

Kaiserpalast,Tennō,Tōkyō
Kaiserpalast,Tennō,Tōkyō
Kaiserpalast,Tennō,Tōkyō
Kaiserpalast,Tennō,Tōkyō

# Tōkyō Dome

Nächstes Ziel ist Ueno.
Der Weg dorthin führt über das Gelände des Tōkyō Dome.
Es ist eine Mischung aus Theatern, einer Megabühne, Stadion und einem Roller Coaster.
Und ganz offensichtlich wird hier eine Veranstaltung beginnen, denn auf einem abgegrenzten Areal stehen schon Fans an.

 Tōkyō Dome,tokyo

Weite gen Norden gelangt man nach Ueno . Genauer gesagt im Nordosten Tōkyō's. Direkt neben dem Stadtteil Akihabara.
Ueno Station ist ein wichtiger Umsteigebahnhof für Verbindungen aus Tōkyō in den Norden Japans.
Der Stadtbezirk wirkt nicht so modern wie z.B. Shinjuku.
Hier gibt es viele ältere und kleinere aber authentische Häuser.

Den Stadtbezirk Ueno kann man über folgende U-Bahnlinien erreichen:

- Yamanote Line | Station: Okachimachi Eki | Ankunft: Ameyoko, lila Kaufhaus

- Oedo Line | Station: Ueno Hirokoji | Ankunft:Chuo Dori, östlich des Ueno Kōen

- Chiyoda Line | Station: Yushima | Ankunft: südlich des Ueno Kōen

Ueno

Schon von Weitem sieht man das "Lila Kaufhaus".
Hier kann man praktisch alles kaufen. Es ist die beste Adresse für preiswerte Produkte.
Es ist stark in die Jahre gekommen und man muß schon das Kramen lieben, um sich hier wohl zu fühlen. Jedoch wird man zu jeder Zeit den Eindruck haben, daß es wegen Überfüllung geschlossen werden müßte.

Doch anders habe ich es noch nie erlebt. Ich kenne aber auch kein anderes Kaufhaus in Tōkyō, das so gut besucht wird.
Im Untergeschoss kann man sehr günstig Lebensmittel kaufen.
Für uns Touristen ist nettes Schokoladenkonfekt und in der oberen Etage die Abteilung mit traditionellen, japanischen Erzeugnissen interessant. Dazu zähle ich z.B. Yukata's (eine Art Sommerbadekimono), kleine japanische Holzfiguren oder leistbare aber sehr schöne Haarkämme.

Hier mein Beitrag zum Schilderwald in Japan:
Alles wird genauestens beschrieben.
Sogar der Hinweis, daß man auf der Straße nicht rauchen soll, darf nicht fehlen

Ueno

# Ame-yoko

Entlang der Yamanote Line zwischen Okachimachi und Ueno hat sich der Ameyoko Market アメ横 etabliert.
Ame-yoko ist die Kurzform für Ameya Yokocho, für Süßwarenmeile.
Andererseits steht das "Ame" auch für Amerika. Da sich hier nach dem 2.WK ein Schwarzmarkt für amerikanische Produkte entwickelt hat.
Heutzutage preisen die Fischhändler lautstark das absolut frischeste Seafood der Stadt an.
Direkt unter den Bögen der Bahnlinie haben sich hier, im Gegensatz zu unserem letzten Besuch, immer mehr T-Shirt-Shops und Händler mit kopierter Markenware etabliert.
Ein Gang über diesen Markt ist schon wegen der Marktschreier wirklich empfehlenswert! Und wie auf alles Frischmärkten der Welt ist der Besuch am Vormittag am interessantesten.

ameyoko market,ueno,tokyo
ameyoko market,ueno,tokyo

# Ueno Kōen

Wir schließen unsere Runde im Ueno-onshi-koen Park, 上野公園, kurz: Ueno Park.
Der riesige Shinobazu Pond ist in der Mitte durch eine Kirschbaum gesäumte Allee in zwei Teile getrennt.
Wer mag, kann hier ein Wassertretboot im ganz kitschigen Style mieten. Typisch japanisch eben.

Ich mochte den Park noch nie, auch wenn er bei vielen Japanbesuchern ganz oben auf der Liste steht.
Offensichtlich haben da die Reiseführer gute Arbeit geleistet.
Warum wir trotzdem herkamen? Angestachelt vom wunderbaren Doris-Dörrie-Film "Kirschblüten-Hanami" wollten wir unbedingt den Ort besuchen, den der liebenswerte Hauptdarsteller immer wieder besucht hat.

An einem Stand essen wir einen Rindfleischspieß für gepfefferte 500¥ Ok., die Schuhsohle meiner ältesten Latschen wäre weicher und schmackhafter gewesen .

ueno Park,Tōkyō
ueno Park,Tōkyō
ueno Park,Tōkyō

Wir umrunden den Pond und machen uns über Akihabara, Kasumigaseki auf den Nachhauseweg.

In "Mitske" kehren wir noch in das "Flying Noodel Restaurant" ein und essen frischen Ramen.


Gefahrene Strecke mit Fahrrad: 31 km